18/05/2026
Schätzungen zufolge leiden in Deutschland etwa 10-15 % der Gesamtbevölkerung an Tinnitus. Lange wurde angenommen, dass Durchblutungsstörungen für die Ohrgeräusche verantwortlich seien. Heute weiß man, dass die Ursachen vielfältig sind und Tinnitus durch verschiedenste Erkrankungen entstehen oder begünstigt werden kann – sogar und insbesondere durch psychische Erkrankungen, wie sie in unserer Klinik therapiert werden. „Betroffene kommen nicht mit Tinnitus als Hauptdiagnose in die psychosomatische Rehabilitation, sondern beispielsweise mit Depression oder Burnout. Dass dabei aber häufig ein Zusammenhang besteht, ist vielen zunächst nicht klar. Oft ergibt sich das erst aus der Anamnese, dass der Patient auch an Tinnitus leidet“, erklärt Oberarzt Jan Kramer-Hanschke. In der Rehaklinik Schwedenstein gibt es dafür ein spezielles Therapiekonzept, das u. a. auf Psychoedukation, musiktherapeutischen Angeboten und Entspannungstechniken basiert. Neuerdings bietet die Klinik zudem Klangkissen an, um es den betroffenen Patienten nachts leichter zu machen, zur Ruhe zu kommen. „Tinnitus kann sich erheblich auf die Lebensqualität auswirken, z. B. wenn die Betroffenen wegen der Ohrgeräusche nicht in den Schlaf finden und deshalb dann tagsüber nicht ausgeruht sind. Daraus kann dann gewissermaßen eine Art Teufelskreis entstehen, aus dem der Patient allein nur noch schwierig herauskommt. Auf solche Fälle sind wir hier bestens eingestellt“, so Kramer-Hanschke.
Unsere Klinik ist Mitglied und ausgewiesene Kooperationsklinik der Deutschen Tinnitus-Liga.