11/04/2026
Wer prägt eigentlich unsere Haltung zu Arbeit, Verantwortung und Karriere?
Für mich ist die Antwort klar:
meine Mutter. 💕
Sie bekam mich im Januar 1980. Sechs Monate später kehrte sie in ihren Job zurück - in Vollzeit, in einer Führungsposition.
Heute klingt das vielleicht unspektakulär. Damals war es das nicht. In den frühen 80er-Jahren gab es kaum Betreuungsangebote und wenig strukturelle Unterstützung für berufstätige Mütter.
Meine Mutter hat trotzdem gearbeitet: 47 Jahre lang. Von 1960 bis 2007.
Nicht aus Zwang, sondern aus Überzeugung.
Was ich von ihr gelernt habe, prägt mich bis heute - auch als Praxisinhaberin.
Nicht die perfekte Planung entscheidet über Erfolg, sondern die richtige Haltung. Die Fähigkeit, ruhig zu bleiben, wenn viele Dinge gleichzeitig passieren. Verantwortung zu übernehmen, Aufgaben nicht zu vermeiden, sondern zu lösen.
Denn das echte Leben besteht selten aus einer einzigen Aufgabe. Es sind immer mehrere gleichzeitig:
👉ein wichtiges Praxismeeting
👉ein Termin beim Steuerberater
👉Personalentscheidungen
👉Themen aus unserem Familienunternehmen in der Baumschule
👉und ganz normale familiäre Verpflichtungen, wie den Kindern beim Hausaufgaben helfen.
Meine Mutter sagte dazu immer einen einfachen Satz:
„Am Ende geht irgendwie alles.“
Ein Satz, der mich bis heute begleitet und der mich manchmal zu einer anderen Frage bringt:
Sind wir uns eigentlich noch bewusst, welche Möglichkeiten wir heute haben – oder halten wir sie längst für selbstverständlich?
Vielleicht lohnt es sich, darüber ab und zu nachzudenken.
Für mich steht jedenfalls fest:
Ohne dieses Vorbild hätte ich wahrscheinlich nie den Mut gehabt, eine Praxis zu übernehmen, weiterzuentwickeln und unternehmerisch zu führen. ✨