04/03/2026
Wie unsere Ängste weitergegeben werden
Wir erklären unsere Ängste oft ganz logisch:
„So wurde ich erzogen“, „Ich mache mir einfach viele Sorgen“, „Das ist mein Charakter“.
Doch viele Ängste haben mit unserem Charakter oder unserer Erziehung gar nicht so viel zu tun.
Sie entstehen viel früher – zu einer Zeit, als wir noch gar nicht auf der Welt waren.
Wenn eine Mutter während der Schwangerschaft in ständiger Angst lebt, unter Druck steht oder sich permanent im „Überlebensmodus“ befindet, produziert ihr Körper dauerhaft Stresshormone wie Cortisol.
Und dieses Cortisol wirkt auch auf das ungeborene Kind.
Das Nervensystem des Babys passt sich dieser Umgebung an.
Noch bevor es das Licht der Welt sieht, wird sein Gehirn bereits auf Gefahr und Wachsamkeit eingestellt.
In meiner Arbeit sehe ich das immer wieder.
Solche Kinder wachsen oft sehr sensibel auf.
Sie sind aufmerksam, tief fühlend, oft sehr klug und talentiert – aber ihre innere Alarmanlage ist schneller aktiv als bei anderen.
Sie möchten vertrauen, doch ihr Nervensystem bleibt angespannt.
Viele tragen deshalb lange dieses Gefühl in sich:
„Irgendetwas stimmt mit mir nicht.“
Dabei stimmt sehr viel mit ihnen.
Nur ein Teil ihrer Ängste gehört eigentlich gar nicht zu ihnen.
Viele Menschen versuchen dann, das Problem über Motivation zu lösen:
mehr Selbstliebe, mehr positives Denken, mehr Selbstvertrauen.
Doch das ist ein bisschen so, als würde man ein Haus neu streichen, schöne Möbel hineinstellen und Lichterketten aufhängen – während das Fundament bereits Risse hat.
Die Psyche funktioniert ähnlich.
Wenn wir aufhören wollen, mit fremden Ängsten zu leben, reicht Inspiration oft nicht aus.
Dann braucht es eine tiefere Veränderung im Denken und im Nervensystem.
Und wenn du spürst, dass dich Ängste schon lange begleiten und du verstehen möchtest, wo sie wirklich herkommen, dann nutze gerne mein kostenloses 20-minütiges Analysegespräch am Telefon.
In diesem Gespräch schauen wir gemeinsam auf deine Situation und ich zeige dir erste Wege, wie du diese Ängste lösen kannst – damit sich in deinem Leben und auch in deiner Familie etwas verändern darf. 🤍