18/01/2019
Besonders die partnerschaftliche Beziehung mit einem narzisstisch gestörten Menschen kann zu tiefen, psychischen Wunden führen. So sehr er seinem „Objekt der Begierde“ in der Balzphase das Gefühl gibt, etwas Besonderes zu sein, so schnell ändert sich sein Verhalten, wenn er das Gefühl hat, es für sich gewonnen zu haben. Da die Frauen, die er auswählt, wie beim letzten Mal beschrieben, durchaus einiges zu bieten haben, besteht in seinen Augen immer die Gefahr, dass sie ihn für jemand „Besseren“ verlassen könnten. Deswegen wird er ab jetzt alles tun, um das Selbstbewusstsein und den Selbstwert seiner Partnerin immer weiter abzutragen, denn sie muss kleiner sein, als er sich innerlich fühlt, damit sie bei ihm bleibt. Wenn sie sich selbst als nicht attraktiv, intelligent oder liebenswert genug empfindet, kann sie ja „nur froh sein“, ihn zu haben. So hört sie dann immer öfter liebevoll gesäuselte „Kosenamen“, die in Wirklichkeit eine ihrer vermeintlichen Schwächen beschreiben, sie wird herablassend behandelt, nach dem Motto „mein kleines Dummerchen“ und wird vielleicht bezüglich ihrer Kleiderwahl gemaßregelt. Das sind nur ein paar Beispiele, wie der Narzisst versuchen kann, seine Partnerin klein zu halten. Liebe Frauen (aber natürlich gilt das auch für Männer, die sich in einer Beziehung mit einer narzisstischen Partnerin befinden): Wenn euch das bekannt vorkommt, überprüft bitte, ob euch eure Partnerschaft wirklich guttut. Denn ein Narzisst wird sich nicht ändern, er versucht nur, euch in die Form zu pressen, in der er euch haben möchte. Ich will niemanden animieren, sich Hals über Kopf von seinem Partner zu trennen, aber ich möchte ein Bewusstsein dafür schaffen, wie schädlich es für die eigene Persönlichkeit und für die eigene Entwicklung sein kann, wenn man mit so jemandem zusammen ist. Und ich möchte auch nicht nur Negatives über Menschen mit narzisstischen Tendenzen verbreiten, deswegen geht es am Montag darum, was wir von ihnen lernen können.