Praxis für Physiotherapie Ziegler

Praxis für Physiotherapie Ziegler In unserer Physiotherapie-Praxis versuchen wir, unseren großen und kleinen Patienten zu mehr Lebensqualität zu verhelfen.

Wir sind spezialisiert auf chronisch obstruktive und restriktive Atemwegserkrankungen.

Keine Panik bei Atemnot: Dein eingebautes Sicherheitsventil 🌬️Wenn die Luft knapp wird - ob beim Treppensteigen oder bei...
23/04/2026

Keine Panik bei Atemnot: Dein eingebautes Sicherheitsventil 🌬️

Wenn die Luft knapp wird - ob beim Treppensteigen oder bei einem Infekt - neigen wir dazu, hektisch und flach zu atmen. Doch genau das macht es schlimmer. Hier kommt der wichtigste Tipp aus der Atemphysiotherapie: Die dosierte Lippenbremse.

So funktioniert es:

Atme entspannt durch die Nase ein.

Lege deine Lippen locker aufeinander, als würdest du ganz sanft durch einen Strohhalm pusten oder eine Kerze zum Flackern bringen wollen (ohne sie auszublasen).

Lass die Luft langsam und gleichmäßig durch den schmalen Spalt ausströmen.

Warum hilft das so schnell?
Durch den leichten Widerstand deiner Lippen entsteht ein Rückstau der Luft bis tief in deine Bronchien. Dieser Druck hält deine Atemwege von innen offen und verhindert, dass die kleinen Lungenbläschen in sich zusammenfallen.

Der Effekt: ✅ Du kannst mehr verbrauchte Luft ausatmen.
✅ Es bleibt mehr Platz für frischen Sauerstoff beim nächsten Einatmen.
✅ Dein Herzschlag beruhigt sich und die Angst lässt nach.

Übe die Lippenbremse am besten schon in Ruhephasen, damit du sie im Notfall ganz automatisch abrufen kannst!

Leidest du unter chronischen Atemwegserkrankungen wie COPD oder Asthma?

Ich zeige dir gezielte Techniken, um deinen Alltag wieder freier zu gestalten.

Melde dich für deine spezialisierte Atemtherapie!

Stress abschütteln in nur 2 Minuten - So trickst du dein Nervensystem aus 💆‍♂️In einem stressigen Alltag oder bei neurol...
16/04/2026

Stress abschütteln in nur 2 Minuten - So trickst du dein Nervensystem aus 💆‍♂️

In einem stressigen Alltag oder bei neurologischen Erkrankungen steht unser Körper oft unter einer unbewussten Dauerspannung. Die Progressive Muskelentspannung (PMR) ist eine wissenschaftlich anerkannte Methode, um diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

Das Prinzip ist simpel: Wir spannen eine Muskelgruppe gezielt fest an, halten den Druck und lassen dann schlagartig locker.
Warum das funktioniert? Nach einer starken Anspannung folgt physiologisch immer eine Phase der tiefen Entspannung. Dein Gehirn registriert den krassen Unterschied und "resetten" den Muskeltonus.

Dein Quick-Tipp für zwischendurch:
1. Anspannen: B***e beide Hände zu Fäusten und ziehe gleichzeitig deine Schultern hoch zu den Ohren. Halte diese Spannung für ca. 5-7 Sekunden. Atme dabei ruhig weiter!
2. Lösen: Lass mit einem tiefen Ausatmen schlagartig alles locker. Spüre für 20 Sekunden nach, wie das Blut wieder fließt und die Muskeln weich werden.
3. Wiederholen: Mache das Ganze 3-mal hintereinander.
Der Effekt: Dein Blutdruck sinkt leicht, die Durchblutung steigt und dein Stresspegel nimmt spürbar ab. Ideal auch für Kinder, um ein besseres Körpergefühl zu entwickeln!

Du möchtest gezielte Techniken zur Entspannung oder Tonusregulation lernen?

Melde dich für einen Termin - ich freue mich auf dich!

Atmen ist nicht gleich Atmen - Warum deine Nase der bessere Filter ist 👃Nachdem wir uns zuletzt das Zwerchfell angeschau...
09/04/2026

Atmen ist nicht gleich Atmen - Warum deine Nase der bessere Filter ist 👃

Nachdem wir uns zuletzt das Zwerchfell angeschaut haben, stellt sich die Frage: Welchen Weg sollte die Luft eigentlich nehmen? Die Antwort ist wissenschaftlich eindeutig: Immer durch die Nase!
Die Natur hat den Mund eigentlich nur als „Notausgang“ für die Atmung vorgesehen. Die Nase hingegen ist ein hochkomplexes Aufbereitungssystem.

Die 3 größten Vorteile der Nasenatmung:
1. Reinigung & Schutz: Deine Nasenhärchen und Schleimhäute filtern Staub, Pollen und Bakterien, bevor sie die Lunge erreichen.
2. Klimaanlage: Die Luft wird angewärmt und befeuchtet. Kalte, trockene Luft reizt die Bronchien und kann Hustenreiz auslösen.
3. Sauerstoff-Plus: Durch den Widerstand in der Nase wird die Ausatmung verlangsamt. Das gibt der Lunge mehr Zeit, den Sauerstoff ins Blut aufzunehmen.

Mein Tipp für dich: Achte heute mal ganz bewusst darauf, beim Gehen oder bei leichter Hausarbeit den Mund geschlossen zu halten. Die Zunge sollte dabei locker am Gaumen liegen.
Du wirst merken: Dein Atem wird ruhiger und du fühlst dich weniger gestresst, da Nasenatmung direkt das Entspannungssystem deines Körpers (Parasympathikus) anspricht.

Hast du Fragen zur richtigen Atemtechnik bei Belastung?
Ich berate dich gerne persönlich in meiner Praxis für Kinder und Erwachsene.
Termine nach Vereinbarung - melde dich gerne bei mir!

Bauchatmung in nur 60 Sekunden lernen !Die meisten atmen zu hoch (nur Brust) - das verurascht Stress, Verspannungen & Mü...
02/04/2026

Bauchatmung in nur 60 Sekunden lernen !

Die meisten atmen zu hoch (nur Brust) - das verurascht Stress, Verspannungen & Müdigkeit.
So geht die richtige Bauchatmung (Zwerchfellatmung):

1. Lege die eine Hand auf dem Bauch & die andere Hand auf die Brust
2. Langsam durch Nase einatmen (4 Sek.) → Bauch wölbt sich nach oben
3. Langsam ausatmen (6 Sek.) → Bauch senkt sich
4. 5–10 Wiederholungen = sofort ruhiger Puls & mehr Energie!

Probier es JETZT 60 Sekunden lang - spürst du den Unterschied?

Schreib’s in die Kommentare 👇

Hast du Fragen dazu, wie du deine Atmung im Alltag noch gezielter verbessern kannst? Schreib uns eine Nachricht oder komm direkt in der Praxis vorbei!

Hast du oder jemand in deinem Umfeld nach einer Corona-Infektion immer noch das Gefühl, nicht richtig Luft zu bekommen o...
26/03/2026

Hast du oder jemand in deinem Umfeld nach einer Corona-Infektion immer noch das Gefühl, nicht richtig Luft zu bekommen oder schnell erschöpft zu sein?
Was oft wie „einfach nur müde sein“ abgetan wird, ist in Wahrheit ein echtes Problem: Long-COVID betrifft bei vielen die Lunge und den ganzen Körper - mit anhaltender Kurzatmigkeit, starker Erschöpfung und reduzierter Belastbarkeit. Und genau hier macht der frühe Start mit Atemtherapie einen riesigen Unterschied.
Die physiologische Erklärung: Nach einer schweren Infektion bleiben Entzündungen, geschwächte Atemmuskeln und eine eingeschränkte Lungenfunktion zurück. Das Zwerchfell und die Atemhilfsmuskeln arbeiten ineffizient, was den Sauerstofftransport behindert und den Kreislauf belastet - das verstärkt Fatigue, Atemnot und das Gefühl „nie richtig fit zu werden“.

Frühe Atemphysiotherapie (z. B. gezielte Atemübungen, Atemmuskeltraining und Techniken wie reflektorische Atemtherapie) verbessert nachweislich
- die Gehstrecke und Belastbarkeit (z. B. 6-Minuten-Gehtest um 30-90 Meter mehr),
- die Lungenfunktion (z. B. mehr Luftvolumen und bessere Sauerstoffaufnahme),
- die Atemnot (weniger Dyspnoe-Scores),
- die Erschöpfung und die Lebensqualität (weniger Fatigue, bessere mentale und körperliche Werte).
Besonders Programme von 4-8 Wochen mit Atem- und Bewegungselementen wirken am besten - und das oft schon spürbar nach wenigen Sitzungen. Je früher gestartet wird (idealerweise in der subakuten Phase), desto besser die Erholung und desto geringer das Risiko, dass Symptome chronisch werden.
In unserer Praxis sehen wir das täglich: Mit individueller Atemtherapie (inkl. RAT) gewinnen Patienten wieder Luft, Energie und Alltags-Sicherheit - evidenzbasiert und ohne Medikamente als Hauptweg.

Atemtherapie ist mehr als nur „tief durchatmen“ - es ist aktives, wissenschaftlich belegtes Gesundheitsmanagement, das bei Long-COVID wirklich hilft.

Hast du Fragen dazu, wie du oder ein Angehöriger frühzeitig starten könnt? Schreib uns eine Nachricht oder komm direkt in der Praxis vorbei - wir checken das gerne individuell!

Hast du dir heute schon Zeit für einen bewussten Atemzug genommen?Was oft wie ein simpler Tipp klingt, ist in Wahrheit e...
19/03/2026

Hast du dir heute schon Zeit für einen bewussten Atemzug genommen?

Was oft wie ein simpler Tipp klingt, ist in Wahrheit eine der wirksamsten Methoden für mehr Ruhe und Energie: Ein kurzer, täglicher Atemplan. Viele atmen im Alltag zu flach und zu schnell - das hält den Körper im Stressmodus. Ein 7-Tage-Plan mit Bauchatmung (Zwerchfellatmung) hilft, das umzuprogrammieren: Studien zeigen, dass tägliche 5 - 10 Minuten tiefe Atmung die Herzfrequenzvariabilität (HRV) steigert, Cortisol senkt, den Parasympathikus aktiviert und die Lungenfunktion verbessert - schon nach einer Woche spürbar ruhiger und fitter.

Hier dein einfacher 7-Tage-Atemplan für Anfänger (täglich 5-10 Minuten, am besten morgens oder abends, sitzend oder liegend):

Tag 1-2: Nur spüren Lege eine Hand auf den Bauch, die andere auf die Brust. Atme normal und achte: Wölbt sich der Bauch beim Einatmen? Brust bleibt ruhig? 5 Minuten beobachten - kein Zwang.
Tag 3-4: Bauch bewusst füllen
Atme langsam durch die Nase ein (4 Sekunden) → lass den Bauch sich wie einen Ballon wölben. Ausatmen durch den Mund (6 Sekunden) → Bauch senkt sich. 5–8 Wiederholungen. Spüre die Entspannung.
Tag 5-6: Verlängern & entspannen
Wie Tag 3-4, aber Augen schließen + lächeln beim Ausatmen. Füge eine Pause nach dem Einatmen ein (2 Sekunden halten). 8-10 Wiederholungen - ideal gegen Stress.
Tag 7: Integrieren
Mache 10 Minuten durchgehend. Probiere es in Alltagssituationen: Beim Warten, vor dem Schlafen oder bei Anspannung. Notiere dir, wie du dich danach fühlst.
Wichtig: Immer sanft - bei Schwindel oder Unwohlsein pausieren und ggf. mit uns abklären. Das ist der Einstieg in bewusstes Atmen - perfekt als Basis für tiefergehende Atemtherapie.

Atemtherapie ist mehr als nur Entspannung - es ist aktives, evidenzbasiertes Gesundheitsmanagement für Körper und Geist.

Kopiere dir den Plan und starte heute!
Wie fühlst du dich nach Tag 1? Schreib’s in die Kommentare oder schick uns eine Nachricht für persönliche Tipps.

Termin für einen Atem-Check oder individuelle Therapie → Link in Bio!

Hast du dich je gefragt, wann der beste Moment ist, mit Physiotherapie zu beginnen - und ob „später“ wirklich reicht?Vie...
12/03/2026

Hast du dich je gefragt, wann der beste Moment ist, mit Physiotherapie zu beginnen - und ob „später“ wirklich reicht?
Viele denken „erst mal abwarten“, aber neurologisch und wissenschaftlich ist das oft ein Fehler: Je früher Physiotherapie startet, desto besser die Erholungschancen. Das Gehirn ist in den ersten Wochen/Monaten besonders plastisch (Neuroplastizität) - neue Verbindungen bilden sich am stärksten.

Kurz erklärt: Bei Schlaganfall, MS, Parkinson oder Zerebralparese verändert sich die Bewegungskontrolle schnell. Frühe Mobilisation und gezielte Therapie (z. B. Bobath, KG-ZNS) nutzen diese Phase optimal. Leitlinien (DGN, AWMF, DEGAM) und Meta-Analysen empfehlen:

Nach einen Schlaganfall: Innerhalb 24–48 Stunden mobilisieren (sicher möglich) - die ersten 3 Monate bringen die größten Fortschritte in Mobilität und Selbstständigkeit.

Bei Kindern mit Entwicklungsverzögerungen: So früh wie möglich (oft Säuglingsalter) - je früher, desto besser Motorik und Entwicklung.
Bei Atemproblemen (z. B. nach Pneumonie/Long-COVID): Subakut starten - verbessert Funktion, reduziert Fatigue und Chronifizierung.

In unserer Praxis: Nicht abwarten - so früh wie möglich checken lassen. Wir passen es individuell an und kombinieren Atem- + Neuro-Therapie für maximale Wirkung.

Physiotherapie ist aktives, evidenzbasiertes Gesundheitsmanagement - nutze den besten Zeitpunkt!

Hast du eine neurologische Diagnose oder Atemprobleme? Schreib uns oder komm vorbei - wir beraten gerne!

„Bauch rein, Brust raus!“ – Diesen Satz haben wir fast alle schon mal gehört. Doch was optisch nach einer „guten Haltung...
05/03/2026

„Bauch rein, Brust raus!“ – Diesen Satz haben wir fast alle schon mal gehört. Doch was optisch nach einer „guten Haltung“ aussieht, ist für deine innere Physiologie auf Dauer ein echtes Problem. 😟

Warum ist das dauerhafte Einziehen des Bauches (auch „Hourglass Syndrome“ genannt) nicht gesund?

1. Dein Zwerchfell wird blockiert
Dein Zwerchfell ist dein wichtigster Atemmuskel. Wenn du den Bauch ständig anspannst, kann das Zwerchfell beim Einatmen nicht nach unten absinken. Die Folge? Du atmest flach in die Brust und den Nacken, was zu Verspannungen und Kopfschmerzen führen kann. 😵‍💫

2. Stress für den Beckenboden
Stell dir deinen Rumpf wie eine Cola-Dose vor. Wenn du in der Mitte (am Bauch) drückst, weicht der Druck nach oben und unten aus. Dieser konstante Druck nach unten belastet deinen Beckenboden und kann langfristig zu Schwäche oder Dysfunktionen führen.

3. Rückenschmerzen vorprogrammiert
Eine natürliche Stabilität im Rumpf entsteht durch das Zusammenspiel von Zwerchfell, Bauchmuskeln und Beckenboden. Wenn du den Bauch starr einziehst, störst du diese Synergie. Deine Wirbelsäule verliert an elastischer Stützkraft. ⚡️

Was kannst du tun?
Lass locker! Erlaube deinem Bauch, sich beim Einatmen sanft nach außen zu wölben. Eine aufrechte Haltung kommt nicht durch Luftanhalten, sondern durch eine bewegliche Wirbelsäule und eine freie Atmung.

Dein Körper dankt es dir mit:
✅ Mehr Energie durch bessere Sauerstoffaufnahme.
✅ Einem entspannten Nacken.
✅ Einem funktionstüchtigen Beckenboden.

Ertappst du dich auch oft dabei, wie du im Alltag den Bauch einziehst? Schreib es uns in die Kommentare – wir zeigen dir gerne Übungen, wie du wieder „frei“ wirst! 👇

„Atme ich eigentlich richtig?“ Diese Frage hören wir in der Praxis ständig. Die gute Nachricht vorab: Dein Körper ist ei...
27/02/2026

„Atme ich eigentlich richtig?“ Diese Frage hören wir in der Praxis ständig.

Die gute Nachricht vorab: Dein Körper ist ein Überlebenskünstler. Er sorgt dafür, dass du Sauerstoff bekommst, egal ob du gerade gestresst bist, Sport treibst oder schläfst. Ein „falsch“ im Sinne von lebensbedrohlich gibt es also erst mal nicht.

Aber: Es gibt einen Unterschied zwischen „Überleben“ und „Optimal versorgt sein“.

Dein Körper nutzt verschiedene Atemmuster für verschiedene Situationen. Das Problem entsteht erst dann, wenn wir in einem Muster feststecken, das eigentlich für eine ganz andere Situation gedacht ist.

Zwei Beispiele aus dem Alltag:

Der „Dauer-Stress-Modus“: Wenn du den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, aber so flach und schnell atmest, als würdest du gerade einen Marathon laufen. Das signalisiert deinem Nervensystem ständige Gefahr, macht dich müde und verspannt deinen Nacken.

Die „Schutz-Atmung“: Nach einer Operation oder bei Schmerzen im Brustkorb atmen wir oft sehr vorsichtig. Das ist kurzfristig sinnvoll, kann aber langfristig dazu führen, dass die Lunge nicht mehr voll belüftet wird.

Warum Atemphysiotherapie hilft:
Es geht nicht darum, dir das „eine richtige“ Atmen beizubringen. Es geht darum, dir deine Flexibilität zurückzugeben. Wir zeigen dir, wie du wieder tiefer in den Bauch atmest, wenn du Ruhe brauchst, oder wie du deine Lungenkapazität bei Belastung voll ausschöpfst.

Fazit: Dein Körper macht keinen Fehler, er passt sich an. Wir helfen dir nur dabei, wieder das effizienteste Muster für dein Wohlbefinden zu finden.

Hast du dich schon mal dabei ertappt, wie du in einer völlig entspannten Situation ganz flach atmest? Schreib es uns in die Kommentare! 👇

Wir alle haben diesen Satz schon gehört. Aber stimmt das anatomisch gesehen wirklich? 🧐Die kurze Antwort: Nicht ganz, ab...
13/02/2026

Wir alle haben diesen Satz schon gehört. Aber stimmt das anatomisch gesehen wirklich? 🧐

Die kurze Antwort: Nicht ganz, aber die Analogie hat einen wahren Kern. Als Physiotherapeuten schauen wir uns das Ganze auf zellulärer und biomechanischer Ebene an:

1. Die Physiologie der Inaktivität:
Wenn wir stundenlang starr sitzen, fährt unser Stoffwechsel in den „Stand-by-Modus“. Die Lipoproteinlipase. Ein Enzym, das Fett aus dem Blut in die Muskeln schleust, wird fast komplett inaktiv. Unser Blutzuckerspiegel steigt, und die Insulinsensitivität sinkt. Das ist der Punkt, an dem die Parallele zum Rauchen (Herz-Kreislauf-Risiko) gezogen wird.

2. Die Anatomie der Verkürzung:
Statisches Sitzen zwingt unseren Körper in eine unnatürliche Dauerbeugung.

M. Iliopsoas (Hüftbeuger): Er ist ständig in Annäherung und verliert an funktioneller Länge.

Glutealmuskulatur: Die Gesäßmuskeln werden buchstäblich „platt gesessen“ und neigen zur Amnesie (sie feuern nicht mehr richtig).

Die Wirbelsäule: Der passive Bandapparat wird überlastet, die Bandscheiben ungleichmäßig unter Druck gesetzt.

Kurzum: Das Problem ist nicht das Sitzen an sich. Unser Körper ist für jede Position gebaut, aber für keine auf Dauer. Die Gefahr liegt in der Monotonie.

💡 Unser Experten-Tipp:
Hör auf, nach dem „perfekten“ ergonomischen Stuhl zu suchen. Die nächste Position ist immer die beste! Wir nennen das „Dynamic Sitting“. Zappel rum, steh alle 30 Minuten kurz auf, verlagere dein Gewicht.

Anstatt das Sitzen zu verteufeln, sollten wir anfangen, die Bewegung zu glorifizieren.

Hast du heute schon mal deine Hüfte gestreckt? 🦵✨

Hast du dir heute schon Zeit für einen bewussten Atemzug genommen?Was oft wie ein esoterischer Ratschlag klingt, ist in ...
04/02/2026

Hast du dir heute schon Zeit für einen bewussten Atemzug genommen?

Was oft wie ein esoterischer Ratschlag klingt, ist in Wahrheit reine Biologie: Dein Atem ist die Fernbedienung für dein Nervensystem. In stressigen Momenten verfällst du oft automatisch in eine flache Brustatmung. Das signalisiert deinem Körper Alarmbereitschaft und hält dein Stresslevel oben.

Die physiologische Lösung: Durch gezielte Bauchatmung aktivierst du deinen Vagusnerv. Er ist der Hauptakteur deines Parasympathikus, also dem Teil deines Nervensystems, der für Erholung und Regeneration zuständig ist.

Indem du tief in den Bauch atmest, senkst du aktiv:
1. deine Herzfrequenz
2. deinen Blutdruck
3. die muskuläre Anspannung in deinem gesamten Oberkörper

Probier es direkt mal aus:

Lege eine Hand auf deinen Bauch und die andere auf deine Brust, genau wie auf dem Bild.

Spüre, wie die Einatmung deinen Bauch sanft nach außen wölbt, während die Brust ganz ruhig bleibt.

Atme dann doppelt so lange aus, wie du eingeatmet hast.

Schon drei Wiederholungen reichen aus, um deinem Gehirn zu signalisieren: „Du bist sicher. Du darfst dich entspannen.“

Atemtherapie ist mehr als nur Entspannung es ist aktives Gesundheitsmanagement für deinen Körper und deinen Geist.

Hast du Fragen dazu, wie du deine Atmung im Alltag verbessern kannst? Schreib uns eine Nachricht oder komm direkt bei uns in der Praxis vorbei!

Du möchtest deine Atmung im Alltag verbessern? Hier 3 einfache Tipps:Bewusstes Ausatmen – verlängere deine Ausatmung. Da...
30/10/2025

Du möchtest deine Atmung im Alltag verbessern? Hier 3 einfache Tipps:

Bewusstes Ausatmen – verlängere deine Ausatmung. Das beruhigt sofort.

Haltung prüfen – sitze oder stehe aufrecht, damit das Zwerchfell Platz hat.

Atempausen nutzen – nimm dir mehrmals täglich 2 Minuten Zeit, um nur auf deine Atmung zu achten.

Kleine Veränderungen – große Wirkung!

Adresse

BaldurStr. 29
Munich
80637

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