Ambulante Ethikberatung Berlin

Ambulante Ethikberatung Berlin Berater für Ethik im Gesundheitswesen

17/01/2026

Wenn Friedrich Merz sagt, man könne das Arbeitszeitgesetz abschaffen, höre ich keinen
abstrakten Vorschlag. Ich höre das Piepen der Monitore um vier Uhr morgens. Ich sehe
Kolleginnen mit Tränen in den Augen, weil die elfte Stunde längst vorbei ist, der Körper
aber weiter funktionieren soll. Ich spüre im eigenen Rücken, was passiert, wenn Zeit kein
Schutz mehr ist, sondern Ware.
Philosophisch ist diese Idee ein alter Irrtum in neuem Gewand. Sie verwechselt Freiheit mit
Vertragsformeln. Ja, auf dem Papier verhandeln Arbeitgeber und Arbeitnehmer. In der
Realität verhandelt der Markt mit dem Körper. Kant hätte gesagt: Der Mensch ist Zweck an
sich. Doch ohne gesetzliche Grenzen wird er wieder Mittel – Mittel zur
Gewinnmaximierung, zur Effizienzsteigerung, zur Kostensenkung. Freiheit ohne Schutz
kippt in Zwang, leise, unspektakulär, aber systematisch.
Als Pfleger weiß ich: Niemand verhandelt nach zwölf Stunden Nachtdienst frei. Niemand
sagt selbstbestimmt Nein, wenn der Dienstplan klafft und der Lohn kaum reicht.
Tarifverträge helfen – dort, wo es sie gibt. Aber viele von uns arbeiten ohne diesen Schutz.
In der Pflege, in der Logistik, in der Reinigung. Das Arbeitszeitgesetz ist oft das letzte
Bollwerk, das sagt: Bis hierhin – weiter nicht. Es schützt nicht vor Arbeit, sondern vor
Entgrenzung.
Antifaschistisch betrachtet wird es noch ernster. Faschismus beginnt nicht mit
Marschmusik. Er beginnt dort, wo Menschen müde gemacht werden. Wo sie keine Kraft
mehr haben, sich zu wehren, nachzudenken, solidarisch zu sein. Er gedeiht in
Erschöpfung, in Vereinzelung, in dem Gefühl, austauschbar zu sein. Wer Schutzrechte
abbaut, schwächt nicht nur Individuen, sondern das soziale Immunsystem einer
Gesellschaft.
In Berlin sehe ich täglich, was passiert, wenn Care-Arbeit ökonomisch ausgesaugt wird.
Patientinnen warten, Pfleger rennen, Fehler passieren. Nicht aus Unfähigkeit, sondern aus
Überlastung. Studien bestätigen, was wir längst wissen: Längere Arbeitszeiten machen
krank, sie machen Fehler wahrscheinlicher, sie töten nicht schnell, aber zuverlässig.
Produktivität steigt nicht, Leid schon.
Darum ist die Abschaffung des Arbeitszeitgesetzes kein Fortschritt. Sie ist ein Rückfall.
Kein mutiger Schritt nach vorn, sondern ein höflich formulierter Schritt zurück in eine Zeit,
in der der Mensch sich dem Takt der Maschine anpasste. Als Pfleger sage ich: Das kostet
Gesundheit. Als Philosoph sage ich: Das kostet Würde. Als Antifaschist sage ich: Das
kostet Widerstandskraft.
Eine freie Gesellschaft erkennt man nicht daran, wie flexibel sie Arbeit macht, sondern
daran, wie konsequent sie Menschen schützt. Zeit ist kein Luxus. Zeit ist Leben. Und
Leben gehört nicht verhandelt, sondern verteidigt.
Christian Riechert
Exam. Gesundheits- und Krankenpfleger
Praxisanleiter für Berufe im Gesundheitswesen
Berater für Ethik im Gesundheitswesen
Fachpflegeperson für Menschen im sog. Wachkoma (MCS/UWS)

15/01/2026

In der deutschen Politik geben derzeit große Überschriften häufig den Takt vor. Bundeskanzler Friedrich Merz sprach im Bundestag vom „Herbst der Reformen“, der „längst eingeleitet“ sei. Gleichzeitig wächst in der Öffentlichkeit der Eindruck, dass Ankündigungen schneller kommen als spürbare Ergebnisse – ein Vorwurf, der auch in Teilen der politischen Berichterstattung regelmäßig auftaucht. Daraus entsteht ein Spannungsfeld: Wer Reformen als Jahreszeitenprojekt ausruft, wird daran gemessen, ob daraus nachvollziehbare Entscheidungen, Zeitpläne und konkrete Umsetzung werden – und nicht nur Kommissionen, Prüfaufträge und neue Leitformeln.

Diese Erwartung ist auch deshalb so scharf, weil Merz in seiner Zeit als Oppositionsführer Olaf Scholz wiederholt mangelnde Konsequenz und zögerliches Handeln vorgeworfen hatte, unter anderem in der Ukraine- und Energiepolitik. Wer politisch so argumentiert, setzt einen Maßstab, der später auf die eigene Regierungsarbeit zurückfällt: Wenn man Handlungsfähigkeit einfordert, muss man sie im Amt sichtbar machen.

Außenpolitisch zeigt Merz demonstrativ Präsenz in Europa. Frühe Antrittsbesuche bei EU- und NATO-Spitzen in Brüssel wurden als Signal verstanden, dass Europapolitik „Chefsache“ sein solle. Gerade deshalb fiel der Kontrast stark aus, als die USA Anfang Januar 2026 Venezuela militärisch angriffen: Merz ließ eine klare völkerrechtliche Bewertung zunächst offen und bezeichnete die Lage sinngemäß als „komplex“, man nehme sich Zeit. Das brachte ihm den Vorwurf ein, er wolle Washington nicht verärgern. Als Erklärung wird häufig eine realpolitische Logik angeführt: Die USA sind als Staat der dominante Machtfaktor im Bündnis und tragen einen sehr großen Anteil an den NATO-Verteidigungsausgaben. (Das ist zu unterscheiden vom NATO-Organisationshaushalt, bei dem die US-Anteile anders verteilt sind.)

Wenige Tage später folgte ein weiteres, heikles Signal in der Arktis: Am 15. Januar 2026 entsandte die Bundeswehr ein 13-köpfiges Erkundungsteam nach Grönland – offiziell auf Einladung und unter Führung Dänemarks, um mögliche Beiträge, etwa zur Seeraumüberwachung, auszuloten. In der öffentlichen Wahrnehmung steht dieser Einsatz jedoch im Schatten von Trumps Druck auf Dänemark und Forderungen nach Kontrolle über Grönland. Damit berührt er genau jene transatlantische Spannung, die Merz beim Thema Venezuela eher vorsichtig navigierte.

Der Kern der Kritik lautet dabei weniger, Deutschland tue „nichts“, sondern dass Gewichtung und Tonlage inkonsistent wirken: Bei Venezuela wird die Reaktion als zurückhaltend beschrieben, während sicherheitspolitische Symbolik in Grönland sichtbar wird. Parallel eskalieren andere Krisen, die objektiv schwerer wiegen, als es viele politische Statements abbilden. Für Iran dokumentiert Amnesty International für 2025 bereits über 1.000 Hinrichtungen und spricht von einer dramatischen Eskalation staatlicher Repression. Für die Ukraine verifizierte die UN-Menschenrechtsbeobachtung für 2025 2.514 getötete und 12.142 verletzte Zivilpersonen – der höchste Stand seit 2022. Wer daraus den Schluss zieht, Politik reagiere selektiv, formuliert letztlich eine Erwartung: gleiche Klarheit, gleiche Sprache, gleiche Konsequenz – unabhängig davon, ob es geopolitisch bequem ist.

Innenpolitisch verschärfte Merz die Debatte zusätzlich mit Aussagen, Deutschland müsse „wieder mehr und vor allem effizienter arbeiten“; Vier-Tage-Woche und Work-Life-Balance seien Wohlstandsrisiken. Viele empfanden das als Rundumschlag gegen „die Deutschen“ und „die Arbeitnehmer“ insgesamt. Die Daten zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild: Vollzeit liegt 2024 in Deutschland bei 40,2 Wochenstunden und damit praktisch auf EU-Niveau (40,3). Die durchschnittliche Arbeitszeit insgesamt sinkt vor allem wegen hoher Teilzeitquoten: 2024 arbeiten 29 % der Erwerbstätigen in Teilzeit; bei Frauen 48 %, bei Männern 12 %. Gleichzeitig ist die Erwerbstätigenquote hoch (77 % bei 15–64-Jährigen). Wer „zu wenig Arbeit“ behauptet, muss daher präzisieren, welches Problem gemeint ist: zu wenige Stunden im Arbeitsvolumen, Produktivitätsfragen, Fachkräftemangel, Fehlanreize im Steuer- und Abgabensystem – oder strukturelle Faktoren wie fehlende Kinderbetreuung, die Teilzeit faktisch erzwingt.

Auch die Pauschalisierung gegenüber „Nicht-Arbeitenden“ greift zu kurz. Ein Beispiel sind Studierende: 63 % arbeiten neben dem Studium – häufig zur Finanzierung, nicht aus Bequemlichkeit. Und bei Arbeitslosigkeit existiert eine relevante „Dunkelziffer“ im Sinne von Unterbeschäftigung und stiller Reserve: Im Dezember 2025 standen 2,908 Mio. Arbeitslosen 3,572 Mio. Unterbeschäftigte gegenüber. Das IAB betont seit Jahren, dass die offizielle Arbeitslosigkeit nur einen Teil des ungenutzten Arbeitskräftepotenzials abbildet.

In der Summe sendet die Bundesregierung damit gleichzeitig große Reformversprechen, vorsichtige außenpolitische Signale gegenüber Washington und harte innenpolitische Appelle an „die Deutschen“. Das Problem ist weniger, dass Politik gar nichts tut, sondern dass sie oft so kommuniziert, als gäbe es einfache Schuldige und einfache Hebel. Die vorliegenden Daten und Lagebilder sprechen dagegen: Arbeitszeit und Erwerbstätigkeit sind komplex, Unterbeschäftigung ist mehr als Arbeitslosigkeit, Studierende arbeiten häufig, und internationale Krisen verlangen konsistente Maßstäbe – statt einer Kommunikation, die moralische Klarheit dort ausspart, wo sie diplomatisch unbequem werden könnte.

12/09/2025

Aufklärung in schweren Zeiten – Warum offene Gespräche Leben verändern
Wenn eine Diagnose den Boden unter den Füßen wegzieht, wenn Therapien nicht mehr heilen, sondern nur noch lindern können – dann beginnt eine der schwierigsten Phasen in der Medizin. Nicht nur für Patient*innen, sondern auch für Angehörige und das Behandlungsteam. Es geht nicht mehr nur um Medikamente, Operationen oder Laborwerte. Es geht um Entscheidungen, die tief in das Leben und die Würde des Menschen eingreifen. Genau hier zeigt sich: Aufklärung ist kein bürokratischer Akt, sie ist ein Akt der Menschlichkeit.

Klarheit schafft Vertrauen
Studien zeigen, dass gute Aufklärung das Vertrauen stärkt und Angst reduziert. Menschen, die verstehen, was auf sie zukommt, fühlen sich nicht ausgeliefert, sondern beteiligt. Sie können Prioritäten setzen: Was ist mir noch wichtig? Möchte ich jede mögliche Therapieoption ausschöpfen oder lieber Lebensqualität vor Lebensverlängerung stellen? Solche Gespräche, das belegen systematische Übersichtsarbeiten, verbessern nicht nur die Entscheidungsqualität, sondern entlasten auch Angehörige. Sie müssen später weniger rätseln, ob die getroffenen Entscheidungen „im Sinne“ des Patienten waren.

Authentizität: Der Schlüssel zu echter Kommunikation
Aufklärung ist mehr als das nüchterne Weitergeben von Fakten. Sie erfordert Authentizität – also Ehrlichkeit, Empathie und die Bereitschaft, auch Unsicherheiten zu benennen. Patientinnen spüren sehr genau, wenn ihnen etwas beschönigt oder verschwiegen wird. Eine authentische Kommunikation schafft Vertrauen, selbst wenn die Nachricht schwer ist. Sie zeigt: „Ich nehme dich ernst, ich halte die Wahrheit aus – gemeinsam mit dir.“ Das kann für Patientinnen und Angehörige tröstlicher sein als jede noch so gut gemeinte Hoffnung, die nicht der Realität entspricht.

Zwischen Entlastung und Überforderung
Natürlich hat Aufklärung nicht nur Sonnenseiten. Wer mit der Realität konfrontiert wird, spürt oft erst einmal Angst und Schmerz. Zu viele Informationen können überfordern, zu komplexe medizinische Erklärungen verwirren. Auch für Ärzt*innen und Pflegekräfte ist es eine Belastung, schlechte Nachrichten überbringen zu müssen oder Prognosen zu erklären, die selbst unsicher sind. Nicht selten führt das zu moralischem Stress: Habe ich genug erklärt? Habe ich zu viel gesagt? Habe ich Hoffnung genommen?
Doch der Preis von Schweigen oder Halbwahrheiten ist oft höher. Fehlende Aufklärung kann Misstrauen säen, Konflikte zwischen Angehörigen und Behandlungsteam verschärfen und sogar dazu führen, dass medizinische Maßnahmen durchgeführt werden, die niemand wirklich wollte.

Vorteile für alle Beteiligten
Wenn Aufklärung gelingt, profitieren alle:
• Patient*innen erleben Selbstbestimmung, können ihre Werte einbringen und fühlen sich weniger ausgeliefert.
• Angehörige bekommen Orientierung und müssen nicht allein die Bürde schwerer Entscheidungen tragen.
• Behandlungsteams handeln ethisch sicherer, erleben weniger Konflikte und können ihre Ressourcen gezielter einsetzen.

Die Rolle von Ethikberatung und Klinischen Ethikkomitees
In besonders komplexen oder konfliktbeladenen Situationen können Ethikberater*innen oder klinische Ethikkomitees entscheidend sein. Sie sind neutrale Vermittler, die alle Beteiligten an einen Tisch bringen, die verschiedenen Perspektiven hörbar machen und dabei helfen, eine Entscheidung zu finden, die sowohl medizinisch sinnvoll als auch ethisch vertretbar ist.
Ethikkomitees beleuchten die Situation aus mehreren Blickwinkeln – medizinisch, rechtlich, moralisch, psychosozial – und dokumentieren die Entscheidungsfindung transparent. Für das Behandlungsteam ist das entlastend, weil sie nicht allein die Verantwortung tragen müssen. Für Patient*innen und Angehörige ist es ein Signal: Ihre Werte und Sorgen sind Teil des Prozesses, nicht ein Nebengeräusch.

Wege zu besserer Kommunikation
Wie aber gelingt es, Aufklärung zu einem tragenden Pfeiler der Medizin zu machen – nicht nur im Lehrbuch, sondern im Alltag?
Ein Schlüssel liegt in der gemeinsamen Entscheidungsfindung (Shared Decision Making). Dabei werden Patient*innen nicht nur informiert, sondern aktiv einbezogen. Entscheidungen entstehen im Dialog, nicht im Alleingang.
Ethik-Konsile können helfen, wenn Konflikte entstehen. Sie bringen Ärztinnen, Pflege, Sozialdienst, Patientinnen und Angehörige an einen Tisch, um Werte und Möglichkeiten gemeinsam abzuwägen.
Ebenso wichtig ist die Schulung des Behandlungsteams. Kommunikation ist eine Fähigkeit, die trainiert werden kann: durch Rollenspiele, Supervision und Reflexionsrunden. Studien zeigen, dass Ethiktrainings nicht nur Wissen, sondern auch moralische Urteilsfähigkeit und Empathie fördern.
Und schließlich braucht es gute Rahmenbedingungen: Zeit für Gespräche, Dolmetscher bei Sprachbarrieren, klare Dokumentation von Patientenwünschen – am besten schon früh im Krankheitsverlauf, lange bevor eine Krise eintritt.

Mehr als Worte
Aufklärung ist keine Einbahnstraße, keine Checkliste, die man abarbeitet. Sie ist Beziehung. Sie ist Mut, gemeinsam hinzusehen, auch wenn es wehtut. Sie ist die Einladung, Entscheidungen nicht allein dem Zufall oder der Routine zu überlassen, sondern sie gemeinsam, bewusst und würdevoll zu treffen.
Am Ende kann Aufklärung etwas schaffen, das in schweren Zeiten unbezahlbar ist: ein Stück Frieden. Frieden für Patient*innen, die wissen, dass ihre Stimme zählt. Frieden für Angehörige, die sich nicht in quälenden „Was-wäre-wenn“-Gedanken verlieren müssen. Und auch Frieden für das Behandlungsteam, das in der Gewissheit handeln kann, dass es das Richtige tut – nicht nur medizinisch, sondern menschlich.

05/09/2025

In einer Welt, in der Medizin immer komplexer wird, reicht reines Fachwissen oft nicht aus. Klinische Ethikberatung schafft Raum für das Wesentliche: den Menschen und seine Würde. Sie bietet Orientierung, wenn Entscheidungen schwer, Situationen unklar und Gefühle überwältigend sind. Gerade bei Fragen zu Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung ist ein Ethikberater unverzichtbar – er hilft, Wünsche klar zu formulieren, Konflikte zu vermeiden und sicherzustellen, dass die Stimme des Patienten auch dann gehört wird, wenn er selbst nicht mehr sprechen kann. Ethikberatung schützt vor Überforderung, gibt Halt in Unsicherheit und verbindet Medizin mit Menschlichkeit. In Zeiten, in denen Technik vieles möglich macht, erinnert sie uns daran, das Richtige zu tun.

30/11/2023

Palästina und Israel: Auf dem Weg zu einem gerechten und friedlichen Miteinander

Der Konflikt zwischen Palästina und Israel ist ein komplexes und langwieriges Problem, das tiefe Spuren in der Geschichte und Identität beider Völker hinterlassen hat. In einer solch schwierigen und brisanten Situation ist es von entscheidender Bedeutung, die ethische Dimension des Konflikts zu erkennen und nach Lösungen zu suchen, die auf Respekt, Gerechtigkeit und Koexistenz basieren. In diesem Artikel wird die ethische Lage zwischen Palästina und Israel beleuchtet und die Bedeutung einer friedlichen und gerechten Lösung betont.

Eine ethische Herangehensweise an den Konflikt erfordert die Anerkennung der Menschenwürde beider Völker. Respekt für die Kultur, Identität und Geschichte sowohl der Palästinenser als auch der Israelis ist von entscheidender Bedeutung, um die Grundlage für ein gerechtes und respektvolles Miteinander zu schaffen. Jeder Mensch verdient es, in Würde zu leben, unabhängig von seiner ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der ethischen Lage zwischen Palästina und Israel ist die Frage nach Gerechtigkeit. Dies beinhaltet die Anerkennung der Rechte beider Seiten auf Selbstbestimmung, Sicherheit und territoriale Integrität. Eine gerechte Lösung sollte auf internationalen Normen und Resolutionen basieren und die historischen und rechtlichen Ansprüche beider Völker berücksichtigen. Die Anerkennung des Rechts auf einen eigenen Staat für die Palästinenser und die Sicherheit Israels sind zentrale Elemente für eine ethische Lösung.

Die ethische Lage zwischen Palästina und Israel erfordert die Suche nach einer friedlichen Koexistenz und einer konstruktiven Konfliktlösung. Dies erfordert den Willen beider Seiten, Vertrauen aufzubauen und Kompromisse einzugehen. Dialog und Verhandlungen sind entscheidende Instrumente, um gegenseitiges Verständnis und Vertrauen zu fördern. Eine ethische Lösung sollte auf gewaltfreier Kommunikation, Versöhnung und der Überwindung von Vorurteilen und Feindseligkeiten aufbauen.

In einem Konflikt wie diesem ist es wichtig, die Menschlichkeit im Blick zu behalten und sich für das Wohl der betroffenen Bevölkerung einzusetzen. Die Förderung von Bildung, Gesundheitswesen und wirtschaftlicher Entwicklung für alle Menschen in der Region ist von entscheidender Bedeutung, um die Lebensbedingungen zu verbessern und langfristigen Frieden zu ermöglichen. Es ist wichtig, dass internationale Gemeinschaften und Organisationen ihre Unterstützung leisten und sich für die Schaffung von Infrastruktur und gerechten wirtschaftlichen Chancen einsetzen.

Die Lage zwischen Palästina und Israel ist ein komplexes und herausforderndes Thema. Nur durch den Dialog, Verhandlungen und den Austausch von unterschiedlichen Perspektiven können wir den Weg zu einem Miteinander finden, das auf Respekt, Gerechtigkeit und Koexistenz basiert. Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, eine gerechte und friedliche Lösung zu erreichen, in der beide Völker in Würde und Sicherheit leben können.

21/06/2023
Großen Respekt und Achtung für Massiv, welcher Hilfsgüter an die Ukrainische Grenze brachte und dort große Hilfe geleist...
04/03/2022

Großen Respekt und Achtung für Massiv, welcher Hilfsgüter an die Ukrainische Grenze brachte und dort große Hilfe geleistet hat!

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde. “ (Imman...
04/03/2022

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde. “ (Immanuel Kant)



Seit dem 24.02.2022 befinden sich Russland und die Ukraine im Krieg. Die jeweils Verantwortlichen haben laut Medien verschiedene Auffassungen vom Begriff „Krieg“. Sei es nun eine „Militär-Operation“, eine „Invasion“ oder sonstiges. Tatsächlich jedoch gibt es niemanden der wirklich Beweggründe kennt oder versteht.

In jedem Fall handeln beide Parteien moralisch verwerflich!

Halten wir uns an das oben genannte Zitat von Immanuel Kant. Ist es richtig Soldaten in einen Konflikt zu schicken? Auf Seiten Russlands heißt dies, Frauen und Kindern ihre Väter, Brüder oder andere Familienmitglieder zu opfern! Auf Seiten der Ukraine heißt es, Mütter und Kinder tagelang ohne Vater auf eine Flucht durch die Kälte Osteuropas zu schicken, ohne Gewissheit auf Erfolg einer Zuflucht!

Auf beiden Seiten gibt es Aufrufe zum Kampf, es gibt manipulative Ansprachen, es gibt Angriffe auf Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten. Es gibt Einschränkungen für die, die keinen Krieg wollen.

Es ist auf Seiten der EU sehr Lobenswert wie sehr uns dieser Konflikt zusammen rücken lässt, was aber eventuell auch ein Aufatmen nach einer Pandemie ist dessen Ende sich jeder herbeigewünscht hat.

Ein Krieg und dessen Gegenwehr ist kein Trend, kein Ausweg um Freiheit zu leben und sollte keinen Profit für Medien erwirtschaften. Ein Krieg ist unwirtschaftlich, unmoralisch, unmenschlich, unnötig und betrifft die, die es nicht verdient haben!



Владимир, живи по максиме Канта

Володимир, живи за сентенцією Канта

Adresse

Berlin
Pankow
10117

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