Tierheilpraxis Natura Animalis

Tierheilpraxis Natura Animalis Mobile Tierheilpraxis für Groß- und Kleintiere im Raum Magdeburg, Haldensleben, Wolfsburg, Braunsc

28/12/2021
26/11/2021

*Mit dem neuen Tierarzneimittelgesetz (TAMG), das am 28. Januar 2022 in Kraft treten soll, endet die Therapiefreiheit für unsere Haustiere. Durch die nationale Umsetzung der EU-Arzneimittelverordnung von 2019* droht ein Anwendungsverbot von rezeptfrei erhältlichen Humanarzneimitteln für Haustierh...

16/11/2021

NEUES TIERARZNEIMITTELGESETZ (TAMG) BESCHNEIDET DIE BERUFS- UND THERAPIEFREIHEIT

Nächstes Jahr wird alles anders: Nein, ich schreibe das nicht aus einer elektrisierten Erwartungsfreude heraus, sondern voller Wut und Unverständnis – denn nächstes Jahr tritt das neue Tierarzneimittelgesetz in Kraft. Es soll sicherstellen, dass Humanarzneimittel nur noch in Ausnahmefällen in der Behandlung von erkrankten Tieren eingesetzt werden dürfen. Hintergrund dieses Gesetz ist es unter anderem, den schrotflintenartigen Gebrauch insbesondere von Antibiotika in der Tiermast zu untersagen; doch die Neuerung des TAMG hat noch weitere Auswirkungen.

Ab Februar 2022 dürfen bestimmte Phytotherapeutika und die Mehrzahl homöopathischer Arzneien nur noch von Tierärzten verordnet und angewandt werden. Das TAMG enthält den erkrankten Haus- und Heimtieren somit eine klassische homöopathische Behandlung vor, wie sie insbesondere von uns Tierheilpraktikern durchgeführt werden kann. Von den komplementärmedizinisch arbeitenden Therapeuten dürfen fortan nur noch Arzneimittel angewandt werden, die den Zusatz „ad us. vet.“ tragen, „zum Gebrauch am Tier“. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Komplexmittel, in denen ein wüster Cocktail unterschiedlicher Mittel zusammengepanscht wurde, und die sich allenfalls für den Notfall eignen, keinesfalls aber für die langfristige Therapie chronisch kranker Tiere.

Insbesondere für klassisch homöopathisch arbeitende Tiertherapeuten bedeutet das Inkrafttreten des TAMGs eine ernstzunehmende und existenzbedrohende Einschränkung ihrer Berufs- und Therapiefreiheit: Können wir zukünftig nicht auf unsere bewährten, nach klassischen Kriterien ausgewählten homöopathischen Einzelmittel zurückgreifen, sind wir auch nicht mehr imstande, unseren Patienten adäquate Hilfe zu leisten.

Sehen wir uns an, welche Tiere in die Behandlung beim THP und insbesondere des klassischen Veterinärhomöopathen kommen, so wird die Tragweite dieses Beschlusses erst sichtbar: Sicherlich entscheidet sich kaum ein Tierbesitzer für eine komplementärmedizinische Behandlung seines Hundes, seiner Katze oder seines Pferdes, weil ihm der Therapeut (m/w/d) so außerordentlich sympathisch ist. Nein: Im Erstkontakt lernen wir Tierhalter kennen, die eine verzweifelte Odyssee hinter sich gebracht hatten, mit ihren Problemen bei verschiedenen Tierärzten und Tierkliniken vorstellig wurden, Unsummen für Diagnostik und oftmals fehlgeschlagene Medikationen ausgegeben haben und nun vor uns stehen, am Rande ihrer emotionalen und zumeist auch finanziellen Belastbarkeit.

Und diesen Menschen, diesen Tieren sollen wir auf einmal nicht mehr helfen dürfen?

Diese abstrusen Beschränkungen des neuen TAMGs treffen aber nicht nur uns Therapeuten, sondern auch euch: Künftig darf auch der Tierhalter bestimmte Phytotherapeutika und das Gros der homöopathischen Arzneien nicht mehr für seinen erkrankten Vierbeiner erwerben und anwenden. Sogar Empfehlungen werden zukünftig als Ordnungswidrigkeit geahndet, sowohl für den Tierhalter als auch für den Therapeuten.

Was maßen sich Politik und Pharmaindustrie an, eine Therapieform so blindlings zu beschneiden, der sie doch im gleichen Atemzug vorwerfen, nichts als reine „Schwurbelei“ zu sein, eine rein emotionale Krücke für den hilfesuchenden Tierbesitzer, deren Wirksamkeit nicht über einen rein seelenschmeichelnden und geldbeutelleerenden Placeboeffekt hinausgeht? Die Homöopathie ist gewissermaßen zur Risikomedizin geworden.

Von offizieller Seite erklärt man diesen Beschluss damit, dass aufgrund der homöopathischen Laienmedizin so manchem Tier eine lebenserhaltende „richtige“ Medizin verwehrt würde. Anstatt jedoch beispielsweise die Ausbildung zum Tierheilpraktiker ebenso staatlich zu regeln wie den des Humanheilpraktiker, greift die Politik zu völlig unverhältnismäßigen Restriktionen und bewirkt damit ein teilweises Berufsverbot dieser Therapeuten.

Lassen wir uns davon einschüchtern? Sicher nicht. Nein, wir werden den Kopf nicht einziehen, künftig Pseudo-Homöopathie betreiben und unseren tierischen Patienten unser Wissen, unsere ganzheitlichen Denk- und Lösungsansätze, unsere Engagement und unsere Empathie nicht vorenthalten – gemeinsam mit den Verbänden kämpfen wir vor dem Bundesverfassungsgericht für den Erhalt dieser bewährten, hochwirksamen und nachhaltigen Therapieformen.

Was könnt ihr als Tierbesitzer tun? Sprecht über diesen Irrsinn, erzählt über eure positiven Erfahrungen mit der komplementären Veterinärmedizin, über Homöopathie und Naturheilkunde im Allgemeinen - teilt diesen Artikel und unterschreibt bitte diese Petition: Für den Erhalt unseres Berufszweiges und der Therapiefreiheit. Und vor allem zum Wohle unserer Haustiere.
https://www.openpetition.de/petition/online/therapiefreiheit-fuer-tiere-erhalten-tierarzneimittelgesetz-ueberarbeiten

Das höchste Ziel, das höchste Gut eines jeden Therapeuten ist es zu helfen, Leben zu erhalten, Leben zu verbessern. Und das können wir nur, indem wir unsere Werkzeuge auch nutzen dürfen und sie nicht einfach nur in der Schatztruhe unseres Wissens und unserer Theorien verstauben.
Lieben Dank.

24/10/2021

Der Weg zu einer kaputten Sehne ...

ist vielschichtig und nicht mit dem Satz "Der ist in ein Loch getreten." erklärt! Den Aspekt warum Muskelverspannungen zu Sehnenproblemen führen, möchte ich heute näher beleuchten.

Ein gesunder Muskel wechselt zwischen Anspannung und Entspannung. Bei der Anspannung wird er kürzer und eine Bewegung wird ausgelöst. Kommt es nun durch falsches Training, lange Stehzeiten, Fehlhaltungen oder unpassendes Equipment zu einer Verspannung, ist der Muskel dauerhaft verkürzt. Ein Muskel ist IMMER mit einer Sehne über den Knochen verbunden, um Bewegung zu ermöglichen. Folglich zieht ein verspannter (also verkürzter) Muskel dauerhaft vermehrt an der Sehne. Das schwächt das Gewebe oder führt sogar zu kleine Mikroläsionen.

Summieren sich nun mehrere Faktoren auf, die das Sehnengewebe schwächen oder sogar schädigen, dann kommt es zu einem Sehnenschaden. Dieser ist dann äußerlich zu sehen, zu fühlen und mit dem Ultraschall zu diagnostizieren. Wichtig ist also die vielen kleinen Dinge zu identifizieren, die das Sehnengewebe schwächen, damit während der Rehabilitation ein Rückfall vermieden werden kann.

Mehr zum Antrainieren nach Sehnenproblemen bekommst du im kostenlosen Online Seminar - Donnerstag, 21. Oktober, 20 Uhr
kostenlose Anmeldung über den Link https://event.webinarjam.com/register/48/5vqnzsn6

Hast du Fragen zum Thema? Stell sie gerne in die Kommentare und wir besprechen sie im Seminar.

Bitte unterzeichnet die Petition 🍀
25/08/2021

Bitte unterzeichnet die Petition 🍀

*Mit dem neuen Tierarzneimittelgesetz (TAMG), das am 28. Januar 2022 in Kraft treten soll, endet die Therapiefreiheit für unsere Haustiere. Durch die nationale Umsetzung der EU-Arzneimittelverordnung von 2019* droht ein Anwendungsverbot von rezeptfrei erhältlichen Humanarzneimitteln für Haustierh...

02/08/2021
Wichtig zu wissen ;)
28/06/2021

Wichtig zu wissen ;)

Die Anatomie des Pferdes versus Shetty 😜. Das erklärt doch einiges, oder?

Sehr lesenswert!
22/05/2021

Sehr lesenswert!

Kauft euch stabile Pferde

„Wir haben Probleme gute Nachwuchspferde zu finden. Warum? Sie stehen ab 7- oder 8jährig in den Pferdekliniken überall im Land“. Das sagte Klaus Balkenhol auf einem Vortrag.
Gilt das nur für die Sportpferde? Ich denke nicht. Aber warum ist das so? Diese Frage stellen sich viele Reiter, die bereit sind, doch alles für ihren Liebling zu tun. Sind es manchmal sogar gerade diese Pferde? Diejenigen die entweder 4x bandagiert in der Box stehen und nicht auf die Koppel dürfen, denn die Verletzungsgefahr ist zu groß oder diejenigen die nur im Schritt geritten werden, damit sie nicht schwitzen und sich erkälten? Oder sind es diejenigen die jedes Wochenende, über jeden verfügbaren Turnierplatz rennen müssen?

Die Fragen sind berechtigt. In meiner Funktion als Leiterin unserer Reha-Einrichtung für Pferde, begegnen uns sehr viele verschiedene Pferde, aus unterschiedlichen Rassen mit den ungewöhnlichsten Geschichten. Was wir immer wieder feststellen: Die Pferde sind deutlich anspruchsvoller und empfindlicher geworden. In meiner Jugendzeit waren die Pferde robuster und tolerierten viel mehr Fehler des Reiters, ohne gleich in körperliche Schwierigkeiten zu geraten. Die Warmblüter hatten ein kräftigeres Fundament und sie waren viel weniger elastisch in ihren Strukturen.
Die Zucht hat heute Pferde hervorgebracht, von denen man vor 20 oder 30 Jahren nur träumen konnte. Hochelastisch mit Mega-Raumgriff, Schwung und genialer Rittigkeit. Und definitiv viel sensibler, was die Umsetzung der Reiterhilfen angeht. Da würde man doch denken: Ja, super, das hört sich toll an. Das ist es auch.

Aber: diese hochkarätigen Pferde benötigen einen ebensolchen Reiter. Ungeschickte und noch unerfahrene Reiter tun sich damit schwer. Ein Pferd mit großen schwungvollen Bewegungen fordert dem Reiter einiges an Balance und Koordinationsfähigkeit ab. Genau das haben die Menschen immer weniger. Schon Kinder können (oder dürfen) auf keinen Baum mehr klettern, weil Helikoptermütter das zu verhindern wissen. Es wird beklagt, dass Kinder heute schon mit dem normalen Aufsitzen Probleme haben. Reiter die die Hilfen nicht gut koordinieren können, tun sich schwer damit, das notwendige reiterliche Gefühl zu entwickeln, das sensible Pferde brauchen, um schwungvoll und losgelassen gehen zu können. Eine gängige Praktik ist es dann, das Mega-Gangwerk auf die Drehzahl zu drosseln, die man noch einigermaßen gut sitzen kann, anstatt das junge Pferd zuerst in seiner Schubkraft und der Entwicklung des Ganges zu fördern. Ein fataler Fehler.

Überall sieht man Pferde, die mit den Hinterbeinen derart komatös schlurfen, dass man Angst bekommt ob sie die nächste Runde noch machen. Schlimm ist, dass diese Art der Fortbewegung dazu führt, dass der Brustkorb absinkt, ein Reiten von hinten nach vorne nicht stattfindet und dadurch extreme Scherkräfte auf das Skelett und das Bindegewebe einwirken. Ein korrekter Muskelaufbau kann nicht stattfinden. Diese elastischen Pferde haben von Natur aus ein weiches Bindegewebe. Das betrifft Sehnen, Bänder und Gelenke. Das ist ein naturgegebener Zustand, der durch Training nur geringfügig verändert werden kann. Die einzige Chance, ist der Aufbau einer starken und tragfähigen Muskulatur. Diese kann die bindegewebsartigen Strukturen unterstützen. Zum Aufbau dieser Muskulatur muss ein wirkliches Training stattfinden und kann durch alleiniges Bewegen nicht erreicht werden. Das stellt den Reiter vor hohe Anforderungen, denn die meisten Menschen möchten nach einem harten Arbeitstag, bei ihrem Pferd viel lieber entspannen und die Seele baumeln lassen. Ein durchaus verständlicher Wunsch.

Es gibt mittlerweile Kritiker der deutschen Pferdezucht, die die Züchter an den Pranger stellen, da sie angeblich durch starke Veränderungen im Exterieur und Gangbild schon in die Richtung der Qualzucht arbeiten. Das mag teilweise so sein, letztendlich muss die Geschichte aber aus beiden Richtungen beleuchtet werden. Zudem es nicht nur die deutsche Pferdezucht betrifft, auch Haflinger, Spanier, Friesen & Co. sind sehr oft stark überbeweglich.

Ein Züchter möchte seine Pferde kostendeckend bzw. mit Gewinn verkaufen. In Deutschland ist es kaum möglich, ein vierjähriges Pferd für einen vierstelligen Betrag aufzuziehen. Sollte es noch angeritten werden, kann es leicht das Doppelte sein. Bereit das zu bezahlen oder für ein Spitzenpferd eben auch einen Spitzenpreis zu bezahlen, sind in der Regel (von Ausnahmen natürlich abgesehen) eher die sportorientieren Reiter. Daher züchtet der Züchter das, was diese Reiter möchten. Hohe Elastizität, viel Raumgriff, viel Schwung. Auch andere Rassen werden mittlerweile häufig in Richtung Sportpferd verändert wie z B. der Edelbluthaflinger, ebenso PREs oder auch Friesen sehen anders aus als früher. Weil auch der Freizeitreiter mit einem edlen und bewegungsstarken Ross punkten will.
Was ist nun die Lösung? Kauft euch stabile Pferde! Das sind allerdings eher die unspektakulären, kleinen, kräftigen, mit kurzem Rahmen und wenig Bewegung. Und das sollte auch dem Züchter so kommuniziert werden.
Die Schwierigkeit dabei ist, wie kann ich ein stabiles Pferd überhaupt erkennen? Wie kann ich testen ob ich ein überbewegliches oder stabiles Pferd vor mir habe?
Man sollte immer jemand fachkundigen zum Pferdekauf mitnehmen, der eben genau dieses beurteilen kann. Eine Ankaufsuntersuchung sagt darüber übrigens rein gar nichts aus.
Gute Röntgenbilder zeigen dieses Problem nicht auf. Das ist auch der Grund, warum stabile Pferde mit schlechten Röntgenbildern durchaus sehr lange gut laufen und Pferde die röntgenologisch keinen Befund haben, immer wieder lahm gehen. Sichtbare Probleme sind wiederkehrende Lahmheiten, Rückenprobleme, Rittigkeitsprobleme oder Widersetzlichkeiten.
Stabile Pferde sind wesentlich robuster, können Reiterfehler besser wegstecken und können auch bei weniger intensivem Training lange geritten werden. Sie sind wesentlich tragfähiger und weniger anfällig für Probleme des Bewegungsapparates.

Damit diese Pferde wieder gezüchtet werden, muss der Käufer diesen Wunsch direkt äußern und auch preislich honorieren. Ein höherer Kaufpreis ermöglicht dem Züchter eine gute Aufzucht und die Möglichkeit, auch Käufer für diese Pferde zu finden, auch wenn sie nicht das große Bewegungspotential haben. Eine Win-Win-Situation für beide.

Adresse

Hauptstraße 17
Neuenhofe
39345

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