29/01/2026
Mit tiefer Trauer nimmt die DGAI Abschied von ihrem Ehrenmitglied und früheren Präsidenten Prof. Dr. med. Dr. h.c. Klaus Peter, der am 27. Januar 2026 im Alter von 87 Jahren verstorben ist. Mit ihm verliert die deutsche Anästhesiologie einen Gestalter, Visionär und Mentor – und damit eine ihrer prägendsten Persönlichkeiten der vergangenen Jahrzehnte.
In einer Phase, in der die Anästhesiologie noch um ihre Rolle und Sichtbarkeit rang, vermittelte er dem Fach ein klares, selbstbewusstes Profil – wissenschaftlich fundiert und interdisziplinär verankert. Festes Fundament war hierbei immer die gelebte Kooperation mit den operativen Partnern. In Würdigung seiner Verdienste um die Zusammenarbeit der Fachgebiete und Fachgesellschaften Chirurgie und Anästhesiologie verlieh die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) Prof. Peter im Jahr 2001 – als erstem Anästhesiologen überhaupt – die Ehrenmitgliedschaft.
Prof. Klaus Peter war der DGAI über Jahrzehnte eng verbunden und hat ihre Entwicklung maßgeblich mitgestaltet. Seit seinem Eintritt in die Fachgesellschaft im Jahr 1971 übernahm er Verantwortung auf zentraler Ebene – als Vorsitzender des Landesverbands Bayern der DGAI (1979–1980, 1983–1984), Präsident der DGAI (1987/88) sowie als Kongresspräsident des Zentraleuropäischen Anästhesiekongresses (1987) sowie des Deutschen Anästhesiekongresses (1988) in München.
Die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der DGAI im Jahr 2003 war Ausdruck der besonderen Wertschätzung für einen Anästhesiologen, der die DGAI und die deutsche Anästhesiologie nachhaltig geprägt hat. Seine Fähigkeit, große Visionen mit langfristiger Konsequenz zu verfolgen, verband sich mit einem feinen Gespür für den richtigen Moment und einer klaren Haltung.
Mit Prof. Klaus Peter ist – wenige Tage nach Prof. Klaus van Ackern – eine weitere Ikone der deutschen Anästhesiologie von uns gegangen. Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin sowie der Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten verneigen sich in Dankbarkeit und Respekt vor einer außergewöhnlichen Persönlichkeit.