07/05/2026
Ups… 😄
Lange habe ich bis zu meinem ersten Tattoo mit mir gerungen - soll ich? Soll ich nicht?
So, als gebe es zwei Anteile in mir.
Den einen, der angepasst ist - unauffällig, dezent. Der Teil, der es jedem recht machen möchte.
Und den anderen Teil, der lebendig ist - sich zeigen möchte und bewusst in Kauf nimmt, damit nicht jedem zu gefallen. Rebellisch, frei und unabhängig.
Früher wollte ich für jeden richtig sein - heute möchte ich einfach ICH sein.
Und ich sein bedeutet nicht: entweder, oder…
Sondern: sowohl, als auch!
Ich bin dezent und sanft - aber auch unangepasst und eigensinnig! Beides schließt sich nicht aus.
Für mich hat das Tattoo eine tiefe Bedeutung und steht für mehr als nur ein bisschen „Schmuck“ oder Tinte auf dem Arm.
Es erzählt meine Geschichte. Und gleichzeitig sorgt es dafür, dass der Teil, der sich immer verstecken wollte und Angst hatte, gesehen zu werden, nicht mehr zurück kann in die Unsichtbarkeit.
Es war eine bewusste Entscheidung - liebevoll und klar. Hat sie mich Überwindung gekostet? Ja! Habe ich gezweifelt? Ja!
Und zwar deshalb, weil für mich das Tattoo nicht nur ein „Eyecatcher“ sein soll, sondern ein tiefes JA zu mir selbst, das ich mir früher nie zugestanden hätte. Es repräsentiert für mich einen Teil in mir, den ich die Welt lange nicht sehen lassen wollte. Aus Angst, ich könnte damit nicht „richtig“ sein.
Denk immer daran:
Passt du dich an, bist du für die Richtigen unsichtbar
Und für die Falschen richtig.
Bist Du DU selbst, wirst Du für die Richtigen sichtbar und für die Menschen, die nicht zu Dir passen, uninteressant.
Befreie dich von der Illusion, dass jeder dich mögen muss, damit du „OK“ bist. Du bist gut, genau so, wie du bist. Sichtbarkeit darf SICHER für dich sein.