07/05/2026
🐴☯ Oft sieht man erst mal nichts.
Ein Pferd war angebunden. Dann wehte der Wind eine Jacke weg, das Pferd erschrak und hing kurz in Halfter und Strick.
Von außen war erst mal alles unauffällig:
keine offene Verletzung, keine Schwellung, kein Blut, nichts Dramatisches.
Ein paar Tage später fiel der Reiterin aber auf:
Das Pferd konnte sich nicht mehr gut nach rechts biegen.
In Rechtswendungen lief es komisch, steif und irgendwie „nicht rund“.
Daraufhin wurde ich zur Behandlung gerufen.
Und ja: Schon am nächsten Tag war eine deutliche Verbesserung zu sehen.
Was ich damit sagen möchte:
Auch wenn nach so einem Schreckmoment augenscheinlich nichts passiert ist, kann im Körper trotzdem einiges los sein.
Gerade wenn ein Pferd sich in Halfter und Strick hängt, sind sehr häufig das Genick und der obere Bereich der Halswirbelsäule betroffen. Dort kann es zu Spannungen, Schutzmustern oder Blockaden kommen, die man nicht sofort sieht.
Das Tückische daran:
Wenn man es nicht behandelt, können später Probleme entstehen, die man gar nicht mehr mit diesem Vorfall in Verbindung bringt.
Zum Beispiel:
Schwierigkeiten in der Biegung, Taktunreinheiten, Steifheit, Widersetzlichkeit, Probleme beim Stellen, Anlehnungsprobleme oder ein verändertes Bewegungsgefühl unter dem Sattel.
Deshalb mein Rat:
Wenn dein Pferd sich einmal richtig erschrocken, losgerissen oder in Halfter und Strick gehängt hat, beobachte es in den Tagen danach genau.
Nicht nur auf Wunden schauen.
Sondern auch auf Bewegung, Biegung, Stellung, Losgelassenheit und Verhalten.
Denn manchmal sagt der Körper erst ein paar Tage später:
„Da ist doch etwas passiert.“
Und genau dann lohnt es sich, früh hinzuschauen, bevor aus einer kleinen Einschränkung ein langer Rattenschwanz wird.
Ich bin für Pferdebehandlungen ca. 40 km rund um Neu-Ulm unterwegs.
Falls dein Pferd Hilfe braucht, melde dich gerne. ☯🐴