Familienzeit mit Herz

Familienzeit mit Herz Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Familienzeit mit Herz, Zentrum für Schwangerenbetreuung, Neustadt an der Donau.

Mütterpflegerin
Doula
Staatlich anerkannte Erzieherin
Fachkraft für frühkindliche Entwicklungsberatung
Kursleitung Babymassage
Referentin für die Tagesmutter Ausbildung

Wie oft ich schon Frauen, Familien und Institutionen von ihrem gesetzlichen Anspruch berichtet habe?Ich habe aufgehört z...
20/01/2026

Wie oft ich schon Frauen, Familien und Institutionen von ihrem gesetzlichen Anspruch berichtet habe?
Ich habe aufgehört zu zählen.
Wie oft ich es noch tun werde?
Solange bis es alle wissen.
Mütterpflege/Haushaltshilfe ist kein Bonus.
Keine Sonderleistung.
Kein „wenn du Glück hast“.
Sie ist ein gesetzlicher Anspruch.
Trotzdem wissen unzählige Mütter nichts davon.
Das ist kein individuelles Versäumnis.
Das ist ein kollektives Schweigen.
Ein Schweigen, das dazu führt, dass Mütter (nach der Geburt) alleine bleiben –
mit körperlicher Erschöpfung, mit psychischer Überlastung, mit Verantwortung, die kaum zu tragen ist.
Ein Schweigen, das dafür sorgt, dass Hilfe existiert, aber nicht ankommt.
Ein Recht, das man nicht kennt, kann man nicht nutzen.
Und ein Recht, das systematisch nicht kommuniziert wird, erfüllt seinen Zweck nicht.
Deshalb reicht es nicht, dass Mütterpflege „irgendwo im Gesetz steht“.
Sie muss aktiv erklärt, sichtbar gemacht und normalisiert werden.
In Arztpraxen
In Kliniken
Bei Hebammen
Bei Krankenkassen
Nicht als Geheimtipp. Sondern als Standard.
Wenn du das hier liest, hast du Wissen.
Wissen ist nicht neutral.
Wissen kann entlasten.
Wissen kann schützen.
Wissen kann verhindern, dass Mütter denken, sie seien zu schwach, zu sensibel, zu unfähig.
Darum: Verbreite dieses Wissen.
Erzähl anderen davon.
Teile es weiter.
Nicht, damit jede Mutter Mütterpflege in Anspruch nehmen muss.
Sondern damit jede Mutter die Wahl hat.
Wahl braucht Information.
Und Information ist Verantwortung.
Solange Mütterrechte vom Zufall abhängen,
ist Schweigen Teil des Problems.
Mach es öffentlich.
Mach es laut.
Mach aus einem verschwiegenen Anspruch einen gelebten.
Damit jede Mutter von ihrem Recht Gebrauch machen kann – wenn sie es braucht.
Sozial betrachtet ist es strukturelle Gewalt, wenn Unterstützung existiert und systematisch nicht kommuniziert wird.

💬 Lasst uns darüber sprechen.
🔁 Teilt das, damit Informationen dort ankommen, wo sie gebraucht werden.

MÜTTERPFLEGE
MAMA
SUPPORT
GESETZ

Meine letzten beiden Schwangerschaften waren für mich unglaublich anstrengend.Bis zu 20 mal am Tag musste ich mich überg...
19/01/2026

Meine letzten beiden Schwangerschaften waren für mich unglaublich anstrengend.
Bis zu 20 mal am Tag musste ich mich übergeben, lag deshalb mehrere Male stationär im Krankenhaus,weil ich mich nicht mehr auf den Beinen halten konnte.
Meine letzte Schwangerschaft lag ich ab der 34 SSW im Krankenhaus, wegen einer Symphysenlockerung,die mich nicht mal mehr aufs Klo gehen ließ, da ich nicht mehr gehen konnte ohne so starke Schmerzen,die mich zum Weinen brachten.
Beide Male einmal geplant einmal ungeplant wurden die Kinder per Sectio auf die Welt geholt.
Beide Male hatte ich die ersten Wochen Unterstützung von meinem Mann,bis dieser wieder arbeiten ging.
Doch danach hatte ich keine Unterstützung mehr.
Warum?
Nicht weil ich keinen Anspruch während der Schwangerschaft und nach der Geburt gehabt hätte, sondern weil es mir keiner gesagt hat.
Rückblickend finde ich das fahrlässig.
Denn die Unterstützung einer Haushaltshilfe/ Mütterpflegerin ist im SGB V ganz klar geregelt.
Dieser Anspruch ist genau dafür gedacht.
Frauen mit einer Notwendigkeit zu helfen, ihnen bei der Genesung Unterstützung anzubieten oder bei einer akuten Krankheit Entlastung zu ermöglichen.
Sodass sie heilen kann und bspw. die Kinder versorgt werden.
Ich bin Mütterpflegerin geworden,
weil ich sie selbst so dringend gebraucht hätte.
Heute tue ich genau das,
was mir damals verwehrt geblieben ist.
Ich halte Raum, stärke Mütter und informiere, bevor Erschöpfung laut wird.
Nicht aus Wut.
Sondern aus Liebe.
Aus dem tiefen Wunsch heraus,
dass keine Mutter mehr im Stillen leidet,
nur weil ihr das Wissen fehlt.
Es darf nicht länger ein blinder Fleck sein.
Mütter dürfen nicht länger unwissend verzichten.
Das muss sich ändern.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn Hilfe möglich wäre –
aber unerreichbar bleibt, weil niemand darüber spricht.
Deshalb spreche ich heute.
Laut und klar.
Für all die Mütter,
die gerade denken, sie seien zu empfindlich oder zu schwach.

Das bist du nicht, Du befindest dich nur in einem gesellschaftlichen System, welches Mütter- leidende,kranke Mütter unsichtbar macht.

Deshalb stehe ich für Sichtbarkeit.

Weshalb bist du als Mütterpflegerin tätig?
Verrate es mir gerne in den Kommentaren.

Gestern bekam ich diese Nachricht.Meine Antwort ist klar:Nein. Ich höre nicht auf. Danach geht es erst richtig los.Denn ...
16/01/2026

Gestern bekam ich diese Nachricht.
Meine Antwort ist klar:
Nein. Ich höre nicht auf. Danach geht es erst richtig los.
Denn ist man wirklich überqualifiziert, um Familien in einer der verletzlichsten und intensivsten Phasen ihres Lebens zu begleiten?

Wäsche waschen heißt:
➡️ Entlastung, wenn alles zu viel ist.
Kochen heißt:
➡️ Nährung, Halt und Stabilität im Wochenbett.
Ein Baby tragen heißt:
➡️ Bindung schützen, Eltern stärken, Übergänge halten.

Mütterpflege ist keine „einfache Arbeit“.
Sie ist Beziehungsarbeit, Präventionsarbeit, Bildungsarbeit.
Sie braucht Fachwissen, Empathie, Erfahrung.
Bildung entfernt mich nicht von dieser Arbeit.
Sie bringt mich tiefer hinein.
Ich begleite Familien nicht trotz meines Abschlusses- sondern genau deshalb.

Weshalb habe ich diese Nachricht erhalten?
Sie ist Ausdruck mehrerer tief verankerter gesellschaftlicher Denkmuster.
In unserer Gesellschaft gilt Arbeit dann als „wertvoll“, wenn sie:
-gut bezahlt ist
-sichtbar produktiv wirkt
-Status und Aufstieg verspricht
Care-Arbeit (Mütterpflege, Wochenbettbegleitung, Mental Load) erfüllt all das nicht im klassischen Sinne – obwohl sie existenziell ist.
Deshalb wird sie oft auf „Wäsche waschen und Baby tragen“ reduziert.
Genau hier liegt die eigentliche Problematik:
Mental Load, Care-Arbeit und die Versorgung von Familien haben in unserem System keinen echten Wert.
Nicht, weil sie unwichtig sind.
Sondern weil sie nicht messbar, nicht profitabel und meist weiblich sind.
Familien sollen funktionieren.
Mütter sollen auffangen.
Wenn es zu viel wird, heißt es: „Das ist doch privat.“
Dabei ist strukturelles Versagen.
Die Versorgung von Familien in Schwangerschaft, Wochenbett und früher Elternschaft ist keine nette Zusatzleistung.
Sie ist Prävention, Gesundheitsarbeit und Fundament für kommende Generationen.
Überlastung im Wochenbett hat langfristige Folgen – für Eltern, Kinder und Beziehungen.

Was wir nicht bezahlen, erklären wir zur Privatsache.
Was wir zur Privatsache erklären, tragen überwiegend Frauen.
Und was Frauen tragen, wird abgewertet.
Das ist Systemlogik.
Und genau darüber müssen wir sprechen.
Laut. Ehrlich. Unbequem.

MÜTTERPFLEGE
CARE
STUDIUM
FAMILIE

Was, wenn Zeit nicht alle Wunden heilt.Was, wenn sie sie nur leiser macht.Was, wenn sie sie tiefer vergräbt.Wunden, die ...
15/01/2026

Was, wenn Zeit nicht alle Wunden heilt.
Was, wenn sie sie nur leiser macht.
Was, wenn sie sie tiefer vergräbt.

Wunden, die entstehen,
weil Frauen im Wochenbett alleine sind.
Weil sie funktionieren sollen,
während ihr Körper heilt und ihre Seele zerbricht.
Wunden, die entstehen, wenn Babys schreien und niemand fragt, wer die Mutter hält.
Wunden, geboren im Wochenbett, während alle wegsehen & die Mutter verschwindet.
Niemand sieht, wie Einsamkeit sich einnistet.
Wie Depressionen flüstern, während draußen gesagt wird:
„Genieß die Zeit.“
Was, wenn Zeit nichts repariert, sondern nur verlangt,
dass wir weitermachen.

Wenn Erschöpfung als Schwäche gilt.
Wenn Tränen übergangen werden.
Wenn Depressionen leise wachsen zwischen Stillen, Schlafmangel und dem Satz:
„Andere schaffen das doch auch.“
Vielleicht heilt Zeit nicht.
Vielleicht erinnert sie uns nur daran,
wie lange wir schon stark sein mussten.
Vielleicht brauchen Wunden keine Zeit, sondern Nähe.
Zuhören.
Hilfe.
Eine Gesellschaft, die Mütter nicht erst sieht,
wenn sie zusammenbrechen.
Manche Wunden gehen nicht.
Sie bleiben zu Gast.
Still.
Unauffällig.
Mit einem festen Platz in der Brust.
Sie verschwinden nicht vollständig.
Sie räumen nur auf, ziehen sich ordentlich an & lernen, nicht zu stören.
Und dann – an manchen Tagen –
schmerzen sie wie am ersten Tag.
Wenn ich noch einmal das Wort Mindset höre in einem Raum voller erschöpfter Mütter, dann schreit etwas in mir.
Nicht, weil Haltung unwichtig wäre.
Sondern weil man kein Mindset braucht,
wenn man alleine ist.
Kein positives Denken stillt Erschöpfung.
Kein Journaling heilt Einsamkeit.
Kein Atemzug ersetzt eine helfende Hand.

Vielleicht sollten wir aufhören,
Frauen zu erklären,
wie sie fühlen sollen – und anfangen,
sie nicht alleine zu lassen.
Wie siehst du das?

MINDSET
GEBURT
MÜTTERPFLEGE
REICHWEITE

14/01/2026

Viele Mütter wissen nicht, dass es sie gibt:
die Möglichkeit einer Mütterpflegerin.
Nicht, weil sie sie nicht brauchen –
sondern weil niemand darüber spricht.
Nach der Geburt liegt der Fokus oft auf dem Baby.
Doch wer hält die Mutter?
Wer sorgt dafür, dass sie isst, ruht, ankommt, heilt?

Was ist mit den Frauen, die heilen, ankommen und dabei Unterstützung benötigen?
Sie werden alleine gelassen - im Stich gelassen auf sich selbst gestellt.

Nicht, weil es keine Hilfe gibt –
sondern weil niemand davon erzählt.

Mütterpflegerinnen schließen genau diese Lücke.
Sie begleiten, entlasten, stabilisieren.

Dass so wenige sie kennen,
ist kein Zufall –
es ist ein strukturelles Problem.

Solange diese Arbeit unsichtbar bleibt,
kann sie nicht gewählt werden.
Was nicht sichtbar ist, erreicht die Frauen nicht,
die es brauchen.

👉 Deshalb braucht es Sichtbarkeit.
👉 Deshalb braucht es Stimmen.
👉 Deshalb braucht es dich.

Du kannst Teil davon sein:
Indem du diesen Beitrag teilst
Indem du darüber sprichst
Indem du die Mütterpflege weiterempfiehlst
Indem du den Raum für Mütter größer machst
Für eine Zeit nach der Geburt, die trägt – nicht überfordert.

SICHTBARKEIT
FRAUEN
WOCHENBETT
MÜTTER

Vor meinem ERSTEN Kommen in die Familien höre ich ganz oft:"Silvia ich schäme mich so, hier sieht's so aus." Oder auch"E...
13/01/2026

Vor meinem ERSTEN Kommen in die Familien höre ich ganz oft:
"Silvia ich schäme mich so, hier sieht's so aus." Oder auch
"Es tut mir leid, dass ich so ungepflegt aussehe, ich weiß nicht wann ich zum Letzten Mal geduscht habe."

Genau deshalb bin ich hier, dass ich bei euch ein wenig für Ordnung sorge und du dich in Ruhe duschen kannst😜

Was mir als Mütterpflegerin wirklich total egal ist ..... ob hier Chaos herrscht...ob du heute geduscht hast...ob das Baby schläft oder getragen
werden will...ob du dich gerade stark oder völlig
überfordert fühlst.

Mir ist wichtig, dass du nicht alleine
bist oder dich so fühlst.
Dass du isst.
Dass du atmest.
Dass du dich gesehen fühlst.
Wochenbett ist keine Leistungsschau.
Es ist eine sensible Zeit - wie ein
warmer Schutzraum, nicht wie ein
Ort voller Erwartungen.

Ich komme nicht, um zu bewerten.
Ich komme nicht, um zu vergleichen.
Ich komme nicht, um ,Tipps von "oben herab"zu geben.

Ich komme, um da zu sein.
Um Hände frei zu machen.
Um Räume zum Durchatmen zu schaffen.
Um Familien in einer sensiblen Zeit zu halten.
Du musst nichts leisten, nichts erklären, nichts beweisen.
Du darfst einfach sein.

Was mir nicht egal ist:
Dass Mütter sich im Wochenbett ständig erklären müssen.
Dass Erschöpfung romantisiert wird.
Dass Hilfe immer noch als Schwäche gilt.
Wochenbett ist kein Soft-opening für dein altes Leben.
Es ist eine Zeit, in der du gehalten werden darfst.

Ich diskutiere nicht darüber, ob Mütter Unterstützung verdienen.
Sondern dafür, dass sie sie bekommen.

Ich bin für Dich da
Melde dich gerne bei mir, wenn du Unterstützung einer Mütterpflegerin wünscht.

MÜTTERPFLEGE
WOCHENBETT
BABY
MAMA

Bedürfnisorientierung beginnt beim Wahrnehmen.Nicht beim Vergleichen, nicht beim Verhalten.Sondern beim Hinschauen - der...
12/01/2026

Bedürfnisorientierung beginnt beim Wahrnehmen.
Nicht beim Vergleichen, nicht beim Verhalten.
Sondern beim Hinschauen - der Grundhaltung.
Am Morgen vor der Kita wirken die Bedingungen oft
gleich:
Jacke an, Rucksack auf, Abschiedskuss.
Doch hinter jedem Kind steht eine andere Nacht.
Ein Kind ist ausgeschlafen, satt und sicher -
behütet im eigenen Bett oder im Familienbett.
Ein anderes hört seit Wochen abends Streit, weint
sich in den Schlaf und findet keine Ruhe.
Und wieder ein anderes hat zu Hause kaum Raum,
sich zu entfalten, laut zu sein oder einfach es selbst
zu sein. Ein weiteres erlebt Gewalt oder Ablehnung.
Alle kommen mit unterschiedlichen Bedürfnissen an.
Alle verdienen Fachkräfte,die wahrnehmen, beobachten und ihr Handeln danach richten.
Bedürfnisorientierung bedeutet nicht, alle Kinder nach Schema F zu begleiten.
Bedürfnisorientierte Begleitung bedeutet, jedem Kind das zu geben, was es gerade braucht.
Denn Verhalten ist nie das "Problem"-
es ist die Sprache hinter dem, was fehlt.
Bedürfnisorientierung beginnt bei Beziehung.
Bei echtem Hinsehen - bei der pädagogischen Grundhaltung.
Am Morgen in der Kita stehen mehrere Kinder da.
Gleiche Garderobe. Gleiche Uhrzeit.
Und doch völlig unterschiedliche Welten.
Wir sehen vielleicht das Klammmern.
Die Wut.
Die Tränen.
Was wir nicht sehen:
den fehlenden Schlaf,
die Angst, das Alleinsein.
Bedürfnisorientierung bedeutet:
Ein ruhiges Wort.
Ein offenes Ohr.
Ein Platz zum Ankommen.
Denn Kinder regulieren sich nicht allein.
Sie leihen sich unsere Ruhe,
unsere Nähe, unser Verständnis und unsere Zeit.
Und manchmal ist genau das die Wichtigste
pädagogische Arbeit des Tages.

KINDER
BEDÜRFNISORIENTIERUNG
PÄDAGOGIK
HALTUNG

08/01/2026

Aussagen wie
`Das Kind manipuliert durch Schreien' oder
,Bindungsorientierung verweichlicht'

basieren nicht auf Entwicklungspsychologie,
sondern auf überholten
Erziehungsvorstellungen.

Diese Sätze halten sich hartnäckig -
obwohl sie Kindern schaden. Zeit für einen Perspektivwechsel.

Pädagogisches Handeln erfordert
Perspektivwechsel, einen Blick fürs Ganze und Wissen über (heil-)pädagogische und psychologische Grundkenntnisse.

Um Kinder ganzheitlich zu verstehen, ist es
notwendig, unterschiedliche Blickwinkel
einzunehmen:
Die subjektive Wahrnehmung des Kindes, den
familiären Kontext, gruppendynamische Prozesse, neurobiologische Gegebenheiten,
sowie die eigene professionelle Haltung.
Verhalten ist immer Ausdruck innerer Prozesse und
individueller Erfahrungen.
Eine ressourcenorientierte, reflektierte Pädagogik
fragt daher nicht :
"Was ist auffallig?"
sondern:
"Was braucht dieses Kind gerade?"

Erst durch Beobachtung, Reflexion und Empathie
entsteht ein vollständiges Bild, wird eine angemessene, entwicklungsgerechte Begleitung und Förderung
ermöglicht.

Pädagogisches Handeln kann nur dann wirksam
sein, wenn es auf einem ganzheitlichen Verständnis des
Kindes basiert.
Kinder zeigen Verhalten nicht isoliert.
Es steht immer im Zusammenhang mit ihrem
Entwicklungsstand, ihren Bindungserfahrungen, aktuellen Bedürfnissen sowie den äußeren Rahmenbedingungen, in denen sie sich bewegen.
Ein einzelnes Verhalten zu bewerten, ohne den Kontext zu berücksichtigen, führt zu Fehldeutungen - und damit zu
pädagogischen Maßnahmen,
die dem Kind nicht gerecht werden.
Ein ganzheitlicher Blick bedeutet,
Beobachtungen einzuordnen, Perspektiven zu
wechseln und das Kind in seiner Gesamtheit wahrzunehmen:
emotional, sozial, kognitiv und körperlich.

Professionelle Pädagogik bedeutet, Komplexität
auszuhalten und Kinder ebenso wie ihre Familie in ihrer Entwicklung differenziert wahrzunehmen - auf Augenhöhe.

6:00 Uhr der Wecker klingelt, nach zwei Wochen Ferien.Verschlafene Gesichter, erschöpfte Eltern an Kindergartentüren - w...
07/01/2026

6:00 Uhr der Wecker klingelt, nach zwei Wochen Ferien.
Verschlafene Gesichter, erschöpfte Eltern an Kindergartentüren - was für ein Ritt - obwohl es erst 8:00 Uhr morgens ist.
Viel Co- Regulation wurde heute morgen in vielen Haushalten geleistet - klopft euch auf die Schulter.

Denn nach den Ferien braucht es erstmal wieder Zeit, um
in den Alltag zurückzufinden - moralisch neutral, wie viel schlußendlich.

Die Ferien waren "anders":
spätere Abende, weniger Termine, mehr Freiheit.
Eventuell viele soziale Kontakte rund um die Weihnachtszeit, Geschenke,...
Kein Wunder also, dass der Wechsel zurück in feste Zeiten, Schule, Kita und Verpflichtungen nicht von heute auf morgen reibungslos klappt.
Kinder müssen sich neu orientieren.
Eltern übrigens auch.
Unruhe, Müdigkeit, Widerstand oder emotionale
Ausbrüche sind keine ,Probleme", sondern Zeichen
von Sammeln.
Übergänge fordern Kraft - und
genau deshalb brauchen sie Begleitung statt Druck.
Es ist okay, wenn:
• der Morgen länger dauert
• Routinen erst wieder wachsen müssen

Rhythmus entsteht Schritt für Schritt.

Andere Tagesstrukturen, andere Regeln, andere Personen, mehr Reize weniger freie Zeit -
all das muss erst wieder verarbeitet
werden.

Jedes Kind bringt sein eigenes Tempo
mit.
Und genau dieses Tempo verdient Raum und Begleitung.

Liebe Eltern, Liebe Fachkräfte....
gebt Euch und den Kindern Zeit & Raum um Anzukommen.
Ankommen dürfen statt aushalten müssen.
Begleitet auch diese Übergänge nach einer Ferienpause bewusst.
Haltet Erwartungen realistisch, plant keine großen Projekte in den Einrichtungen oder schiebt viele Termine an den Nachmittagen in euren Alltag.
Vermittelt Sicherheit durch verlässliche Strukturen.

Seid präsent für auch einen "kleinen" Übergang.



30/12/2025

Viele - und insbesondere neurodivergente - Kinder
und Erwachsene zeigen eine erhöhte sensorische
Sensibilität.
Kurz zusammengefasst ist es eine erhöhte Sensibilität des Nervensystems, bei der Umweltreize intensiver verarbeitet werden, was einerseits schneller zu Überforderung führen kann, andererseits aber auch eine tiefere Wahrnehmung ermöglicht.
Bei ADHS und Autismus ist die sensorische Reizverarbeitung häufig anders organisiert:
Reize werden weniger gefiltert, gleichzeitig oder intensiver verarbeitet. Das Nervensystem befindet sich dadurch schneller in einem Zustand von Übererregung (Hyperarousal).
Der hier gezeigte Projektor bietet im Gegensatz
dazu gleichmäßige, vorhersehbare und visuell
strukturierte Reize. Aus fachlicher Sicht wirken
solche Reize häufig regulierend, da sie dem Gehirn
Vorhersagbarkeit und Ordnung bieten -zwei
Faktoren, die für die Selbstregulation zentral sind.
Besonders für Kinder im Autismusspektrum, aber
auch für ADHSler:innen, können langsame
Bewegungen, sanfte Farbverläufe und repetitive (wiederholend) Muster hilfreich sein. Sie binden die
Aufmerksamkeit auf eine Weise, die nicht kognitiv
fordert. Es entsteht eine Form von externer
Aufmerksamkeitsstruktur, die das interne Chaos
reduziert.
Wichtig:
Die Wirkung sensorischer Reize ist hoch individuell.
Nicht jedes Kind empfindet es als angenehm, und selbst bei ein und derselben Person kann die Wirkung je nach Tagesform, Kontext und Belastungsniveau variieren. Sensorische Hilfsmittel sind daher kein universelles ,Beruhigungsmittel",
sondern ein mögliches unterstützendes Angebot, welches didaktisch eingesetzt werden kann.
Aus meiner persönlichen Perspektive als ADHSlerin
fühlt sich das so an:
Mein Kopf wird leiser.
Gedanken springen weniger.
lch muss nichts ,leisten", nichts sortieren, nichts
kontrollieren.
Mein Blick darf ruhen, und genau das
wirkt entlastend.
Es ist, als würde mein Nervensystem für einen Moment einen sicheren Fokus haben.

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Kein Affiliate.
Disclaimer: Unbeauftragte Werbung (selbst gekauft)

Welche visuellen Reize helfen dir oder deinem
Kind, zur Ruhe zu kommen?

28/12/2025

Immer wieder stoße ich auf Aussagen
bei Instagram oder im realen Leben wie:
,,U3-Betreuung ist schädlich - Kinder müssen zuhause
bleiben!"

,Kinder unter 3 brauchen einzig ihre Mutter für eine
sichere Bindung."

Ehrlich: Welchen Mehrwert haben solche Aussagen?
Schuldzuweisungen?
Angst?
Noch mehr Mental Load - besonders für Mütter?

Ein fachlicher Diskurs zu solchen umfangreichen Themen
auf Instagram zu starten ist natürlich schwierig, dem bin
ich mir mehr als bewusst.

Aber solche Aussagen unbeantwortet eine Reichweite zu
geben, und dies als Wissen oder Aufforderung zu
präsentieren auch.
Denn Pädagogik, Psychologie und Theorien sind keine
Meinung.
Als Erzieherin sehe ich das anders - und ich möchte ein
paar Mythen aus der Welt räumen:
• Kinder gehören niemandem.
Sie sind eigenständige Personen, keine Besitzobjekte.
• Bindung ist keine Frage des Ortes.
Kinder können mehrere sichere Bindungen entwickeln - zu
Müttern, Vätern, Großeltern, pädagogischen Fachkräften
oder anderen konstanten Bezugspersonen.

Es zählt, wie Beziehung gestaltet wird:
feinfühlig, verlässlich, emotional verfügbar- nicht wer die
Person ist.

27/12/2025

Neurodivergente Kinder nehmen
die Welt anders wahr- ungefiltert oder intensiver.
Es geht dabei nicht darum, welche Weise besser ist, sondern um Verständnis.
Sie verarbeiten Informationen anders und lernen oder verarbeiten sie auf ihre eigene Weise.
lch bin Erzieherin - und selbst neurodivergent.
Ich kenne das Gefühl, anders zu sein,
mich anzupassen und dabei oft übersehen zu werden.
Dieses Erleben prägt meine Arbeit:
Kinder brauchen keine Korrektur, sondern Räume, in denen sie sich sicher fühlen, verstanden werden
und ihre Stärken entfalten können.
Pädagogik bedeutet für mich, hinzuschauen, zu
verstehen und zu begleiten -
nicht zu bewerten oder
anzupassen.
Wenn neurodivergente Kinder
wirklich gesehen werden, entsteht Teilhabe.
Ihre Bedürfnisse werden ernst genommen,
ihre Stärken sichtbar gemacht und ihre Entwicklung nachhaltig unterstützt.
Inklusion beginnt nicht bei Methoden,
sondern bei Haltung: Aufmerksamkeit, Empathie
und echtes Verstehen.
Warum fällt es neurotypischen Menschen
manchmal schwer, neurodivergente Menschen zu
verstehen?
Weil die Art der Wahrnehmung, Kommunikation und
Reizverarbeitung sich oft ziemlich unterschieden.
Das nicht auf Anhieb verstehen ist nicht problematisch.
Niemand weiß alles.
Problematisch wird es erst dann, wenn man nicht
bereit ist hinzusehen, zuzuhören und sich
weiterzubilden.
Verständnis beginnt mit Lernen.
Respekt beginnt mit Offenheit.

Deshalb gebe ich mein Wissen als Erzieherin und angehende Kindheitspädagogin weiter:
Als Dozentin begleite ich (pädagogische)
Einrichtungen in Fortbildungen zu Neurodivergenz,
inklusiver Haltung und bedürfnisorientierter Praxis -
damit mehr Kinder gesehen werden und die
Unterstützung bekommen, die sie verdienen.

Bei Interesse kannst du dich gerne unter
familienzeitmitherz@web.de melden und ein unverbindliches Angebot erfragen.
Teile es gerne mit Einrichtungen und Institutionen,die mehr hinsehen wollen - statt die Augen zu verschließen.
Rund um Ingolstadt könnt ihr mich gerne zu Euch einladen.

Mein Fortbildungsangebot findet ihr unter
www.familienzeitmitherz.de

Adresse

Neustadt An Der Donau
93333

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