18/04/2026
💫 ANGST ALS ZEUGIN 💫
Es gibt Ängste, die wir nicht loslassen. Es ist nicht so, dass wir nicht heilen wollen oder wir sie nicht gehen lassen könnten. Sondern es sind Ängste, die etwas bewahren.
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Eine Spur.
Eine Wahrheit.
Eine Geschichte, die sonst niemand gesehen hat.
👉🏻 Zeug*innenschaft.
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Diese Ängste sind wie Zeuginnen. Sie tragen die Zeug*innenschaft. Für das, was war. Für das, was geschehen ist. Für das, was wir getragen haben.
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Ich kenne das. Du auch?
Manchmal halte ich die Angst aufrecht, damit mein Mut gesehen wird.
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Denn niemand hat gesehen, wie ich mit meiner kleinen Tochter im Auto geschlafen habe, als ich ein paar Wochen keine Wohnung hatte. Da war ich 25.
Niemand hat meine Großmutter gesehen, wie sie am Ende des 2. Weltkriegs mit zwei kleinen Kindern floh – innerhalb von Stunden alles verlor und trotzdem weiterging. Und niemand hat gesehen, wie das noch lange in meinen Zellen saß.
Niemand hat gesehen, wie ich die Hände eines Mannes um meinen Hals gespürt habe und seine Worte hörte: „Ich bring dich um.“
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Und doch ist all das geschehen. Und noch so viel mehr.
All das hat nicht nur Angst hervorgebracht, sondern auch Kraft.
Mut.
Überleben.
Weitergehen.
Doch: Wenn die Angst geht, wer bezeugt dann, was war?
Manchmal ist die Angst die letzte Zeugin.
Die Einzige, die noch weiß, wie es sich angefühlt hat. Die noch hält, was sonst im Unsichtbaren verschwinden würde.
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Manchmal können wir sie deshalb einfach nicht loslassen. Wir hängen nicht an ihr. Doch wir wollen nicht, dass unsere Geschichte verblasst.
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Doch:
👉🏻 Wir müssen die Angst nicht festhalten, um zu erinnern.
👉🏻 Wir dürfen neue Formen der Zeug*innenschaft erschaffen.
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Natürlich wäre:
🙏🏻 … dass wir unsere Geschichten aussprechen.
Nicht, um im Schmerz zu bleiben – sondern um ihn sichtbar zu machen.
🙏🏻 … dass wir einander zuhören.
Wirklich zuhören. Ohne zu relativieren. Ohne zu beschwichtigen.
🙏🏻 … dass wir Räume haben, in denen Mut bezeugt wird – auch ohne, dass die Angst dafür weiterleben muss.
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Denn der Mut war immer da. Auch in der dunkelsten Angst. Vielleicht sogar gerade dort. Und vielleicht ist jetzt die Zeit, in der wir lernen, den Mut selbst zur Zeugin zu machen.
🌀 Nicht die Angst erinnert uns – sondern die Kraft, die daraus entstanden ist.
🌀 Nicht das Zittern bleibt, sondern das Aufrichten.
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Deine Geschichte darf gesehen werden.
Dein Weg darf gewürdigt werden.
Auch ohne, dass du die Angst weiter tragen oder weitertragen musst.
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Vielleicht kennst du dieses Festhalten an der Angst, weil sie die Einzige ist, die noch weiß … Und dann bist du nicht komisch, nicht traumatisiert, nicht übersensibel.
Vielleicht hast du einfach nur noch keine Form gefunden, in der deine Wahrheit
gehalten wird.
Ich lade uns alle dazu ein, dass hier etwas Neues beginnt, dass wir es anders machen:
Dass wir Frauen füreinander Zeug*innen werden.
Dass wir uns sehen.
Dass wir uns bezeugen.
Dass wir sagen:
✨ Ich glaube dir.
✨ Ich sehe dich.
✨ Ich lausche deiner Wahrheit.
✨ Dein Mut ist und war real.
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Dann darf die Angst langsam gehen. Weil sie ihre Aufgabe erfüllt hat.
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Genau das lebe und erlebe ich mit den Frauen in meinen Jahresgruppe MOIRA und FREYJA immer wieder. Dort üben wir Zeuginnenschaft. Dort darf das Einander-Lauschen die Angst ablösen und wir dürfen füreinander Zeuginnen sein.
Magische Grüße
Sabine ✨😊
spirituelle Beratung | Wortmagie | Kräuterzauber | weibliche Selbstständigkeit