Interdisziplinäres HIV Zentrum IZAR am TUM Klinikum Rechts der Isar

Interdisziplinäres HIV Zentrum IZAR am TUM Klinikum Rechts der Isar Für Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko bieten wir im Rahmen unserer Spezialsprechstunde auch Beratung zur HIV Präexpositionsprophylaxe (PrEP) an.

Interdisziplinäres HIV Zentrum IZAR am TUM Klinikum Rechts der Isar in München: Beratung, Prävention, Diagnostik & Therapie rund um sexuell übertragbare Erkrankungen Das Interdisziplinäre HIV Zentrum (IZAR) am TUM Klinikum Rechts der Isar in München bietet Beratung, Prävention, Diagnostik und Therapie sexuell übertragbarer Erkrankungen und Infektionen, chronischer Virushepatitiden und HIV und AIDS

. Im Rahmen engerer Kooperationen mit den beteiligten anderen Kliniken des TUM Klinikums kann eine interdisziplinäre Betreuung für HIV-Patientinnen und Patienten angeboten werden. Neben der therapeutischen Betreuung kann über die medizinische Nothilfe 24h/365 Tage im Jahr Beratung zur HIV Postexpositionsprophylaxe (PEP) angeboten werden. Unser Zentrum ist aktiv an der Forschung im Bereich HIV/Infektiologie beteiligt und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung. Vereinbaren Sie gerne einen Termin zur persönlichen Beratung. Unsere Sprechstunden im Überblick:

- Montag, 8:30 - 16 Uhr:
Allgemeine Infektiologie / Hepatitis-Sprechstunde und HIV PrEP- / STI-Beratung

- Dienstag, 8:30 - 16 Uhr:
Allgemeine Infektiologie / Hepatitis-Sprechstunde und HIV PrEP- / STI-Beratung

- Mittwoch, 8:30 - 16 Uhr:
Allgemeine Infektiologie / Hepatitis-Sprechstunde und HIV PrEP- / STI-Beratung

- Donnerstag, 8:30 - 16 Uhr:
Allgemeine und spezielle Infektiologie / Hepatologie-Sprechstunde und HIV PrEP- / STI-Beratung

- Freitag, 9:00 - 14 Uhr:
Allgemeine Infektiologie / Hepatitis-Sprechstunde und dermatologisch-infektiologische Sprechstunde

Eine Patientin kommt mit Fieber aus dem Urlaub zurück. Wenige Tage später landet sie in einem lebensbedrohlichen Zustand...
23/04/2026

Eine Patientin kommt mit Fieber aus dem Urlaub zurück. Wenige Tage später landet sie in einem lebensbedrohlichen Zustand auf der Intensivstation.

Mit solch einem Fall stand PD Dr. med. Johanna Erber von unserem Interdisziplinären HIV-Zentrum IZAR auf der Bühne des in München – einem der weltweit wichtigsten Kongresse für Infektionsmedizin mit über 18.000 Teilnehmenden.

Die Infektiologin wurde als eine von weltweit nur sieben Ärztinnen und Ärzten für die Fallpräsentation ausgewählt und erhielt für ihre Leistung ein Reisestipendium.

In ihrem Vortrag berichtete sie von einer jungen Frau, die sich nach einer Reise nach Vietnam mit einem fieberhaften Infekt in unserer Notaufnahme vorstellte und am Folgetag wegen Sepsis auf die Intensivstation verlegt werden musste.

Unser Oberarzt Prof. Jochen Schneider wurde früh um Rat gefragt und stellte rasch die Verdachtsdiagnose Scrub Typhus (auch Tsutsugamushi-Fieber) – eine Infektionskrankheit, die durch kleine Bakterien übertragen wird, die in Milbenlarven leben.

Die Diagnose konnte aufgrund komplexer Diagnostik, die unter anderem im Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr und am Bernhard Nocht Institut in Hamburg durchgeführt wurde, erst nach sieben Tagen gesichert werden.

Entscheidend war bei diesem Fall aber nicht das endgültige Laborergebnis, sondern die die frühe therapeutische Entscheidung: Noch bevor alle Laborergebnisse vorlagen, wurde eine gezielte antibiotische Therapie mit Doxycyclin begonnen und zeigte rasch eine deutliche Besserung. Nach neun Tagen konnte die Patientin ohne Folgen der Infektion entlassen werden.

„Gerade bei importierten Infektionen kann ein einziger Tag entscheidend sein. Wenn wir zu spät behandeln, kann aus einer gut therapierbaren Erkrankung schnell ein lebensbedrohlicher Verlauf werden“, erklärt PD Dr. Erber, Fachärztin für Innere Medizin, Intensiv- und Notfallmedizin.

Wichtig zu wissen:Tsutsugamushi-Fieber spricht nicht auf Standardantibiotika an. Ohne gezielte Therapie kann die Infektion schnell zu schwerem Organversagen führen. Umso wichtiger ist es, solche Diagnosen überhaupt zu erwägen. „Ein kleiner Hinweis in der Anamnese oder ein unscheinbarer Hautbefund kann der Schlüssel sein – wenn man ihn aktiv sucht“, betont die Medizinerin.

Der Fall wurde gemeinsam mit einem Münchner Team aus moderner Infektionsmedizin aufgearbeitet. Beteiligt waren neben PD Dr. Erber Dr. Luis Hinterwaldner, Carolina Corredor Obregon, Dr. Sabine Zange, Dr. Eva Ortner, Dr. Fabian Kleinhenz, Dr. Laura Wagner, Prof. Christoph D. Spinner, PD Dr. Ulrich Mayr, Prof. Tobias Lahmer und Prof. Jochen Schneider.

Die Vorstellung des besonderen Patientenfalls vor rund 2.000 Zuhörenden und die anschließende Diskussion mit einem internationalen Expertengremium im Rahmen der sogenannten Clinical Grand Rounds waren für PD Dr. Erber ein Highlight: „Die Clinical Grand Rounds zählten schon immer zu meinen Lieblingssitzungen bei ESCMID, weil man dort sieht, wie aus einem schwierigen Fall durch gemeinsames Denken eine klare medizinische Entscheidung wird“, erklärt sie.

Unser HIV-Zentrum IZAR ist Teil der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II am TUM Klinikum Rechts der Isar – eine interdisziplinäre Spezialambulanz für HIV und komplexe Infektionskrankheiten. Bei Bedarf vermitteln wir in weitere Kliniken, Abteilungen und Institute unseres Universitätsklinikums.

Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet das:
✔ schnelle diagnostische Abklärung auch bei schweren Verläufen
✔ unmittelbare interdisziplinäre Therapieentscheidungen
✔ spezialisierte Expertise bei seltenen und importierten Infektionen
✔ moderne, ganzheitliche HIV-Versorgung mit langfristiger Betreuung

Fachschaft Medizin TUM TU München Gesundheitsreferat München Judith Gerlach, MdL Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention

HIV „Towards zero“ – Anspruch und RealitätWie kommt moderner medizinischer Fortschritt wirklich im Alltag der Menschen a...
19/04/2026

HIV „Towards zero“ – Anspruch und Realität

Wie kommt moderner medizinischer Fortschritt wirklich im Alltag der Menschen an? Unter anderem um diese zentrale Frage ging es gestern auf der , einem der wichtigsten internationalen Kongresse zur Infektionsmedizin, an der Messe München.

Denn: Die antiretrovirale HIV-Therapie ist heute sehr wirksam und schützt zuverlässig vor Übertragungen. Trotzdem steigt die Zahl der HIV-Neuinfektionen an, auch in Deutschland.

Als Chair eines HIV-Symposiums zusammen mit Prof. Claudia P. Cortés aus Chile hat Infektiologe Prof. Christoph Spinner, Leiter unseres HIV-Zentrums IZAR am TUM Klinikum Rechts der Isar in München, es klar formuliert:

„Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem. Towards zero ist erreichbar. Aber nur, wenn Fortschritt auch im Alltag der Menschen mit HIV ankommt.“

Was bedeutet das konkret?
95% der Menschen mit HIV sollen Ihre Diagnose kennen, 95% davon in medizinischer Versorgung sein und 95% erfolgreich behandelt und unter Nachweisgrenze sein.

Innovationen wie Long-acting, injizierbare Therapien können eine große Chance für Menschen mit HIV sein: Statt täglicher Tabletten gibt es in bestimmten Abständen eine Injektion.

Das kann bedeuten:
✓ weniger Erinnerung an die Erkrankung
✓ keine Notwendigkeit der täglichen Tabletten-Einnahme
✓ mehr Normalität im Leben mit HIV

Selbstverständlich bieten wir bei uns am IZAR auch injizierbare Long-acting Therapien an.

Prof. Spinner sagt dazu: „Wir haben heute die Möglichkeit, HIV-Therapie individueller denn je zu gestalten – und genau das müssen wir auch tun. Long-acting Therapien können für viele Patientinnen und Patienten ein wichtiger Schritt zu wirksamer Therapie und hin zu mehr Lebensqualität sein.“

Unser Ziel am Interdisziplinären HIV-Zentrum IZAR am TUM Klinikum: die Therapie finden, die realistisch zu Ihrem Leben passt.

Wir stehen für eine moderne, diskriminierungsfreie und hochspezialisierte Versorgung rund um HIV und sexuell übertragbare Infektionen, etwa Chlamydien, Gonorrhö oder Syphilis. Wir begleiten Menschen mit HIV ganzheitlich, von der Diagnose bis zur langfristigen Therapie.

Außerdem bieten wir:
✓ individuelle, vertrauliche Beratung
✓ moderne Diagnostik und Therapie
✓ Prävention mit PrEP und PEP
✓ Zugang zu aktuellen Therapiestudien

Gerne sind wir in allen Fragen der sexuellen Gesundheit für Sie da:
📞 Tel.: 089 / 4140-2451
📧 E-Mail: IZAR@mri.tum.de

Aus dem TUM Klinikum waren gestern auf der ESCMID Global (Foto 1, von links):
- Prof. Dr. Jochen Schneider, IZAR
- Prof. Dr. Christoph Spinner, IZAR
- PD Dr. Johanna Erber, IZAR
- Sandra Risteri, Pflegekoordinatorin der Sonderisolierstation
- Dr. Susanne Feihl, Oberärztin Antibiotic Stewardship

Heute wird Prof. Spinner auf der ESCMID einen Vortrag zu COVID halten.

Ihr Team des IZAR
www.mri.tum.de/hiv-zentrum-izar

Fachschaft Medizin TUM TU München Münchner Aids-Hilfe Schwul-Queeres Zentrum Sub e.V. Deutsche Aidshilfe Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG) Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention Judith Gerlach, MdL

Job-Tipp: MFA (w/m/d) in der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II am TUM Klinikum Rechts der Isar, mit Einsatz im...
18/04/2026

Job-Tipp: MFA (w/m/d) in der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II am TUM Klinikum Rechts der Isar, mit Einsatz im HIV-Zentrum IZAR – dort, wo Medizin, Menschlichkeit und Spezialisierung zusammenkommen

Alle Informationen & Bewerbung innerhalb von 2 Minuten:
https://karriere.tumklinikum.de/de/jobs/409-mfa-m-w-d-gastroenterologie

Sie wünschen sich einen Arbeitsplatz, an dem Teamgeist, Wertschätzung und Sinn im Mittelpunkt stehen? Sie möchten Patientinnen und Patienten in einem besonders sensiblen und wichtigen medizinischen Bereich begleiten und gleichzeitig Teil eines starken, interdisziplinären Teams sein? Dann möchten wir Sie auf diese spannende Job-Chance bei uns am IZAR aufmerksam machen:

➔ MFA (m/w/d) – Innere Medizin II (Gastroenterologie mit Diabetologie und Infektiologie) im TUM Klinikum in München

Freuen Sie sich auf einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag in einem engagierten Team, in dem Sie Patientinnen und Patienten kompetent begleiten und aktiv zum reibungslosen Ablauf beitragen.

Ihre Aufgaben:
• Empfang und Aufnahme von Patienten
• Terminmanagement & Koordination von Untersuchungen
• Organisation des Sprechstundenablaufs
• Dokumentation & Vorbereitung der Abrechnung
• Unterstützung von Ärztinnen und Pflegekräften
• Blutentnahmen und Injektionen

Ihr Profil:
• Ausbildung als MFA, Pflegefachkraft oder vergleichbar
• Sicher im Umgang mit MS Office
• Einfühlungsvermögen, Teamgeist & Organisationstalent

Das erwartet Sie:
• Viele Benefits (z. B. EGYM Wellpass, Rabatte, Mensa)
• Zentrale Lage in München mit top Anbindung
• Betriebliche Altersvorsorge
• Ein spannendes, interdisziplinäres Arbeitsumfeld

📍 Voll- oder Teilzeit | befristet (24 Monate)
📌 Stellen-Nr.: 26_04_007

📞 Kontakt:
Betül Ipekli, Tel. 089 / 4140 8921

Das spricht Sie an? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung – oder teilen Sie den Beitrag mit jemandem, für den diese Stelle passen könnte.

Jetzt MFA (m/w/d) - Gastroenterologie am Stammgelände bei TUM Klinikum Rechts der Isar befristet (24 Monate) in Voll- und Teilzeit für Berufserfahrene & Absolventen!

Was gerät aus dem Blick, wenn wir Menschen zu sehr durch Diagnosen betrachten? „Es geht nicht nur darum, Krankheiten zu ...
30/03/2026

Was gerät aus dem Blick, wenn wir Menschen zu sehr durch Diagnosen betrachten?

„Es geht nicht nur darum, Krankheiten zu benennen, sondern darum, Menschen nicht darauf zu reduzieren“, betont Prof. Christoph Spinner, Leiter unseres Interdisziplinären HIV-Zentrums IZAR am TUM Klinikum Rechts der Isar. „Daran haben uns die 20. Münchner AIDS- und Infektiologie-Tage in Berlin eindrücklich erinnert.“

Gestern haben wir auch über Mental Health im Kontext von HIV gesprochen, nach einem Vortrag von PD Dr. Joram Ronel, Chefarzt der größten psychosomatisch-psychiatrischen Einheit an der Klinik Barmelweid in der Schweiz. Gemeinsam mit Prof. Spinner hat er vor knapp 15 Jahren unser IZAR aufgebaut.

Die Impulse von PD Dr. Ronel wirken nach:

- Zwischen enormem medizinischem Fortschritt und wachsender Aufmerksamkeit für psychische Gesundheit zeigt sich: Nicht alles, was sichtbarer wird, wird automatisch auch besser verstanden.

- Die zunehmende Offenheit gegenüber psychischen Diagnosen kann ein echter Fortschritt sein – weniger Stigma, mehr Worte für das, was Menschen belastet. Gleichzeitig entstehen neue Herausforderungen: Übermedikation, fehlende Therapieplätze für Schwerkranke und die Gefahr, dass wir beginnen, alltägliche Krisen zu pathologisieren.

- Und mittendrin eine leise, unbequeme Wahrheit: Einsamkeit. Gerade im Kontext von HIV bleibt sie oft unsichtbar, und doch prägend. Sie passt in keine Diagnose, steht in keiner Leitlinie und wird deshalb im Alltag leicht übersehen. Die Folge: Menschen, die sich einsam fühlen, bekommen nicht die Unterstützung, die sie eigentlich brauchen, und fühlen sich trotz guter medizinischer Versorgung nicht wirklich erreicht.

Prof. Spinner bringt es auf den Punkt: „Medizinischer Fortschritt allein reicht nicht aus. Wenn wir Stigma, Diskriminierung und Einsamkeit nicht überwinden, bleiben wir in der Bekämpfung von HIV hinter unseren Möglichkeiten zurück.“

Fachschaft Medizin TUM TU München Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention Judith Gerlach, MdL Gesundheitsreferat München

Was bedeutet gute HIV-Versorgung heute – und wie können wir sie weiter verbessern? Mit dieser Frage im Gepäck war PD Dr....
29/03/2026

Was bedeutet gute HIV-Versorgung heute – und wie können wir sie weiter verbessern? Mit dieser Frage im Gepäck war PD Dr. Johanna Erber, Fachärztin an unserem Interdisziplinären HIV Zentrum IZAR am TUM Klinikum Rechts der Isar, diese Woche nach Bukarest gereist, zum HIV Advanced Training Forum 2026.

Nur 40 junge Ärztinnen und Ärzte aus ganz Europa wurden für dieses Stipendium ausgewählt. PD Dr. Erber hatte die besondere Ehre, als einzige Vertreterin aus Deutschland dabei zu sein.

Junge Mediziner für eine moderne, patientenzentrierte HIV-Versorgung zu stärken: So lautete das Ziel des zweitägigen, von führenden europäischen Fachgesellschaften und Universitäten organisierten Trainings.

Im prunkvollen Parlamentspalast ging es um die gesamte Versorgung von Menschen mit HIV – von der frühen Diagnose über aktuelle Therapien bis hin zur langfristigen Begleitung im Alltag. Auch Themen wie Prävention, Impfungen, Begleiterkrankungen und Lebensqualität im Alltag spielten eine wichtige Rolle.

„Der intensive Austausch über reale Patientenfälle hat das Training für mich besonders wertvoll gemacht. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus ganz Europa konkrete Patientensituationen zu diskutieren und dabei von sehr erfahrenen HIV-Expertinnen und -Experten zu lernen, war unglaublich bereichernd. Gleichzeitig sind viele neue Kontakte entstanden. Diese internationale Vernetzung ist aus meiner Sicht entscheidend für Fortschritte in der HIV-Medizin – sie hilft, eigene Stärken und Schwächen besser zu erkennen und erfolgreiche Ansätze aus anderen Ländern mitzunehmen und in die eigene Arbeit zu integrieren”, beschreibt sie ihre Erfahrung.

Ein Highlight: Sie durfte die HIV-Situation Deutschlands vorstellen. Gleichzeitig konnte sie aus erster Hand erleben, wie andere Länder Patientinnen und Patienten mit HIV versorgen.

PD Dr. Erber hat neues Wissen mit nach München gebracht. Am IZAR nutzen wir es gemeinsam, um die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten weiterzuentwickeln und zu verbessern.

TU München Fachschaft Medizin TUM European AIDS Clinical Society

„Vor 40 Jahren war HIV ein Todesurteil. Heute ist die chronische Erkrankung gut behandelbar.“Bei den Münchner AIDS- und ...
28/03/2026

„Vor 40 Jahren war HIV ein Todesurteil. Heute ist die chronische Erkrankung gut behandelbar.“

Bei den Münchner AIDS- und Infektiologie-Tagen in Berlin hat Prof. Christoph Spinner, Leiter unseres Interdisziplinären HIV Zentrums IZAR am TUM Klinikum Rechts der Isar, heute in der Hauptsession den State-of-the-ART Vortrag „HIV-Therapie im Wandel“ gehalten.

Wie sich die HIV-Therapie seit den 1980er Jahren entwickelt hat, zeigte er eindrücklich auf, und erklärte: „Unter früh begonnener antiretroviraler Therapie können Menschen mit HIV heute eine nahezu normale Lebenserwartung erreichen und ein unbeschwertes Leben führen. Moderne Medikamente wirken gezielt gegen das Virus, sind gut verträglich und ermöglichen es, die Viruslast dauerhaft unter die Nachweisgrenze zu senken, sodass HIV unter Therapie nicht übertragbar ist.“

Auf die Zukunft der HIV-Therapie ging Prof. Spinner im zweiten Teil seines Vortrags ein.

Im Fokus stehen neue Ansätze, die den Alltag zusätzlich erleichtern sollen:

✓ länger wirksame Medikamente, die seltener eingenommen werden müssen

✓ vereinfachte Therapieschemata

✓ und innovative Wirkprinzipien, die noch gezielter ansetzen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in aller Welt arbeiten daran, die HIV-Behandlung nicht nur wirksam, sondern auch so unkompliziert und gut integrierbar wie möglich zu gestalten.

Wir sind stolz, dass das IZAR-Team in Berlin zeigt, wie Wissenschaft, Therapie und innovative Technologien zusammenkommen, um die Lebensqualität von Menschen mit HIV weltweit zu verbessern. Wir wollen die Entwicklungen aktiv begleiten und dazu beitragen, dass sie möglichst vielen Menschen zugutekommen.

TU München Fachschaft Medizin TUM BLG - Fachschaft Medizin der LMU München Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention Judith Gerlach, MdL Gesundheitsreferat München Deutsche Aidshilfe Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG) Münchner Aids-Hilfe Schwul-Queeres Zentrum Sub e.V. Schwulissimo Gay-Magazin

Wie kann ein Chatbot dabei helfen, HIV-Infektionen zu verhindern?Am Interdisziplinären HIV Zentrum IZAR am TUM Klinikum ...
28/03/2026

Wie kann ein Chatbot dabei helfen, HIV-Infektionen zu verhindern?

Am Interdisziplinären HIV Zentrum IZAR am TUM Klinikum Rechts der Isar wollen wir die Chancen der Digitalisierung gezielt nutzen, um Menschen besser zu erreichen und damit die HIV-Prävention und Versorgung spürbar zu verbessern. Denn gute Medizin beginnt oft dort, wo Menschen nach Informationen suchen.

Aktuell sind wir mit unserem Team bei den Münchner AIDS- und Infektiologie-Tagen in Berlin. Heute Früh hat Melanie Mayr, wissenschaftliche Mitarbeiterin am IZAR, ein neues Projekt vorgestellt, das uns besonders am Herzen liegt und das wir gemeinsam mit der McGill University in Kanada vorantreiben: ein digitaler „Patient Companion“ – also ein Chatbot, der Menschen mit Risiko einer HIV Infektion begleitet, informiert und unterstützt.

Warum wäre ein solcher Chatbot eine große Chance? „Noch immer haben viele Menschen keinen guten Zugang zu verständlichen Informationen über HIV und vor allem HIV-Infektionsrisiken. Sprachbarrieren, Unsicherheit und fehlende Angebote spielen dabei eine große Rolle. Gleichzeitig wissen wir, dass jede zweite HIV-Diagnose in Deutschland und Europa Menschen mit Migrationshintergrund betrifft“, erklärt Melanie Mayr.

In Kanada wurde bereits erfolgreich ein „Patient Companion“ entwickelt. Er heißt Marvin. Der Chatbot nutzt künstliche Intelligenz und liefert rund um die Uhr geprüfte, verlässliche Informationen zum Leben mit HIV, von Prävention bis Therapie.

Studien zeigen: Marvin funktioniert gut und wird von Nutzerinnen und Nutzern angenommen. Viele erleben ihn als leicht zugänglich, verständlich und vertrauenswürdig, gerade bei sensiblen Themen.

„Chatbots können Menschen im Alltag unterstützen und helfen, HIV-Risiken früher zu erkennen und gezielt Schutzmöglichkeiten zu nutzen. Aber es ist klar, dass solche Lösungen weiterentwickelt werden müssen, um ihr volles Potenzial zu entfalten“, erklärt Melanie Mayr.

Daran arbeiten wir nun, gemeinsam mit internationalen Partnern und in enger Kooperation mit der Münchner Aids-Hilfe. Wir möchten dieses Konzept weiterentwickeln und an die Bedürfnisse von Menschen in Deutschland anpassen.

Wir sind noch bis morgen in Berlin, halten Vorträge und nehmen viele spannende Impulse mit. Hier auf unserer Facebook-Seite halten wir Sie gerne weiter auf dem Laufenden.

Weitere Informationen zur Studie „The first AI-based Chatbot to promote HIV self-management: A mixed methods usability study“, veröffentlicht in „HIV Med“, 2025:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39390632/

TU München Fachschaft Medizin TUM BLG - Fachschaft Medizin der LMU München Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention Judith Gerlach, MdL Gesundheitsreferat München Deutsche Aidshilfe Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG) Schwul-Queeres Zentrum Sub e.V. Schwulissimo Gay-Magazin

Sonderisolierstation wiedereröffnet: Gestern war ein besonderer Tag für unser Team der Infektiologie am TUM Klinikum Rec...
19/03/2026

Sonderisolierstation wiedereröffnet: Gestern war ein besonderer Tag für unser Team der Infektiologie am TUM Klinikum Rechts der Isar, zu der auch unser Team des Interdisziplinären HIV-Zentrums IZAR zählt. Gemeinsam mit vielen Kolleginnen und Kollegen sowie Journalistinnen und Journalisten durften wir die Wiedereröffnung der Sonderisolierstation 10d in der München Klinik feiern, auch wenn wir hoffen, dass sie niemals zum Einsatz kommen wird.

Die Station betreiben wir seit Januar 2026 gemeinsam mit dem LMU Klinikum. Sie ist die einzige in Bayern, in der Patientinnen und Patienten mit besonders gefährlichen Infektionen wie Ebola, Lassa oder Krim-Kongo-Fieber behandelt werden können. Nach zweijähriger Modernisierung, gefördert durch den Freistaat Bayern, ist die Station nun wieder einsatzbereit.

Betroffene erhalten hier optimale Versorgung, während das Personal unter maximal sicheren Bedingungen arbeitet.

LUFTDICHTE HOCHSICHERHEITSANZÜGE

„Im Isolationszimmer arbeiten wir im Unterdruck, während unsere Schutzanzüge mit Überdruck funktionieren – das allein macht jeden Handgriff anspruchsvoller“, informiert unsere Fachärztin PD Dr. Johanna Erber (Foto 1, links) über die Arbeitsbedingungen in den luftdichten gelben Hochsicherheitsanzügen aus speziellem Kunststoff. „Wir kommunizieren per Sprechfunk, sind durch mehrere Schichten voneinander getrennt und tragen zwei bis drei Paar Handschuhe. Selbst einfache Tätigkeiten wie eine Blutabnahme werden so zur Herausforderung. Deshalb können wir auch nur für begrenzte Zeit im Einsatz sein – die Arbeit ist hochkonzentriert und körperlich fordernd.“

TEAMS WERDEN LAUFEND GESCHULT

Prof. Christoph Spinner, Leiter der Infektiologie am TUM Klinikum, erklärt: „Die Verantwortung für die Station liegt bis 2028 bei der München Klinik. Danach übernehmen die Universitätsklinika der TUM und der LMU. Unsere Teams werden laufend geschult und sind jederzeit einsatzbereit.“

Wir sind stolz auf unser Team und die enge Zusammenarbeit zwischen München Klinik, LMU und TUM. Die Station zeigt eindrucksvoll, wie gut wir für seltene, aber hochriskante Infektionsfälle vorbereitet sind – ein beruhigendes Sicherheitsnetz für Patientinnen und Patienten sowie für unser Personal. Gleichzeitig hoffen wir, dass diese Expertise nur im Hintergrund wirken muss.

KLICKTIPPS FÜR WEITERE INFORMATIONEN

➔ Ausführlicher Artikel im Stern:
https://www.stern.de/gesellschaft/regional/bayern/infektionskrankheiten--ebola-und-lassa--muenchner-aerzte-fuer-extrem-faelle-geruestet-37233162.html

➔ Beitrag bei 17:30 Sat 1 Bayern:
https://www.facebook.com/reel/920200087276576

➔ Beitrag bei München TV, mit PD Dr. Erber:
https://www.muenchen.tv/, 7:34 - 10:24 min

Fachschaft Medizin TUM TU München Gesundheitsreferat München Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention

„Die   ist vorbei, HIV aber nicht“: Welche Impulse die Konferenz in Denver setzte und warum wir im Kampf gegen HIV nicht...
26/02/2026

„Die ist vorbei, HIV aber nicht“: Welche Impulse die Konferenz in Denver setzte und warum wir im Kampf gegen HIV nicht nachlassen dürfen

Neue antivirale Wirkstoffe, innovative Depottherapien mit langen Dosierungsintervallen und vielversprechende neue Erkenntnisse zur HIV-Prävention und -Therapie: Wie kraftvoll wissenschaftlicher Fortschritt sein kann, habe die Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections ( ) demonstriert, berichtet Prof. Christoph Spinner, Leiter unseres Interdisziplinären HIV Zentrums IZAR am TUM Klinikum Rechts der Isar. Die CROI zählt zu den bedeutendsten internationalen HIV-Konferenzen.

„Sie war eine mitreißende und inspirierende Erfahrung. Die Präsentation neuer Daten hat mir wieder gezeigt, wie weit die Wissenschaft bereits gekommen ist – und welch enormes Potenzial noch vor uns liegt auf dem Weg zu einer HIV-freien Zukunft und einer möglichen Heilung von HIV.“

Der Infektiologe fordert: „Diese Dynamik darf nun nicht im Konferenzsaal bleiben. Wir müssen Forschung, Versorgung und gesellschaftliches Engagement noch besser zusammenbringen.“

Besonders der antiviralen HIV-Prävention und -Therapie komme eine große Bedeutung zu, betont Prof. Spinner. „Im Rahmen der Konferenz wurden einige neue Wirkstoffkombinationen vorgestellt, die zum Teil auch als Depotpräparate einmal pro Woche, alle vier Monate oder in noch größeren Abständen verabreicht werden können. Die Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit sind vielversprechend. Ihre Verfügbarkeit könnte das Leben für Menschen mit HIV weiter deutlich vereinfachen und die Therapie in besonderen Gruppen noch wirksamer machen.“

Die entscheidende Frage sei nicht nur, was wissenschaftlich möglich ist, sondern wie schnell diese Fortschritte in die Versorgung gebracht werden können.

„Wir dürfen nicht nachlassen“, mahnt der HIV-Experte, „gerade angesichts globaler und politischer Herausforderungen. HIV ist heute behandelbar, aber nicht besiegt. Wenn wir jetzt mutig handeln, Innovation fördern und Prävention stärken, können wir die Epidemie nachhaltig zurückdrängen. Das ist kein fernes Ziel, sondern eine gemeinsame Aufgabe.“

Unser Anspruch am IZAR in München:
- Forschung rund um HIV und STI weiter vorantreiben
- Moderne Therapien zugänglich machen
- Prävention stärken
- Stigmatisierung abbauen
- Politische und gesellschaftliche Verantwortung einfordern

Fachschaft Medizin TUM BLG - Fachschaft Medizin der LMU München TU München Gesundheitsreferat München Bayerischer Landtag Deutsche Aidshilfe Deutsche AIDS-Stiftung Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG) Münchner Aids-Hilfe Schwul-Queeres Zentrum Sub e.V. Caritas München und Oberbayern

HIV verstehen, aktiv bekämpfen und Prävention leben: Einblicke in die Konferenz   in den USAWie Forschung, Aktivismus un...
25/02/2026

HIV verstehen, aktiv bekämpfen und Prävention leben: Einblicke in die Konferenz in den USA

Wie Forschung, Aktivismus und Prävention zusammenwirken, um HIV effektiv und nachhaltig zu bekämpfen, zeigt die 33. Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections in Denver, USA, eindrücklich. Prof. Christoph Spinner, Leiter unseres Interdisziplinären HIV Zentrums IZAR am TUM Klinikum Rechts der Isar, ist vor Ort und erklärt, warum die Erkenntnisse für Forscher, Mediziner, Patienten, Angehörige und die Gesellschaft so wichtig sind.

Dass Forschung allein nicht ausreicht, um die Zahl der HIV-Neuinfektionen zu senken, wurde in der Eröffnungssession deutlich. Aktivismus und Community-Arbeit seien ein wesentlicher Aspekt, um den wissenschaftlichen Fortschritt zu ergänzen.

- Prof. Sharon Lewin (Australien, frühere Präsidentin der IAS - International AIDS Society) berichtete von ihrem Engagement in der Heilungsforschung und betonte, wie wichtig es sei, mehr Frauen in der Wissenschaft zu fördern.

- Peter Staley (US-amerikanischer Aktivist und Mitgründer der Treatment Action Group (TAG)), schilderte seine Erfahrungen aus über vier Jahrzehnten Engagement für HIV-Patienten. Fortschritt entstehe sowohl durch sichtbares, lautstarkes Handeln als auch durch kontinuierliche, stille Arbeit im Hintergrund. Er erinnerte an frühe HIV-Studien und den Durchbruch der Kombinationstherapien in den 1990er Jahren, die Millionen Menschen das Leben retteten.

- Prof. Linda-Gail Bekker (Südafrika, frühere IAS-Präsidentin) stellte ein modernes Update des klassischen Präventions-ABC vor:

A = Advocate, Act, Accelerate (aktiv werden, handeln, beschleunigen)

B = Bold action (mutiges Handeln)

C = Choice und Normalisierung von Prävention (Wahlmöglichkeiten schaffen, Prävention demokratisieren und normalisieren)

Prof. Bekker mahnte eindringlich: „40 Millionen Menschen starben, weil wir HIV oder unsere Haltung dazu unterschätzt haben. Nostalgie ist keine Strategie. 2026 müssen wir gezielt handeln – wissenschaftlich fundiert und gesellschaftlich engagiert.“

Prof. Spinner betont: „Die Konferenz zeigt, dass Forschung und Wissenschaft wirksame HIV-Prävention und -Therapie ermöglichen und in den vergangenen vier Dekaden enorme Fortschritte erreicht wurden. Prävention, Diagnostik und Therapie im alltäglichen Leben verfügbar zu machen, bleibt dennoch eine enorme Herausforderung. In Deutschland Europa und der gesamten Welt. Politische Ideologien statt Evidenz, Kürzung von Entwicklungshilfe und Stigmatisierung von vulnerablen Gruppen gefährden den Kampf gegen HIV nachhaltig! Nur durch eine Kombination aus Forschung, Medizin und Gesellschaft kann es uns gelingen, HIV erfolgreich zu besiegen, Neuinfektionen wirksam zu reduzieren und Menschen mit HIV ein normales Leben zu ermöglichen.“

Zu Foto 1, von links: Prof. Christoph Spinner, München, mit den Kollegen Dr. Axel Baumgarten, Berlin, PD Dr. Stefan Christensen, Münster und Dr. Susanne Usadel, Freiburg.

Fachschaft Medizin TUM TU München TU München Schwul-Queeres Zentrum Sub e.V. Deutsche Aidshilfe Gesundheitsreferat München Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention

„Wir müssen die Krankheit bekämpfen, nicht die Kranken.“ Diese Worte sind untrennbar mit Rita Süssmuth verbunden und prä...
25/02/2026

„Wir müssen die Krankheit bekämpfen, nicht die Kranken.“ Diese Worte sind untrennbar mit Rita Süssmuth verbunden und prägen bis heute unsere Arbeit im Interdisziplinären HIV Zentrum am TUM Klinikum Rechts der Isar (IZAR) in München.

GEGEN STIGMATISIERUNG VON MENSCHEN MIT HIV

Rita Süssmuth war eine Politikerin von außergewöhnlicher Weitsicht und Menschlichkeit, die in den 1980er Jahren als Bundesgesundheitsministerin den entscheidenden Kurs setzte: gegen Ausgrenzung, gegen Angst und gegen Stigmatisierung von Menschen mit HIV.

MENSCHENFREUNDIN UND MÖGLICHMACHERIN

Am 1. Februar 2026 ist Rita Süssmuth im Alter von 88 Jahren verstorben. Beim Staatsakt im Deutschen Bundestag wurde sie als Menschenfreundin und Möglichmacherin gewürdigt. Für viele in der LGBTIQ*-Community, insbesondere für schwule Männer, war sie weit mehr – ein „Schutzengel“ in den 80-er und 90-er Jahren, als Panik, Vorurteile und fehlende Informationen das Leben von Betroffenen bedrohten.

AUFBAU EINER PRÄVENTIONSKULTUR

Rita Süssmuth stellte sich gegen repressive Vorschläge wie Isolation, Zwangstests oder Kennzeichnung von Menschen mit HIV. Stattdessen setzte sie auf Aufklärung, Prävention und Respekt. Sie führte den Dialog mit Betroffenen, hörte zu und zeigte: Solidarität rettet Leben. Durch ihre Haltung wuchs eine Präventionskultur, die Menschen stärkt, statt sie zu stigmatisieren.

Infektiologe Prof. Christoph Spinner, Leiter unseres IZAR, erinnert: „Rita Süssmuth hat uns gezeigt, dass echte Gesundheitspolitik nicht nur Krankheiten behandelt, sondern den Menschen in seiner Würde schützt. Diskriminierung behindert Prävention, verschärft Stigmatisierung und kostet Leben. Ihr Erbe verpflichtet uns, diesen Weg wissenschaftlich fundiert, menschlich und solidarisch weiterzugehen.“

Die sogenannte „Süssmuth Linie“ machte und macht Vieles selbstverständlich, was zuvor undenkbar war: staatlich finanzierte Aufklärung, saubere Spritzentauschprogramme, Beteiligung Betroffener und eine Präventionspolitik, die nicht ausgrenzt, sondern ermutigt und schützt.

Diese Prinzipien bilden bis heute einen Grundpfeiler unserer täglichen Arbeit im IZAR – von der Prävention, HIV Beratung über Diagnostik bis zur langfristigen Betreuung.

Rita Süssmuths unbeirrbarer Einsatz für Solidarität, Menschenwürde und Demokratie wird uns weiter inspirieren.

Klicktipp:
Lesen Sie hier den bewegenden Nachruf der Aidshilfe:
https://magazin.hiv/magazin/was-waeren-wir-ohne-sie-eine-verneigung-vor-rita-suessmuth/

Ihr Team des HIV Zentrums IZAR am TUM Klinikum

Rita Süssmuth hat Leben gerettet, die Menschenwürde verteidigt und HIV-Prävention ermöglicht. Sie begegnete uns auf Augenhöhe – was Ehrfurcht nicht ausschließt.

Adresse

Ismaninger Str. 22
Munich
81675

Öffnungszeiten

Montag 08:30 - 16:00
Mittwoch 08:30 - 16:00
Donnerstag 08:30 - 16:00
Freitag 08:30 - 14:00

Telefon

+498941402451

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Interdisziplinäres HIV Zentrum IZAR am TUM Klinikum Rechts der Isar erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Praxis Kontaktieren

Nachricht an Interdisziplinäres HIV Zentrum IZAR am TUM Klinikum Rechts der Isar senden:

Teilen