07/01/2026
Als Therapeutin begleite ich unterschiedliche Menschen unterschiedlichen Alters mit unterschiedlichen Krankheitsbildern.
Eine meiner Klientinnen ist Anne. Sie ist 18 Jahre jung und seit mehreren Jahren an Magersucht erkrankt. Als sie das erste Mal zu mir kam, hatte sie gerade einen Klinikaufenthalt hinter sich, der nicht zum von ihrer Familie gewünschten Ergebnis - also zu einer sichtbaren Gewichtszunahme und einem normalen Essverhalten geführt hat.
Kein Wunder, Anne wollte ja gar nicht zunehmen, im Gegenteil. Doch wie sollen Eltern das verstehen? Oder gar akzeptieren? Und wie sollen sie mit all diesem Unverständnis zu einer Verbesserung beitragen?
Heute, 2 Jahre später, ist Anne zwar nicht geheilt. Aber sie will auch nicht mehr verhungern. Und auch ihre Familie hat einen neuen Umgang mit Annes Magersucht gelernt.
Annes Familie ist ein wunderbares Vorbild an Kooperation, Stärke und Zusammenhalt. Und an Vertrauen. In ihre Tochter und auch in mich.
Leider ist es noch immer nicht selbstverständlich, eine psychische Krankheit öffentlich zu machen. Anne hat sich getraut und ein Buch geschrieben, das eine Brücke zwischen Betroffenen und Angehörigen bauen soll.
Wer sich dafür interessiert, kann sich gern zu ihrer Autorenlesung anmelden. Und oder das Buch kaufen.