10/12/2025
Kleidergrößen sind längst nicht mehr objektive Maße, sondern ein Produkt eines Systems, das Frauenkörper in „richtig“ und „falsch“ einteilt. Die Modeindustrie operiert seit Jahrzehnten mit künstlich verkleinerten Größen, stark retuschierten Körpern und einem Schönheitsideal, das kaum jemand in der Realität erfüllt. Dieses Ideal verkauft sich – und genau deshalb wird es aufrechterhalten.
Denn Unsicherheit der Frauen ist ein Geschäftsmodell: Wer sich nicht gut genug fühlt, kauft mehr. Mehr Kleidung, mehr „Shapewear“, mehr Produkte, die versprechen, den Körper in ein Ideal zu pressen, das nie für reale Frauen gemacht war.
Die Folgen: Frauen schämen sich für vollkommen normale Körper. Sie glauben, sie seien das Problem – statt zu erkennen, dass das System bewusst so gestaltet ist, dass fast niemand reinpasst.
Dabei sind Körper vielfältig, dynamisch und absolut legitim, egal welche Zahl im Etikett steht. Was sich ändern muss, ist nicht der Körper der Frauen, sondern die Art, wie die Modeindustrie Körper darstellt, bewertet und vermarktet. Solange Größen uneinheitlich bleiben und unrealistische Körper als Norm präsentiert werden, wird Scham immer ein Nebenprodukt sein – nicht, weil Frauen falsch sind, sondern weil die Standards es sind. In vielen Fällen kann dies die Entwicklung einer Essstörung fördern!! vielen Dank für diesen Beitrag