01/08/2021
Zweifel über Bord werfen!
Leider ist in den letzten Wochen die Impfbereitschaft in Deutschland stark zurückgegangen.
Das liegt auch daran, dass bereits knapp 60% der Bevölkerung mindestens einmal geimpft worden
sind. Aber 60% sind zu wenig. Zu wenig um die nächste Welle, die bereits beginnt, zu bremsen.
Zu wenig, um einen erneuten Lockdown zu verhindern. Zu wenig, damit
all die Berufszweige, die am stärksten unter der Pandemie gelitten haben (Gastronomie,
Tourismus, Einzelhandel, Kulturschaffende etc.) nicht erneut mit der
Bedrohung ihrer Existenz konfrontiert werden.
Wir werden in unserer täglichen Arbeit mit vielen Ängsten bezüglich der Covid-Impfungen
konfrontiert. Die häufigste Sorge hierbei sind mögliche Langzeitfolgen.
Wir können verstehen woher diese Angst kommt. Die Impfstoffe wurden alle in einer
Rekordzeit entwickelt. Während die normale Entstehungsgeschichte eines Impfstoffs viele
Jahre beträgt, ging das im Falle der Covid-Impfungen innerhalb von nicht mal einem Jahr.
Wieso das so ist wurde vermutlich schon häufig in den Medien erklärt.
Fakt ist: Mehrere Jahre hätten wir im Kampf gegen Covid-19 nicht gehabt!
Langzeitnebenwirkungen können nicht mit 100%iger Sicherheit ausgeschlossen werden.
Allerdings zeigen die jahrelangen Erfahrungen vieler Impfstoffe, dass die
meisten Nebenwirkungen kurze Zeit nach der Impfung auftreten. Langzeitnebenwirkungen
sind extrem selten. Alle Impfstoffe (die neuen, aber auch solche, die schon lange auf dem
Markt sind) werden durch das Paul-Ehrlich-Institut fortlaufend auf ihre Sicherheit geprüft. So
konnten die extrem seltenen Nebenwirkungen der Sinusvenenthrombose nach
Vektorimpfung und die Herzmuskelentzündung nach Impfung mit einem mRNA-Impfstoff
erkannt und beurteilt werden. Die Impfstoffe sind trotz dieser möglichen Nebenwirkungen
als sicher zu bewerten. Der Nutzen der Vermeidung einer Infektion mit dem Coronavirus
oder zumindest eines schweren Covid-19-Verlaufs überwiegt das Risiko dieser sehr seltenen
Nebenwirkungen.
Viele junge Frauen befürchten durch die Impfung unfruchtbar zu werden. Diese Idee
entspringt leider wie viele andere Informationen einem Gerücht, welches seinen Ursprung im „querdenkenden“
Spektrum hat. Leider halten sich solche angsteinflößenden Meinungen sehr nachhaltig.
Auch die Schädigung der Fruchtbarkeit wurde im Rahmen der Zulassungsstudien untersucht. Hier
konnte keinerlei Beeinflussung gesehen werden. Auch in der mittlerweile bereits 7-
monatigen Nachbeobachtung konnte hier kein erhöhtes Risiko gesehen werden. Auch wir haben
geimpfte Patientinnen in unserer Praxis, die anschließend schwanger geworden
sind.
Das Robert-Koch-Institut bietet in seinen Impf-FAQ auf viele Fragen und Sorgen gut verständliche
Antworten. Nutzen wir doch diese als verlässliche Quelle für Informationen rund um die Covid-19
Impfung.
Zum Schluss möchten wir klarstellen: Covid-19 ist keine Erfindung. Das Virus existiert.
Die Erkrankung existiert. Wir haben Patienten durch diese Erkrankung verloren. Wir haben
viele - auch junge - Patienten, die schwer gegen diese Erkrankung kämpfen mussten und müssen.
Weltweit sind über 4 Millionen Menschen durch das SARS-Coronavirus-2 verstorben. Das Post-Covid-
Syndrom ist ein ernstzunehmendes gesundheitliches Problem.
Dahinter steckt keine Regierungsverschwörung. Wir werden durch die Impfungen weder gechippt, kontrolliert
noch unfruchtbar gemacht. Und wir werden sicher nicht von der Pharmaindustrie bezahlt.
Daher bitten wir Euch: Lasst Euch impfen! Jetzt, nicht erst nach der 4., 5. oder 6. Welle, nicht erst wenn Mutante Zeta aufgetaucht ist. Dafür müssten wir alle einen zu hohen Preis zahlen.