08/02/2018
Einige Gedanken zum Fasten in der Passionszeit
Jesus fastete vierzig Tage in der Wüste. Er hungerte und durstete, aber am Ende war er stärker und konnte der Versuchung des Teufels widerstehen.
Wer selbst fastet, kann vieles von dem, was Jesus empfand, nachvollziehen, erst die Schwäche und Demut, dann aber das Getragenwerden von einer höheren Macht, das Gefühl, aus einer unendlich großen Quelle zu schöpfen. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein…
Während des Fastens werden wir auf uns selbst zurückgeworfen, kommen uns selbst näher und erfahren, was wir im Leben wirklich brauchen und worauf wir verzichten können. Das macht uns stärker, friedlicher und zugleich empfindsamer.
Aber Vorsicht vor der Überheblichkeit, auf die hinab zu schauen, die nicht sieben, vierzehn oder mehr Tage auf Essen verzichten können. Kein zur Schau stellen der Askese! Darum geht es nicht. Es geht darum, auch schwach und hilflos zu sein und sich dem Göttlichen oder Spirituellen zu öffnen, Ihm nahe zu kommen.
Ein kluger Mann hat einmal gesagt: Beten führt uns den halben Weg zum Himmelreich, fasten den ganzen Weg...Es war der Prophet Mohammed. Und so verbindet das Erlebnis des Fastens alle Religionen, ob Christen, Muslime, Buddhisten, Hindus, Bahai...ein gemeinsamer Nenner, auf dem wir uns begegnen können.
Luther hat uns Protestanten von den starren Regeln des kirchlichen Fastens befreit. Wir dürfen selbst entscheiden, wann und wie wir fasten. Bei „Sieben Woche ohne“ auf Dinge verzichten, nach denen wir süchtig sind, lässt uns wachsen, aber noch mehr das echte Fasten ohne jegliche feste Nahrung über sieben Tage oder mehr. Körper und Geist sind untrennbar und gewinnen beide dabei. Nur keine Angst, keiner ist zu schwach, um zu fasten.
Ich durfte vor einigen Wochen eine 75jährige bei ihrem ersten Fasten begleiten. Wie schön zu sehen, wie sie jeden Tag mehr strahlte und leuchtete, sich vor unseren Augen verjüngte. Wenn es so etwas wie einen göttlichen Funken in uns gibt, dann bringt ihn das Fasten ans Licht.
Wer hätte Lust in der Karwoche (vom Sa, 24.03 bis Karfreitag, 30.03.) gemeinsam zu Fasten, zu Meditieren, sich mit christlich-mystischen und philosophischen Texten auseinanderzusetzen!? Spaziergänge in der Natur der schönen stillen Prignitz gehören natürlich auch dazu.
Preis für die Woche inkl. Unterkunft ca. 390 € , einschließlich Fastenverpflegung, Phytotherapie.
In der Zeit bis Ostern finden außerdem in Meyenburg, Kyritz und Wusterhausen Fastenkurse begleitend zum Alltag statt!
Anmeldung und weitere Infos auf ute-christiane-hauenschild.de