22/02/2026
Warum "nur Schritt gehen" nicht reicht und wie du es richtig machst.
Damit deine Schrittphase zu Beginn des Trainings ein echtes Warm-Up wird, muss die Bewegung des Pferdes aktiv, gleichmäßig und möglichst taktmäßig sein.
Im Schritt möchten wir einen möglichst fleißigen klaren Viertakt. Studien zufolge wird ein Durchschnittswert von 5 km/h als Geschwindigkeit empfohlen.
Ein schlurfender, langsamer und untaktmäßiger Schritt wärmt das Pferd bzw. die Strukturen des Körpers nicht ausreichend auf und auch die Synovia wird nicht ausreichend produziert und im Gelenk verteilt.
Es geht also im Warm-up vor allem darum Rhythmus, Gleichmäßigkeit sowie Takt zu entwickeln und nach und nach auch um Raumgriff und Schubkraftentwicklung.
Dabei wird das Pferd nicht in irgendeine Form gepresst, sondern darf je nach Aufgabenstellung in einer dafür angemessenen Haltung (vorrangig Gebrauchs- oder Dehnungshaltung) laufen. Die "Form" (= Haltung des Pferdes) folgt immer der Funktion.
Wo wir gerade bei der "Aufgabenstellung" sind: In den ersten 20 Minuten Schritt sind vor allem große Linien angesagt. Enge Wendungen und stärke Biegungen sollten erst später in die Einheit eingebaut werden.
Dabei achte ich auch immer darauf beide Seiten des Pferdes gleichermaßen zu trainieren. Dafür macht man auf beiden Händen dieselben Übungen und Linien in derselben Dauer.
Was dabei sinnvoll ist - und was nicht - und wie ich diese 20 Minuten konkret gestalte, habe ich dir in den Slides zusammengefasst.
Der Schritt zu Beginn der Einheit ist aktive Arbeit mit dem Pferd, keine "Wartezeit"!
Ein gutes Warm-up im Schritt besteht also vor allem aus zwei Komponenten:
Dauer (mind. 20 Minuten) + Qualität der Bewegungsgestaltung.
Schritt wärmt dann optimal auf, wenn er aktiv (ca. 5 km/h), aufmerksam, bewusst und mit wertvollen Übungen kombiniert ausgeführt wird.