Karin Rehm - Praxis für Kunsttherapie, Coaching und Arbeit am Tonfeld

Karin Rehm - Praxis für Kunsttherapie, Coaching und Arbeit am Tonfeld Entwicklungsbegleitung / -förderung für Menschen jeden Alters - mit den Mitteln der Kunsttherapie, der Arbeit am Tonfeld® sowie ganzheitlichem Coaching

Wissenschaft debattiert – Betroffene kämpfenUta Frith, die Grande Dame der Autismus-Forschung, stellt ihr eigenes Spektr...
08/03/2026

Wissenschaft debattiert – Betroffene kämpfen

Uta Frith, die Grande Dame der Autismus-Forschung, stellt ihr eigenes Spektrum-Modell in Frage. Zu weit gefasst, zu ungenau, zu wenig trennscharf, sagt sie. Vielleicht brauchen wir engere Kategorien.

Eine wichtige Debatte. Aus wissenschaftlicher Sicht.

Aber für Betroffene klingt das anders.

Für sie ist die Diagnose oft nicht nur ein Label. Sondern die einzige Chance auf Inklusion.

Ohne Diagnose: Du musst dich anpassen. Funktioniere. Integriere dich. Notfalls mit Medikamenten, die dich ruhigstellen, damit du ins System passt.

Mit Diagnose: Du bekommst (vielleicht) einen Schulbegleiter. (Vielleicht) Nachteilsausgleich. (Vielleicht) Akzeptanz für deine Grenzen.

Besonders für Menschen mit AuDHS (Autismus + ADHS) wird es eng.

Sie sind zu sozial für die einen, zu chaotisch für die anderen. Sie passen in keine Schublade – und wenn das Spektrum enger wird, fallen sie ganz raus.

Dabei ist die eigentliche Frage doch eine ganz andere:

Warum braucht es überhaupt eine Diagnose, um menschenwürdige Unterstützung zu bekommen?

Warum muss man erst nachweisen, autistisch genug zu sein, bevor man Hilfe bekommt?

Inklusion müsste bedeuten: Du bekommst Unterstützung, weil du sie brauchst – nicht, weil du in ein bestimmtes Raster fällst.

Wissenschaftliche Modelle sind wichtig. Aber sie dürfen den Blick nicht dafür verstellen, worum es eigentlich geht: Dass Menschen gesehen werden. Mit all ihren Bedürfnissen. Ohne vorher in Schubladen passen zu müssen.

Link zum Originalartikel in den Kommentaren.

Was denkst du? Brauchen wir neue Kategorien – oder einfach nur echte Inklusion ohne Diagnose-Zwang?

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When Dame Uta Frith began researching autism six decades ago, it was an extremely rare, little-understood condition which psychologists referred to as ‘“childhood psychosis”. That was in 1966, and over the following decades she would play a central role in changing how the world sees the disorder.

She would expand what we understood autism to be, pioneering the leading “theory of mind” approach, which proposed that people with autism struggle to attribute beliefs to others, and arguing against the orthodoxy of the time which blamed autistic children’s unusual development on a lack of parental love. Along the way she argued that autism existed along a spectrum of typical and “not-so-typical” presentations of the disorder. It is a concept which has been accepted and unquestioned for four decades. Until now. And it is Frith herself doing the questioning

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"Geheimnisvolle, unterirdische Pyramidengänge / Die Familienfelder" (Mädchen, 9)
05/03/2026

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Wissenswert!
04/03/2026

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Die Dokus beschäftigen sich mit jungen Themen der Gesellschaft: Wie Frauen bei häuslicher Gewalt Hilfe bekommen. Wie ADHS streßt aber auch Kraft gibt.

Good to know!
04/03/2026

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A large MRI study of over 3,500 children identified three biologically distinct ADHD biotypes using brain network modeling and AI clustering. Each subtype showed unique brain patterns, genetic risks, and medication responses.

Wichtig!
04/03/2026

Wichtig!

We tend to think that depression and other mental illnesses are medical conditions caused by problems in the brain, and that framing them this way reduces stigma and leads to better treatment.

However, Joanna Moncrieff argues that this is deeply mistaken, and that medicalising mental distress can actually increase stigma, undermine hope of recovery, and distract us from what really helps.

Drawing on science, philosophy, and the history of pharmaceutical marketing, join Joanna in the search for a new and better model of mental health.

Joanna Moncrieff is a British psychiatrist and academic. She is Professor of Critical and Social Psychiatry at University College London and a leading figure in the Critical Psychiatry Network.

Tap here to watch her full interview. https://iai.tv/video/the-medicalisation-of-mental-illness-joanna-moncrieff

How intense!
02/03/2026

How intense!

Wow!
25/02/2026

Wow!

Unterricht, der wirklich trägt – für alle.
25/02/2026

Unterricht, der wirklich trägt – für alle.

🧠 Ich unterrichte alle so, als hätten sie ADHS oder Autismus.

Und genau deshalb funktioniert mein Unterricht.

Bevor jemand denkt, ich würde „alle pathologisieren“ – nein.

Ich plane Unterricht vom vulnerabelsten Punkt aus.
Denn was neurodivergente Jugendliche entlastet, reduziert für alle kognitive Last und Anpassungsdruck.

Gerade in der Sekundarstufe II.

Ab 15 steigen Leistungsdruck, Selbstorganisation, Bewertungsrelevanz und soziale Komplexität massiv.
Und viele Jugendliche funktionieren – bis sie es nicht mehr tun.

Nicht aus Unfähigkeit.
Sondern wegen Daueranpassung.

Zwei Dinge höre ich in Fortbildungen immer:

1️⃣ „Dann sinkt doch das Niveau.“

Nein.

Klare Struktur und Transparenz senken nicht das Niveau – sie senken Unsicherheit.

Hohe Anforderungen + klare Rahmenbedingungen = bessere Leistung.

Ich sehe regelmäßig:

Weniger Ausfälle.
Mehr Beteiligung.
Konstantere Leistungen.

Struktur ist keine Vereinfachung.
Sie ist Präzision.

2️⃣ „Das bedeutet doch Mehraufwand.“

Kurzfristig: Es braucht ein Umdenken.
Langfristig: Es spart Energie.

Wenn Abläufe klar sind, wenn Bewertung transparent ist, wenn Rituale greifen,

dann brauche ich weniger Einzelinterventionen,
weniger Eskalationsgespräche, weniger spontane Reparaturarbeit.

Das ist kein Zusatz.
Das ist sauberes Unterrichtsdesign.

Meine vier Design-Säulen:

1️⃣ Struktur – der Ablauf ist sichtbar und berechenbar.
2️⃣ Transparenz – Ziele und Bewertung sind klar formuliert.
3️⃣ Rituale – Übergänge sind vorhersehbar.
4️⃣ Regulation – Entlastung wird mitgedacht, nicht erst im Krisenfall.

Was ND entlastet, hilft allen.

Und nein – das ist kein Kuschelkurs.
Es ist anspruchsvoller Unterricht mit klarer Architektur.

Wenn du in der Sekundarstufe II unterrichtest und merkst, dass „Freiarbeit kennen sie doch“ nicht reicht – dann liegt es vielleicht nicht an den Jugendlichen, sondern am Design.

23/02/2026

M wie Medienkompetenz

Medienkompetenz wird oft als eine Art Werkzeugkasten verstanden: Man lernt, mit Apps umzugehen, Bilder zu bearbeiten oder Quellen zu prüfen. Aber im Kern ist sie etwas viel Einfacheres und zugleich Anspruchsvolleres: die Fähigkeit, selber zu denken. Das bedeutet, das Gesehene einordnen zu können, Manipulation zu erkennen und sich eine eigene Meinung zu bilden.

Doch dieser Prozess des „Selberdenkens“ ist kein rein kognitiver Akt, der im luftleeren Raum stattfindet. Er speist sich aus Erfahrung. Um beurteilen zu können, ob ein Bild bearbeitet ist, muss ich wissen, wie die echte Welt aussieht. Um zu verstehen, ob eine Emotion in einem Chat echt wirkt, muss ich echte Emotionen im Gegenüber erlebt haben. Um der permanenten Reizüberflutung im Netz etwas entgegensetzen zu können, muss ich gelernt haben, was Stille, Langeweile und Konzentration sind.

Das führt zu einer entscheidenden Erkenntnis:
Medienkompetenz im echten Sinne ist ohne geschützte, analoge Räume gar nicht möglich. Wenn Kinder und Jugendliche die Welt nur noch durch den Filter von Social Media erfahren, fehlt ihnen schlichtweg der Erfahrungshintergrund, um das Gesehene einordnen zu können. Sie haben dann nichts, womit sie die digitale Welt abgleichen können.

Deshalb ist die Forderung nach klaren bildschirmfreien Phasen in der Schule und im Alltag kein Widerspruch zur Medienbildung – und schon gar kein pädagogischer Rückschritt. Sie ist die notwendige Voraussetzung dafür. Es geht nicht um „Verbot statt Bildung“, sondern um die Einsicht, dass Bildung zuerst einmal einen Ort braucht, an dem Konzentration, echte Begegnung und unverfälschte Erfahrung möglich sind.

Der Wunsch nach Ruhe, Fokus und echter Interaktion ist in diesem Sinne kein nostalgischer Reflex, sondern der konsequenteste Schritt nach vorn. Er schützt das Fundament, auf dem alle weitere Bildung aufbaut: die Fähigkeit, die Welt unmittelbar zu erfahren, um sie dann mittelbar – auch im Digitalen – verstehen und beurteilen zu können.

2. Tonfeld: "Freizeitbadpark" (Mädchen, fast 9)
19/02/2026

2. Tonfeld: "Freizeitbadpark" (Mädchen, fast 9)

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72622

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Dienstag 10:00 - 18:00
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