30/04/2026
„ICH BEKOMME KEINE LUFT.“
Post-Covid. Kein Befund. Große Folgen.
Und trotzdem gilt er als gesund.
Jeder Atemzug ist ein Kampf. Kurzatmig. Angestrengt. Sprechen kostet Kraft.
Aber die Befunde? Unauffällig.
Einschätzung nach Reha: arbeitsfähig.
Empfehlung: Gehen Sie mehr spazieren.
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Das Problem? Wir behandeln Post-Covid-Betroffene oft so, als würde es nur an fehlender Fitness liegen.
Dabei sehe ich in meiner Praxis etwas anderes: Kurzatmigkeit ist kein Einzelfall. Sie ist einer der häufigsten Folgezustände.
Und trotzdem fällt sie durchs Raster.
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Denn wenn Atmung nicht funktioniert, funktioniert gar nichts.
Kein Training. Kein Leistungsaufbau. Keine echte Regeneration.
Stattdessen: Dauerstress im Nervensystem.
Und genau da setze ich an.
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Ich starte nicht mit „mehr machen“. Ich starte mit dem, was fehlt:
Atmung.
Zwerchfell lösen. Spannung regulieren. Atem wieder spürbar machen.
Am Anfang: 20Atemzüge pro Minute. Flach. Unruhig.
Nach 3 Einheiten: 6 Atemzüge. Mehr Volumen. Der Puls sinkt. Der Körper beginnt loszulassen.
Und trotzdem sagt er:„Es fühlt sich anstrengend an.“
Natürlich. Weil sein System das verlernt hat.
Tiefe Atmung ist kein Automatismus mehr. Sondern Arbeit.
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Nicht schneller. Sondern genauer.
5 Minuten bewusste Atmung. Dann 8. Dann 10….
Bis der Körper wieder kann, was eigentlich selbstverständlich war.
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Vielleicht sollten wir aufhören, Betroffenen zu sagen, sie sollen sich mehr bewegen.
Und anfangen zu fragen: Können sie überhaupt richtig atmen?
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Wenn du das kennst – bei dir selbst oder in deiner Arbeit:
Schreib es in die Kommentare.
Oder melde dich direkt bei mir.