24/12/2025
Heute, am Heiligen Abend, erinnern sich viele Menschen an die Geburt Jesu.
Doch jenseits von Tradition, Kirche oder Dogma lädt uns Jesus vor allem zu einer inneren Haltung ein.
Jesus wurde nicht im Palast geboren, sondern in einem Stall.
Nicht im Glanz, sondern in der Einfachheit.
Das ist bereits die erste tiefe spirituelle Botschaft:
Das Göttliche offenbart sich im Unspektakulären, im Stillen, im Verletzlichen.
Jesus sprach immer wieder vom Reich Gottes –
und er meinte damit keinen Ort im Außen,
sondern einen Bewusstseinszustand im Inneren.
„Das Reich Gottes ist mitten unter euch.“
Oder anders gesagt:
Es ist in uns, wenn wir lieben,
wenn wir vergeben,
wenn wir wahrhaftig sind.
Wenn wir Jesus als spirituellen Lehrer betrachten,
dann lehrte er nichts anderes als das,
was wir auch aus Yoga, Vedanta oder Mystik kennen:
Liebe statt Angst
Verbindung statt Trennung
Hingabe statt Kontrolle
Mitgefühl statt Urteil
Er wandte sich den Ausgegrenzten zu,
den Kranken, den Trauernden, den Suchenden.
Nicht um sie zu verändern –
sondern um sie in ihrer Würde zu sehen.
Das ist gelebte Spiritualität.
Heute leben wir in einer Zeit voller Reize, Geschwindigkeit und Unsicherheit.
Viele Menschen sind äußerlich verbunden –
aber innerlich einsam.
Gerade deshalb ist die Botschaft Jesu heute so aktuell wie nie:
👉 Kehre nach innen zurück.
👉 Öffne dein Herz.
👉 Erinnere dich daran, wer du wirklich bist.
Spiritualität heute bedeutet nicht, perfekt zu sein.
Sie bedeutet, menschlich zu sein.
Mit allem, was da ist.
Jesus hat nicht gesagt:
„Sei fehlerlos.“
Er hat gesagt:
„Liebe.“
Vielleicht können wir Weihnachten heute so verstehen:
Nicht als Erinnerung an eine Geburt vor 2000 Jahren,
sondern als Einladung,
das Christusbewusstsein – das Bewusstsein von Liebe –
in uns selbst neu geboren werden zu lassen.
In jedem Moment, in dem wir sanft sind.
In jedem Moment, in dem wir ehrlich sind.
In jedem Moment, in dem wir uns selbst und andere nicht verurteilen.
Möge dieser Abend uns daran erinnern,
dass wahre Spiritualität leise ist.
Herzlich.
Und zutiefst menschlich.
Möge die Liebe, die Jesus verkörpert hat,
nicht nur eine Geschichte bleiben,
sondern eine lebendige Erfahrung in uns.