27/03/2026
Dass es im Pflege- und Gesundheitssystem schon eine Weile gewaltige Herausforderungen gibt, ist nichts Neues.
Aber was wir aktuell immer hÀufiger sehen, macht uns ehrlich gesagt nachdenklich.
Menschen werden nach groĂen Operationen â wie in unserem Beispiel an der WirbelsĂ€ule â nach wenigen Tagen nach Hause entlassen.
Ohne klare Nachsorge. Ohne konkrete Termine. Ohne Plan.
Keine Info, wann und ob die Wunde(n) kontrolliert werden mĂŒssen
Kein Hinweis auf Blutkontrollen. Teilweise nicht mal die Info, dass FĂ€den gezogen werden mĂŒssen.
Und dann versauern die betroffenen Menschen zu Hause â und wissen nicht, wie es weitergeht.
Wir erleben das regelmĂ€Ăig:
Wir kommen zur Wundversorgung und stellen fest, dass weder pflegerisch noch Ă€rztlich eine strukturierte Nachsorge organisiert wurde. Und dann beginnt das, was eigentlich vorher hĂ€tte passieren mĂŒssen: nachsteuern, kontrollieren, auffangen.
Dabei ist Nachsorge kein âExtraâ.
Sie ist ein zentraler Bestandteil der Behandlung.
Deshalb unser klarer Hinweis:
Wenn ihr oder eure Angehörigen im Krankenhaus seid â fragt aktiv nach.
-Wie sieht die Nachsorge aus?
-Wer kontrolliert die Wunde?
-Wann sind die nÀchsten Termine?
-Muss noch etwas ĂŒberprĂŒft werden?
Und wenn nichts kommt: nachfragen. UngemĂŒtlich werden.
HartnÀckig bleiben. Denn das ist euer gutes Recht.