19/11/2025
Ein weiterer Grund den Einsatz von Antiparasitika bei Hunden und Katzen gründlich zu hinterfragen!
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Eine neue Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien hat nun die Folgen des Einsatzes von Pestiziden in der Bekämpfung von Ektoparasiten beim Tier untersucht und kommt zu einem erschreckenden Ergebnis.
Gerade in der Kleintiermedizin ist der Einsatz von Antiparasitika gegen Ektoparasiten gerade auch vor dem Hintergrund ihrer Bedeutung als Überträger verheerender Krankheiten Standard. Dabei ist man sich zunehmend der Gefahr für Wasser, Boden und Pflanzen bewusst, die von diesen Stoffen ausgehen. So werden etwa Vögel, Fische und Insekten maßgeblich in ihrer Fruchtbarkeit eingeschränkt oder sterben bei Kontakt mit den Wirkstoffen.
Neben der Untersuchung der Wirkung der eingesetzten Stoffe wurden deshalb auch die Möglichkeit der Verhinderung von Eintrag und Freisetzung durch die Behandlung von Kleintieren mit diesen Wirkstoffen untersucht. Das Ergebnis ist laut Aussage der Autoren beängstigend, wirken sich doch nicht nur die Freisetzung, sondern auch Retention, Bioverfügbarkeit, Abbau und Akkumulation der Stoffe als extrem umweltbelastend aus. Noch dazu reichern sie sich in den verschiedensten Organismen an und führen so zur Verbreitung.
Laut Empfehlung der Wissenschaftler muss die künftige Forschung deshalb darauf abzielen, mehr belastbare Daten zur Freisetzung von Arzneimitteln zu gewinnen sowie ihre möglichen Auswirkungen auf andere Organismen und die langfristigen Folgen auf Säugetiere und den Menschen zu eruieren. Daraus können dann konkrete Maßnahmen abgeleitet werden, um die Freisetzung der Chemikalien von der Produktion bis zur Ausscheidung der Arzneimittel nicht nur zu überwachen, sondern am besten gänzlich zu verhindern. Parallel dazu müssen umweltfreundliche Alternativen zur Bekämpfung von Ektoparasiten entwickelt werden.
Quelle:
Unerwünschte Nebenwirkungen: Kleintiermedizin und ihre Umweltfolgen (vetmeduni.ac.at)
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