14/02/2026
Wichtiges Thema!!!❤️
👩🦰💚
Die Menopause verändert den weiblichen Stoffwechsel: Sinkende Hormonspiegel führen zu einer Zunahme von Bauchfett, Insulinresistenz und ungünstigen Blutfettwerten. Dadurch steigt das Risiko für Typ-2-Diabetes, Herz- und Lebererkrankungen.
Bereits in der sogenannten Perimenopause – also in den Jahren vor der letzten Regelblutung – sinkt der Östrogenspiegel. Das führt zu mehr viszeralem Fett (Fettgewebe im Bauchraum) und zu einer geringeren Insulinempfindlichkeit. Besonders Frauen mit einer frühen Menopause – also vor dem 45. Lebensjahr – haben laut internationalen Studien ein rund 30 Prozent höheres Risiko für Typ-2-Diabetes.
In der Perimenopause schwanken die Hormonspiegel stark, was auch den Blutzucker beeinflusst. Frauen mit Typ-1-Diabetes bemerken oft wechselnde Insulinbedarfe und unvorhersehbare Glukosewerte. Nach der Menopause bleibt der Insulinbedarf meist erhöht, da der Stoffwechsel weniger flexibel reagiert.
Auch bei Typ-2-Diabetes kann die Stoffwechsellage in dieser Zeit instabiler werden. Der Verlust des hormonellen Herzschutzes durch Östrogen erhöht das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Gleichzeitig zeigen Registerdaten, dass Frauen nach der Menopause in Deutschland seltener leitliniengerecht behandelt, insbesondere im Hinblick auf Cholesterin- und Blutdrucktherapien.
Mit dem Absinken des Östrogenspiegels verändert sich zudem die Fettverteilung im Körper – ein Risikofaktor für Fettlebererkrankungen. Nach der Menopause nimmt die Häufigkeit der sogenannten Metabolic dysfunction-Associated Steatotic Liver Disease (MASLD, nichtalkoholische Fettlebererkrankung) deutlich zu. Vor der Menopause sind Frauen nur etwa halb so häufig betroffen wie Männer, danach steigt die Zahl deutlich an.
➡️ Was für Frauen daher wichtig ist:
• Regelmäßige Checks: Blutzucker, Blutfette, Blutdruck und Leberwerte im Blick behalten
• Aktiver Lebensstil: 2–3-mal pro Woche Muskeltraining, ergänzt durch Ausdaueraktivitäten
• Ernährung: vollwertig, ballaststoffreich, mit ungesättigten Fetten, wenig Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel
• Regeneration: ausreichender Schlaf und Stressreduktion unterstützen die metabolische Gesundheit
• Medizinische Beratung: bei Bedarf hormonelle Therapie individuell prüfen lassen
Quelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), Pressemeldung vom 10.11.2025