07/01/2026
Angst vor Essen – wenn der Körper „Nein“ sagt, obwohl der Kopf „Iss doch einfach“ denkt
Manche Kinder und auch Erwachsene haben keinen „Makel“, keine schlechte Erziehung oder sind nicht einfach „zu empfindlich“.
Sie haben ANGST vor Essen. Und diese Angst sitzt oft viel tiefer, als man von außen sehen kann.
Ein häufig übersehener Hintergrund ist die Emetophobie – die Angst vor Übelkeit und Erbrechen.
Oder die Angst, etwas Verdorbenes, Ungenießbares oder „Gefährliches“ zu essen.
Für Betroffene fühlt sich Essen dann nicht nach Genuss an, sondern nach Risiko.
Nach Kontrollverlust.
Nach Alarm. 🚨
🧠 Was im Inneren passiert:
Das Nervensystem hat gelernt:
Essen = Gefahr.
Nicht, weil das Essen wirklich gefährlich ist – sondern weil der Körper es so abgespeichert hat.
Vielleicht nach:
• einer starken Magen-Darm-Erfahrung
• häufigem Würgen oder Erbrechen in der frühen Kindheit
• Druck, „aufzuessen“
• einem sehr sensiblen Wahrnehmungssystem
• oder einfach, weil Angst sich ihren Weg sucht
Der Verstand weiß oft: „Das Essen ist okay.“
Aber der Körper sagt: „Ich kann nicht.“
👶 Bei Kindern zeigt sich das oft als frühkindliche Ess- oder Fütterungsstörung:
– sehr wenige „sichere“ Lebensmittel sogenannte
Safe-Foods
– große Angst vor Neuem
– Würgereiz schon beim Anblick
– Rückzug, Stress, Tränen am Tisch
Das ist kein Trotz.
Das ist ein überfordertes Nervensystem.
💛 Wichtig zu wissen:
Angst vor Essen hat nichts mit Willen zu tun.
Und nichts mit „man muss sich nur überwinden“.
Heilend wirkt:
✔️ Sicherheit
✔️ Beziehung
✔️ Druck rausnehmen
✔️ kleine, achtsame Schritte
✔️ das Verstehen der Angst
Denn erst wenn der Körper sich sicher fühlt, kann Neugier überhaupt wieder entstehen.
🌱 Essen darf wieder lernen, etwas Schönes zu sein.
Etwas Vorhersehbares.
Etwas, das nicht bedroht.
Und manchmal beginnt dieser Weg nicht auf dem Teller –
sondern im Inneren.
🧡
Mach’s dir ein bisschen l/i/ebenswert – genau da, wo es gerade schwer ist.