29/05/2026
Menschen mit Nackenschmerzen kennen diesen Gedanken:
„Mein Nacken ist fest.“
„Ich muss ihn lockern.“
„Ich brauche Massage.“
„Ich muss mehr dehnen.“
Und ja: Das kann sich kurzfristig gut anfühlen.
Aber langfristig ist die entscheidende Frage oft nicht:
Wie bekomme ich die Spannung weg?
Sondern eher:
Warum braucht dein Nacken diese Spannung überhaupt immer wieder?
Denn bei Nackenschmerzen geht es selten nur um einen „zu festen“ Muskel. Leitlinien und Studien zeigen immer wieder, dass aktive Ansätze wie Kräftigung, Ausdauertraining, Koordination und Belastungsaufbau eine wichtige Rolle spielen können, besonders, wenn Beschwerden länger bestehen oder immer wiederkehren.
(Blanpied et al., 2017)
Gerade bei Menschen mit viel Bildschirmarbeit sehen wir häufig: Der Nacken arbeitet nicht maximal – aber dauerhaft. Laptop, Handy, Auto, Stress. Jeden Tag. Viele Stunden.
Und wenn die Kapazität für diese Dauerbelastung fehlt, fühlt sich der Nacken irgendwann nicht „verkürzt“, sondern überfordert an.
Dazu passt auch die Forschung aus dem Arbeitskontext: Spezifisches Krafttraining kann Nacken- und Schulterbeschwerden bei Büroarbeitenden reduzieren – nicht, weil der Nacken „wegentspannt“ wurde, sondern weil er wieder belastbarer wird.
(Andersen et al., 2011 / 2014)
Auch Untersuchungen zur neuromuskulären Kontrolle zeigen: Bei Nackenschmerzen geht es häufig um veränderte Aktivierung, reduzierte Ausdauer und eine andere Bewegungssteuerung.
(O’Leary et al. / Falla et al.)
Heißt nicht: Massage ist schlecht.
Heißt nicht: Dehnen ist verboten.
Heißt aber:
Wenn dein Alltag gleich bleibt und deine Belastbarkeit gleich bleibt, kommt die Spannung oft zurück.
Langfristig braucht dein Nacken nicht nur Entspannung.
Er braucht Kapazität. Kontrolle. Bewegung. Progression.
Mehr Kapazität + mehr Kontrolle = weniger Dauerspannung.
Kommentiere „Ciao Nacken“ und ich melde mich bei dir, um deine Nackenschmerzen endlich in den Griff zu bekommen.
Für mehr folge .tobias.ketelsen