19/04/2026
Zucker macht nicht nur dick – er kann das Depressionsrisiko um 23 Prozent erhöhen
Die negativen Folgen von Zucker beschränken sich keineswegs auf Zähne oder Körpergewicht. Eine grosse britische Langzeitstudie mit über 10.000 Teilnehmern zeigt: Wer täglich mehr als 67 Gramm zugesetzten Zucker konsumiert – etwa über Süssigkeiten, Softdrinks, Kuchen oder gesüsste Getränke – hat ein deutlich erhöhtes Risiko, innerhalb der nächsten fünf Jahre eine psychische Störung wie Angstzustände oder Depressionen zu entwickeln. Im Vergleich zu Männern mit einem Konsum unter 40 Gramm lag das Risiko um 23 Prozent höher.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um den natürlichen Zucker aus Früchten oder vollwertigen Kohlenhydraten. Gemeint ist industriezugesetzter Zucker – also Haushaltszucker, Glucose, Fructose und andere Zuckerarten, die Fertigprodukten oder Getränken beigefügt werden. Besonders brisant: Offizielle Ernährungsempfehlungen erlauben bis zu 10 Prozent der täglichen Kalorien in Form von Zucker. Doch bereits ein Mehrverzehr von rund 11 Gramm über diesem Richtwert war in der Studie mit einem erhöhten Depressionsrisiko verbunden.
Lange war unklar, ob depressive Menschen einfach mehr Zucker essen – oder ob Zucker tatsächlich psychische Erkrankungen begünstigt. Die Auswertung der Whitehall-Studie II zeigt klar: Erst kommt der hohe Zuckerkonsum, dann steigt das Risiko für Depressionen. Kurzfristig mag Zucker die Stimmung heben. Langfristig jedoch scheint er genau das Gegenteil zu bewirken.
Wie erleben Sie das in Ihrem Alltag? Beobachten Sie bei sich einen Zusammenhang zwischen zuckerreicher Ernährung und Stimmungsschwankungen oder emotionalen Tiefs?
Mehr Hintergründe und Details zur Studie lesen Sie hier:
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/news/gesundheit/allgemein-gesundheit/zucker-depressionen