27/02/2026
Die totale, intakte Kapselentfernung (En-Bloc-Resektion) ist der Goldstandard, aber sie ist chirurgisch extrem anspruchsvoll.
Was passiert, wenn die Kapsel anatomisch so ungünstig liegt, dass sie beispielsweise mit der Lunge oder dem Herzen verwachsen ist?
In solchen seltenen, aber kritischen Momenten geht die absolute Sicherheit der Patientin vor. Um lebensgefährliche Verletzungen an Organen zu vermeiden, muss der Operateur manchmal Millimeter-Entscheidungen treffen. Das kann bedeuten, dass winzige Kapselreste belassen und speziell markiert werden müssen, oder dass spezielle Techniken (wie sterile Beutel) genutzt werden, um das Gewebe sicher zu entnehmen, ohne den Körper zu kontaminieren.
Klinische Studien zeigen: Solange keine bösartigen Prozesse (wie ALCL) vorliegen, haben kleinste Kapselreste in der Regel wenig negative Auswirkungen auf die Patientin.
Eine gute Aufklärung bedeutet, auch über diese chirurgischen Grenzen und Notfallstrategien offen zu sprechen.
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