18/05/2026
Besser kann der Tag für mich heute eigentlich gar nicht starten.
Dieses Pferd begleite ich seit mehreren Monaten. Letztes Jahr im Mai, beim Weiterauftrieb, wollte es plötzlich keinen Meter mehr mitlaufen. Einfach Stopp. Die Besitzerin ist daraufhin in die Klinik gefahren – CT, volle Diagnostik. Und das Ergebnis war ehrlich gesagt erstmal ein Schlag: mehrere arthrotische Veränderungen an beiden Vordergliedmaßen und an der Halswirbelsäule.
Das Pferd kam mit dem Auftrag „physiotherapeutisch aufbauen” aus der Klinik. Und genau da haben wir angefangen.
Seit der Diagnostik ist er in regelmäßiger physiotherapeutischer Behandlung, und seit mehreren Monaten habe ich ihn zusätzlich im therapeutischen Training. Wir bauen vorsichtig auf, ich entscheide, wann eine Therapieeinheit dazu kommt – und die Besitzerin vertraut mir da komplett. Sie war so unfassbar fleißig. Hat alles mitgemacht, auch an den Tagen, an denen es nicht glatt lief.
Und dann kam dieses Jahr der Weiterauftrieb. Wisst ihr, was er gemacht hat? Er ist ganz vorne weg im Galopp mit der Herde mitgelaufen. Das gleiche Pferd, das im Jahr davor überhaupt nicht mitgaloppiert ist. Schon allein dieser Moment war Gold wert.
Heute Morgen war er wieder bei mir. Stangentraining. Anschließend eine Sleip-Messung.
Schaut euch das Ergebnis an:
➡️ Keine distinkten Bewegungsasymmetrien. Alle vier Gliedmaßen symmetrisch. Bei einem Pferd mit multiplen Arthrosen.
Weswegen erzähle ich euch das?
Wenn euer Pferd eine Arthrose-Diagnose hat, Kissing Spines, irgendetwas Degeneratives – das ist nicht das Ende. Aber es braucht ein angepasstes, kontinuierliches Training. Physiotherapie im richtigen Rhythmus. Objektive Kontrolle – bei mir die KI-Ganganalyse, damit wir sehen, ob es in die richtige Richtung geht. Und eine Besitzerin, die mitzieht.
Dann sind diese Pferde nicht „kaputt”. Die verändern sich.
Genau dafür mache ich diesen Beruf. 💚
📍 Equi in Statera – mobile Pferdephysiotherapie, Osteopathie & Chiropraktik | Celle & Hannover