13/08/2020
!!!Wildkatzen-Jungtiere bitte im Wald lassen!!!
(Ja auch in der Bild-Zeitung kann mal was sinnvolles stehen:
Lieblingszitat: "Rund um die Uhr garstig")
+++ Sie fauchen, kratzen, greifen an – und sind trotzdem sooooo niedlich! Letzteres führt immer häufiger dazu, dass Wildkatzenbabys von Harz-Spaziergängern mitgenommen werden. Die meisten landen dann bei der Wildtierrettung in Ballenstedt.
„Spätestens, wenn die Leute nach einer Woche merken, dass sich die vermeintlichen Hauskätzchen noch immer wild gebärden, bitten sie uns um Hilfe“, sagt Stationschefin Daniela Klocke (46). Vereinsmitarbeiter Michael Hartrott (44), ebenfalls ehrenamtlich tätig, fährt dann los, um das Schlimmste zu vermeiden: „Leider ist es oft zu spät, sind die Wildkatzen entweder durch handelsübliche Katzenmilch geschädigt oder durch den engen Kontakt mit Menschen nicht mehr auszuwildern.“
Und das ist in diesem Sommer bislang schon mehr als doppelt so oft passiert als sonst im ganzen Jahr. „Zwei Fälle sind normal, aber sechs Tiere müssen schon für höchste Alarmbereitschaft sorgen“, so Daniela Klocke, die mit ihren Mitstreitern allein 2019 über 400 Wildtiere – vom Igel bis zum Mufflon – in der Ballenstedter Station aufgenommen hat.
Das Problem bei den Wildkatzen: „Sie werfen wie ihre domestizierten Artgenossen im Mai und im Herbst, die zweite Welle steht also noch bevor.“
Wenn dann coronabedingt immer noch so viele Wanderer im heimischen Wald unterwegs sind, drohen weitere gefährliche „Adoptionen“. „Während die Mütter jagen, erkunden die Jungtiere ihre Umgebung, landen dabei auch schon mal auf einem Weg“, beschreibt Hartrott die übliche Fundgeschichte.
Wer es an dieser Stelle tatsächlich gut meine, sollte der Bitte der Wildtierretter folgen: „Lasst die Kätzchen, wo sie sind!“
Das unterscheidet die Wildkatze vom Stubentiger
Die Europäische Wildkatze (10 000 Paare leben in Deutschland, allein 1000 im Harz) ist keine verwilderte Hauskatze. Neben wuchtig breiter Schnauze und stummeligem Schwanzende ist ungewöhnlich wildes Verhalten ein Hinweis auf eine Wildkatze. Anders als Hauskatzen ernähren sie sich bereits mit acht Wochen von Wasser und Fleisch. Milch ist Gift! Wildkatzen lassen sich nicht zähmen. Der Eindruck laut Tierretter Hartrott: „Rund um die Uhr garstig.“ +++
Sie fauchen, kratzen, greifen an – und sind trotzdem sooooo niedlich! Das verstehen viele Wanderer falsch: Im Harz werden mehr und mehr Wildkatzenbabys von Spaziergängern mitgenommen. Warum das verhängnisvoll ist, die Wildtierrettung Ballenstedt mit Sorge auf den Herbst blickt und wie man eine W...