23/04/2026
Halitosis wird häufig als ein einheitliches Problem betrachtet – dabei lohnt sich die Differenzierung.
Fachlich unterscheidet man zwischen Foetor ex ore (intraorale Ursache) und extraoraler Halitosis.
Der Großteil der Fälle entsteht tatsächlich in der Mundhöhle, vor allem auf dem Zungenrücken.
Hier führen anaerobe Bakterien durch den Abbau von Eiweißen zur Bildung flüchtiger Schwefelverbindungen – den eigentlichen Geruchsträgern.
Gleichzeitig gibt es aber auch extraorale Ursachen, die in der zahnmedizinischen Diagnostik berücksichtigt werden sollten.
Das eigentliche Problem in der Praxis:
Die Differenzierung wird selten konsequent vorgenommen.
Für eine erfolgreiche Therapie braucht es deshalb:
✔ klare Diagnostik
✔ Einbezug der Zunge
✔ ursachenorientierte Behandlung
✔ und ggf. interdisziplinäre Zusammenarbeit
Halitosis ist kein Randthema – sondern ein klassisches Beispiel für biofilmassoziierte Prozesse mit systemischem Bezug.
Wie differenziert ihr in eurer Praxis zwischen intraoraler und extraoraler Ursache?