19/03/2026
Tipps zum Start der WEIDESAISON -
oder auch warum das jetzt noch kein Thema sein sollte!
Teil 1 🐴🌿
Langsam aber sicher kündigt sich der Frühling an und vielerorts sieht man schon die ersten Pferde friedlich auf den Weiden grasen. Für Pferde die ganzjährig auf der Weide stehen, ist das meist auch kein Problem - für diejenigen die seit Oktober / November in Paddocks waren jedoch umso mehr. Denn für diese Pferde bedeutet das eine Umstellung von meist reiner Heufütterung auf frische Wiese. Während sich die Pferde über das große Platzangebot und die leckeren Grashalme freuen, steigt bei mir und auch so manchem Besitzer die Angst vor Kotwasser, Koliken und auch Hufrehe - und das gar nicht zu Unrecht, denn es gibt einige Punkte die gegen eine Anweidung so früh im Jahr sprechen 🙏 Hier einer der Wichtigsten:
Um das frische Gras verdauen zu können, benötigt der Körper andere Enzyme als zur Aufspaltung von Heu. Die Darmenzyme sind meist angepasst an das gewöhnte Futter, zur Umstellung benötigt es mind. 2-4 Wochen. In dieser Zeit sollte das Pferd sehr schonend und schrittweise angeweidet werden. Geschieht dieser Vorgang zu schnell, führt dies im Darm zu einem Absterben von Bakterien, wodurch Toxine freigesetzt werden welche die Entgiftungsorgane und den Stoffwechsel allgemein so belasten können, das neben Kotwasser, Kolik, Fieber & Co. auch Hufrehe entstehen kann.
Die Hufrehe ist dabei jedoch gerade die Spitze des Eisberges, denn wenn der Darm einmal derart destabilisiert ist und der Stoffwechsel komplett aus den Fugen geraten ist, ist meist eine sehr zeit- und kostenintensive Therapie nötig um das Pferd langfristig wieder stabil zu bekommen. Dann doch lieber etwas mehr Zeit investieren getreu dem Motto "VORsorge ist besser wie NACHsorge" 🌿
Was noch gegen so frühes Anweiden spricht, erfahrt Ihr in den kommenden Tagen 🤗