28/01/2026
Ergonomie an offenen Kommissionierungs- und Industriearbeitsplätzen
Belastungen erkennen – Gesundheit langfristig sichern
Kommissionierungs- und Industriearbeitsplätze zählen zu den körperlich anspruchsvollsten Arbeitsumgebungen. Dynamische Belastungen, repetitive Bewegungsabläufe, Heben und Tragen sowie wechselnde Körperhaltungen wirken hier direkt auf den Bewegungsapparat. Zusätzlich erhöhen Schichtarbeit und hohe Taktzeiten die ergonomischen Anforderungen.
Ein zentrales Thema ist die anthropometrische Vielfalt der Mitarbeitenden. Häufig müssen Menschen mit sehr unterschiedlichen Körpermaßen dieselben Tätigkeiten ausführen. Fehlende Anpassungsmöglichkeiten führen dabei zu ungünstigen Haltungen und erhöhten Belastungen.
Unsere Feldbeobachtungen zeigen:
Schon kleine Abweichungen in Arbeitshöhe oder Greifraum können erhebliche Mehrbelastungen verursachen.
Besonders relevant sind:
Reichweitenzonen: Ungünstig platzierte Arbeitsmittel erhöhen die Schulter- und Armbeanspruchung.
Dynamische Bewegungsfolgen: Repetitives Greifen und Drehen belastet Sehnen und Gelenke.
Belastungsspitzen im Schichtverlauf: Mit zunehmender Ermüdung verschlechtern sich Haltung und Präzision.
Wechselnde Arbeitsplätze: Schichtsysteme erschweren individuelle Einstellungen.
Ergonomisch optimierte Industriearbeitsplätze sind daher ein wesentlicher Faktor für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Produktivität. Objektive Feldstudien helfen, Belastungen gezielt zu identifizieren und Maßnahmen wirksam zu priorisieren.
Die IGR untersucht ergonomische Anforderungen an Industrie- und Kommissionierungsarbeitsplätze im Rahmen unabhängiger Feldstudien und bewertet, welche Arbeitsplatzlösungen ergonomische Mindestanforderungen erfüllen.
Weitere Informationen zur Produktzertifizierung:
https://igr-ev.de/zertifizierung/produktzertifizierung/