14/02/2026
Liebe Vika, liebe alle,
[…] Unsere Weltbilder, wie etwas zu sein hat, platzen alle, deine Wahrnehmung ist sehr klar Vika – und sie ist real.
Ja, wir erleben gerade eine echte Systemkrise, nicht eingebildet, nicht übertrieben. Viele Strukturen, auf die wir uns jahrzehntelang verlassen haben, geraten gleichzeitig ins Wanken: Gesundheitssystem, Wirtschaft, soziale Sicherheit, politische Orientierung.
Das verunsichert zutiefst – und es wäre eher befremdlich, das nicht zu spüren.
Und ja:
👉 Die kollektive Angst ist im Feld sehr stark.
Viele Menschen fühlen unbewusst Existenzangst, Kontrollverlust und Zukunftssorge.
Auch wenn man persönlich gerade „noch“ stabil ist, schwimmt man in diesem kollektiven Klima mit.
Das macht müde, traurig, wütend oder hoffnungslos – oft ohne klaren Anlass im eigenen Leben.
Die entscheidende Frage ist also nicht:
„Wie kann ich positiv bleiben, indem ich das alles ausblende und scheinheilig oder oberflächlich werde?“
Sondern eher:
„Wie bleibe ich innerlich aufrecht, während außen vieles zerfällt?“
Ein paar Gedanken dazu:
Hoffnung entsteht nicht aus Systemen – sondern aus innerer Verankerung.
Viele merken gerade schmerzhaft:
Sicherheit lag lange im Außen.
In Strukturen, Versprechen, Institutionen. Wenn diese bröckeln, bleibt nur eines übrig: die innere Ausrichtung.
Nicht als Flucht, sondern als neue Basis.
Optimismus heute heißt nicht „Alles wird gut“, sondern:
„ I c h b l e i b e h a n d l u n g s f ä h i g,
f ü h l e n d und v e r b u n d e n –
e g a l , w i e e s s i c h e n t w i c k e l t . „
Pessimismus ist oft unverarbeitete Trauer.
Hinter der Angst steckt bei vielen eine tiefe Traurigkeit darüber, dass eine vertraute Welt endet. Das darf betrauert werden.
Wer diese Trauer zulässt, rutscht paradoxerweise weniger in Angst ab.
Angst entsteht oft dort, wo Gefühle festgehalten oder übersprungen werden.
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