11/05/2026
„Gendermedizin – ein Trendthema? Ich hoffe nicht.“
Dieses Zitat von Dr. med. Rebecca Sänger brachte auf den Punkt, worum es in der Gendermedizin-Session beim ORMEDICUM ging: nicht um ein Schlagwort, sondern um ein Thema, das in der Medizin dauerhaft mehr Aufmerksamkeit verdient.
Wie vielfältig diese Unterschiede sind, zeigten die Beiträge der Session eindrücklich: Dr. med. Theresa Sendner sprach über körperliche Aktivität in der Schwangerschaft – zwischen Nutzen, möglichen Risiken, bestehenden Empfehlungen und der weiterhin dünnen Studienlage. Dr. med. Rebecca Sänger betonte, dass Gendermedizin weit mehr ist als „Medizin für Frauen“: Sie betrifft alle Menschen – und macht deutlich, dass gleiche Behandlung nicht automatisch gerechte Versorgung bedeutet. Anhand von Knorpeln und Arthrose zeigte sie, wie relevant diese Unterschiede im medizinischen Alltag sind. Anschließend gab Dr. med. Frauke Wilken – Mannschaftsärztin der Frauenfußballmannschaft des FC Bayern – spannende Einblicke in geschlechtsspezifische Sportverletzungen und Rehabilitationsprozesse im Profi- und Breitensport. Im letzten Beitrag beleuchtete Daniela Bergthaler zentrale Aspekte der Ernährung und ihren Einfluss auf Regenerations- und Heilungsprozesse. Dabei nahm sie unter anderem Intervallfasten und mögliche Stressreaktionen des weiblichen Körpers ebenso kritisch in den Blick wie den BMI, der ursprünglich anhand männlicher Soldaten entwickelt wurde.
Zum Abschluss bot das Kamingespräch Raum für das, was im Berufsalltag oft zu kurz kommt: ehrlichen Austausch. Junge Assistenzärztinnen konnten Fragen, Sorgen und Erfahrungen mit erfahrenen Ärztinnen und Ärzten teilen – offen, ungezwungen und nah an den Herausforderungen, die gerade am Anfang des medizinischen Berufswegs prägen.
Klingt spannend? Bleibt dran & folgt rein! In den nächsten Tagen bekommt ihr weitere Einblicke des ORMEDICUM 2026 ⬅️