Gestalttherapie - Kerstin Sleik

Gestalttherapie - Kerstin Sleik ✨ Expertin für gestalttherapeutisches Arbeiten mit Trauma ✨
Aus- & Fortbildung für angehende & praktizierende Therapeut*innen
✨ Founder Heldenreise® Schweiz ✨

Alles verändert sich, wenn Du es veränderst...

Dieser Song der Band "Ton Steine Scherben" hat mein Leben stark geprägt. Im Songtext finde ich viele Aspekte wieder, die meine Arbeit prägen:

"Es gibt keine Liebe, wenn wir sie nicht wollen. Es gibt keine Sonne, wenn wir sie nicht sehen. Es gibt keine Wahrheit, wenn wir sie nicht suchen. Und es gibt keine Freiheit, wenn wir sie nicht nehmen. Alles verändert sich, wenn Du es veränderst..." Das drückt aus, worum es mir in meiner Arbeit geht: Um Selbstermächtigung statt Ohnmacht, um Aktivität statt Passivität. Es geht darum zu entdecken, dass das "nicht wollen", "nicht sehen", "nicht suchen" und "nicht nehmen" zu einem eigenständigen, aktiven und gestaltenden "wollen", "sehen", "suchen" und "nehmen" werden kann. Denn alles verändert sich, wenn Du es veränderst. Ich bin Gestalttherapeutin (IGE®), Seminarleiterin und Trainerin und arbeite in eigener Praxis für Psychotherapie in München. Neben meiner Praxistätigkeit leite ich Seminare zur Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Darüber hinaus arbeite ich als Trainerin und Dozentin zu den Themen "Kränkungen", "Narzissmus" und "Trauma". Aktuelle Termine zu meinen Veranstaltungen findest Du auf meiner Homepage:
www.kerstinsleik.de

Herzensgrüße
Kerstin

20/02/2026

Wenn wir anfangen, einander emporzuheben, entsteht so viel Kraft.

Immer noch ist in vielen Teams, Gremien, Kabinetten, Jurys nach wie vor Platz für „eine Frau“. Wenn es nur einen Platz gibt, entsteht Konkurrenz unter Frauen, weil es nur ein Stück vom Kuchen gibt.

Dabei ist das eigentliche Thema die Verknappung selbst. Quoten und Zielvorgaben sind genau aus dieser Geschichte heraus entstanden: Weil freiwillig über Jahrzehnte zu wenig passiert ist und nach wie vor zu wenig passiert.

Wir können heute anders handeln: Wir können Plätze erweitern, Türen offen halten, Namen weiterreichen, Empfehlungen aussprechen, uns gegenseitig in Meetings supporten, uns für paritätische Listen einsetzen, sichtbar machen, was die andere kann.

Uns nicht nur in Zeiten der Krise supporten, sondern uns gegenseitig in guten Zeiten abfeiern!

Jeder Tag ist Weltfrauentag!

08/02/2026

Wenn Du mit Menschen arbeitest, ist Deine innere Welt mit im Raum. Ziel ist nicht, diese zu beseitigen. Das ist unmöglich. Es geht darum, Dich darin bewusst wahrzunehmen:

✨️ Überidentifikation ✨️
Das ist mir auch passiert! Plötzlich formt Deine persönliche Brille die Geschichte der anderen Person und Ihr arbeitet an Deiner Rettung statt am Thema der Klient*in.

✨️ Ratschlagen und Retten ✨️
Du spürst den Drang, etwas schnell zu lösen. Dadurch unterbrichst Du die Exploration der Klient*in, weil Du die Führung übernimmst, um Dich zu stabilisieren.

✨️ Emotionale Resonanz ✨️
Weinende Klient*innen → Deine Brust zieht sich zusammen?
Wütende Klient*innen → Dein Kiefer spannt sich an?

✨️ Vermeidung oder Abflachung ✨️
Bestimmte Themen lassen Dich (unbewusst) innerlich aussteigen oder das Thema wechseln.

▶️ Wenn Du den Impuls verspürst, retten zu wollen, halte inne. Wenn ein Gefühl einer Klient*in etwas in Dir auslöst, nimm wahr, was in Dir berührt wird. Wenn bestimmte Themen Dich innerlich zurückweichen lassen oder Du plötzlich wie leer wirst, frage Dich, was Du gerade in Dir schützt. All das sind Hinweise für Eigenes, noch nicht Integriertes in Dir.

❗️ Diese Momente sind keine Fehler. Sie sind Einladungen, langsamer zu werden, zu spüren, was auftaucht, und Deine eigene Geschichte von der der Klient*in zu unterscheiden.

🪷 Diese feinen inneren Verschiebungen wahrzunehmen stärkt Deine Präsenz, vertieft die Verbindung und hält den Raum sicher für Exploration.

05/02/2026
Ein zentrales Prinzip im Denken von Kurt Goldstein, das sich in der Gestalttherapie wiederfindet, ist die Figur-Hintergr...
25/01/2026

Ein zentrales Prinzip im Denken von Kurt Goldstein, das sich in der Gestalttherapie wiederfindet, ist die Figur-Hintergrund-Organisation. In der Stagnation ist dieser Prozess unterbrochen.

Mich interessiert Deine Perspektive dazu in den Kommentaren.




Therapie verändert keine Menschen. Therapie gibt Menschen Raum und die Möglichkeit, sich zu verändern.Menschen kommen ma...
23/01/2026

Therapie verändert keine Menschen. Therapie gibt Menschen Raum und die Möglichkeit, sich zu verändern.

Menschen kommen manchmal in die Therapie in der Annahme, dass Veränderung mit ihnen passiert. Das tut sie nicht. Therapie ist kein passives Geschehen, bei dem es ausreicht, hinzuzugehen und dann verändert sich was. Das wird es nicht. Therapie ist kein medizinischer Eingriff, bei dem mithilfe der richtigen Operation etwas entfernt oder geradegerückt wird.

Therapie unterstützt Veränderung. Therapie kann Orientierung für Veränderung geben. Und Therapie ist ein unglaublich wertvoller Raum, in dem Beziehung, Sicherheit und ein passendes Tempo entstehen können, so dass Veränderung möglich wird.

Ein Raum, in dem man die Unterstützung einer Person hat, die Veränderungsprozesse begleiten kann. Ein Du. Ein unabhängiges Gegenüber, das Dich unterstützt, einen Weg zu finden, wie Du selbst die Veränderung in Bewegung bringst, die Du Dir wünschst.

Therapie tut nichts für Dich. Sie kann Dir nichts abnehmen. Aber sie kann die Bedingungen schaffen, unter denen Du die Arbeit tun kannst. Diese Arbeit bleibt Deine Aufgabe.

Veränderung geschieht durch Erfahrung. Wenn Sicherheit im Körper und im Kontakt spürbar wird, entsteht Bewegung. Als gel...
19/01/2026

Veränderung geschieht durch Erfahrung. Wenn Sicherheit im Körper und im Kontakt spürbar wird, entsteht Bewegung. Als gelebte Möglichkeit, einen Schritt anders zu gehen.

Fallen Dir weitere Gründe ein? Teile Deine Gedanken gerne mit mir in den Kommentaren.

09/01/2026

Die Wirksamkeit von Psychotherapie entsteht nicht durch Selbstoffenbarung an sich. Sie entsteht dadurch, dass Menschen beginnen, all die inneren Hindernisse durchzuarbeiten, die sie bislang davon abhalten, sich zu zeigen und zu offenbaren. Scham. Die Angst vor Bewertung. Die Sorge, nicht gemeint zu sein. Die Befürchtung, abgelehnt zu werden. Die Überzeugung, nicht gehalten zu sein.

Diese Arbeit findet innerhalb der therapeutischen Beziehung statt. Wird sie aus dem Beziehungsgeschehen herausgelöst, ist es keine Therapie. Dann bleibt Technik. Oder Entlastung. Oder ein Übergehen dieser Räume für den Preis der Selbstoffenbarung ohne Sicherheit und Boden.

Therapie wirkt, weil etwas auf dem Spiel steht. In allen Beziehungen, auch innerhalb der therapeutischen Beziehung, gibt es Verletzlichkeit und Risiko. Sich zeigen kann beschämend sein. Das Risiko, nicht verstanden, bewertet oder zurückgewiesen zu werden, muss eingegangen werden.

Wird dieses Risiko herausgenommen, wird der Therapie ihr Fundament genommen. Dann entsteht die Illusion von Beziehung ohne Verletzlichkeit. Die Illusion von Verstehen ohne das Risiko des Missverstehens. Die Illusion, Risiken zu begegnen, ohne den Mut aufbringen zu müssen, durch diese Hindernisse zu gehen.

Eine tröstliche Illusion. Aber Therapie ist kein „So tun als ob“. Sie ersetzt das Wesen von Beziehung nicht durch eine beruhigende Vorstellung. Sie findet dort statt, wo Menschen sich begegnen, in einer realen Beziehung, die reale Konsequenzen haben kann.

Dann entsteht Wachstum und Veränderung. Der Kern von Therapie liegt darin, dem zu begegnen. Nicht darin, sich in Illusionen einzurichten.

Viele wünschen sich eine Abkürzung. Es gibt keine.

„Es ist wirklich unglaublich! Es kommen immer wieder Klient*innen zu mir, die genau das Thema haben, das mich selbst ger...
05/01/2026

„Es ist wirklich unglaublich! Es kommen immer wieder Klient*innen zu mir, die genau das Thema haben, das mich selbst gerade beschäftigt. Unglaublich, wie das Universum das einrichtet!“

Solche Sätze lassen mich aufhorchen. Das ist kein Zufall und kein Wink des Universums. Es ist Ausdruck dessen, was im therapeutischen Feld geschieht: Zwei Organismen begegnen sich. Therapeut*in und Klient*in Beide bringen Themen mit. Und die Bewusstheit darüber beeinflusst, woran am Ende tatsächlich gearbeitet wird.

Klient*innen kommen mit einem Anliegen, mit Symptomen, Geschichten, Diagnosen. Gleichzeitig wirkt im Kontakt eine Ebene mit, die beeinflusst, worauf sich der Fokus richtet: Halte ich Intensität aus? Wo werde ich schneller oder langsamer? An welcher Stelle beginne ich zu erklären, zu beruhigen, auszuweichen?

Auch wir sind mit unseren eigenen offenen Gestalten im Feld. Ohne Bewusstheit darüber kann sich der Fokus unbemerkt verschieben. Dann stabilisieren wir vielleicht nicht primär die Klient*in, sondern uns selbst, indem wir z.B. den Prozess bremsen. Oder wir vertiefen etwas, weil es uns aufgrund eines eigenen ungelösten Themas selbst gerade wichtig erscheint.

Unsere unaufgelösten Themen als Therapeut*innen zeigen sich subtil. Wir beginnen, unser eigenes Thema über das Thema der Klient*in mitzubewegen. Das ist kein Fehler, sondern ein Signal, für das wir Verantwortung übernehmen müssen. Entscheidend ist nicht, dass wir das machen, sondern ob wir uns dessen bewusst sind und ob wir das reflektieren können.

✨️ Spätestens dann, wenn sich Dynamiken häufen, wir innerlich etwas erreichen wollen oder denken, das Universum bringe uns genau die Klient*innen, die wir gerade brauchen, ist der nächste professionelle Schritt nicht mehr Intervention, sondern Supervision. ✨️

Die Frage lautet nicht nur: Woran hat meine Klientin heute gearbeitet? Sondern auch: Woran habe ich heute gearbeitet, während ich dachte, ich arbeite am Thema der Klientin?

➡️ Wenn Du magst, schreib ein Wort oder einen kurzen Satz in die Kommentare: Was davon kennst Du von Dir, als Therapeut*in oder als Klient*in? ❤️

04/01/2026

Ein Zustand von Orientierungslosigkeit

Wenn wir die Orientierung verloren haben, wissen wir nicht mehr nur wie wir handeln sollen, sondern vielmehr, nach welchen inneren und äusseren Werten wir uns ausrichten sollen.

Dass wir in Phasen gelangen, in denen unsere Absichten unklar und vernebelt sind, gehört zum normalen Zustand des menschlichen Geistes. Solche Zustände zeigen sich durch Antriebslosigkeit, Widersprüchlichkeiten und Stagnation. Doch in einer Welt, in der das Tun einen hohen Rang einnimmt, sind solche Stimmungen nicht erwünscht. Schnell greifen wir nach Stimulanzen oder wenden uns Strategien zu, die erfolgsreiches (und meist messbares) Handeln versprechen.

Doch was dabei auf der Strecke bleibt, ist das Überprüfen von bisherigen Werten und Handlungen. Denn der tiefere Sinn, sich verloren zu fühlen, besteht eben genau darin, dass ein Wert, ein Verhalten nicht mehr adäquat ist. Er gehört nicht mehr zum aktuellen Lebensentwurf und will erneut überprüft werden.

Würden wir dem Gefühl "ich bin verloren" und der Verwirrtheit mehr Raum geben, würden wir sich widersprechenden Stimmen zuhören, würden neue oder verloren gegangene Aspekte unseres Selbstbildes auftauchen. Damit diese manchmal leise geflüsterten Worte oder Ahnungen aus dem Nebel auftauchen können, braucht es Zeit, ein Innenhalten, ein Wahrnehmen und vor allem ein Nicht-Tun. Solange, bis sich der Nebel von alleine lichtet.

Orientierungslosigkeit ist ein guter Zustand, um das Selbstbild, das wir uns täglich durch Worte und Handlungen bestätigen, zu hinterfragen und aus diesem Nicht-Wissen heraus Neues zu entwickeln oder Altes erneut zu bestätigen.

Herzliche Neujahresgrüsse von Deinem Team der Heldenreise® Schweiz ❤️

Philipp, Kerstin und Flo

Rückmeldung einer Teilnehmerin aus der Lover's Journey, einem unserer Folgeseminare der Held*innenreise in der Schweiz.S...
09/12/2025

Rückmeldung einer Teilnehmerin aus der Lover's Journey, einem unserer Folgeseminare der Held*innenreise in der Schweiz.

Solche Rückmeldungen sind einfach schön. Sie zeigen, dass etwas angekommen ist. Dass ein innerer Prozess in Bewegung kommen darf. Dass jemand sich wieder mehr spürt, Lebendigkeit frei werden darf und sich in die verschiedenen Räume des Lebens geweitet werden darf. 🌀

Die Lover’s Journey war intensiv, fein, manchmal leise, manchmal laut. Danke an alle, die mit uns gegangen sind. Es war eine schöne gemeinsame Arbeit und wir freuen uns auf die nächste Reise in diesem Theater. 💫

"Für mich ist die Held*innenreise eine lebendige Begegnung mit mir selbst – eine Möglichkeit, mich in das Leben zu weite...
06/11/2025

"Für mich ist die Held*innenreise eine lebendige Begegnung mit mir selbst – eine Möglichkeit, mich in das Leben zu weiten und dem Pfad meiner inneren Sehnsucht zu folgen."

Seit 2012 begleite ich Menschen in meiner Praxis für Gestalt- und Traumatherapie, in Selbsterfahrungsprozessen, leite Gestaltgruppen, Seminare und Fortbildungen in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz. Heute bilde ich selbst Menschen in der Arbeit mit Gestalt & Trauma aus.

Die Held*innenreise und ihre Folgeprozesse habe ich inzwischen fast 70 Mal geleitet. Und es ist nie gleich und wird nie langweilig. Jeder Mensch bringt eine eigene Geschichte mit, jede Gruppe entfaltet ein eigenes Feld. Immer wieder entsteht neues Wachstum, Tiefe, Lebendigkeit, Freude.

Und das begeistert mich, weil es Raum schafft, sich selbst zu erfahren. Jenseits von Konzepten, im unmittelbaren Kontakt mit dem Leben. 🌿

Zusammen mit Philipp und Flo im Team habe ich darüber hinaus einen Raum der Freundschaft, Wertschätzung und Liebe, die diese Arbeit über die vielen gemeinsamen Jahre einfach wie eine schöne Blumenwiese aufblühen lässt. 💐

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04/11/2025

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Adresse

Jakob-Klar-Str. 9
Munich
80796

Öffnungszeiten

Dienstag 08:00 - 20:00
Mittwoch 08:00 - 20:00
Freitag 09:00 - 13:00

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Alles verändert sich...

...wenn Du es veränderst.

Dieser Song der Band „Ton Steine Scherben“ hat mein Leben stark geprägt. Im Songtext finde ich viele der Aspekte wieder, die meine Arbeit prägen:

„Es gibt keine Liebe, wenn wir sie nicht wollen. Es gibt keine Sonne, wenn wir sie nicht sehen. Es gibt keine Wahrheit, wenn wir sie nicht suchen. Und es gibt keine Freiheit, wenn wir sie nicht nehmen. Alles verändert sich, wenn du es veränderst…“

Das drückt aus, worum es mir in meiner Arbeit geht: um Selbstermächtigung statt Ohnmacht, um Aktivität statt Passivität. Es geht darum, zu entdecken, dass das „nicht wollen“, „nicht sehen“, „nicht suchen“ und „nicht nehmen“ zu einem eigenständigen, aktiven und gestaltenden „wollen“, „sehen“, „suchen“ und „nehmen“ werden kann. Denn alles verändert sich, wenn Du es veränderst.