17/02/2023
Kaum eine andere Beauty-OP ist so beliebt wie die Brustvergrößerung. Bereits seit über 50 Jahren lassen sich Frauen ihre Brust mit Implantaten aufpolstern, welche mit Silikongel gefüllt sind. Jede Einzelne hat ihre eigene Geschichte und Gründe für den Eingriff, sei es die schon immer kaum vorhandene Brust oder der Busen, der nach Schwangerschaft oder der Schwerkraft ergeben, außer Form geraten ist. Spielen Frauen mit dem Gedanken an eine Brustvergrößerung, so ist es ratsam, dass sie zunächst für sich ganz allein ihre Wünsche definieren und auch kritisch ihre Motivation für den Eingriff hinterfragen. Erst an zweiter Stelle wird der Arzt in den Entscheidungsprozess mit einbezogen, indem man ihm ausführlich seine Vorstellungen mitteilt und die medizinische Realisierbarkeit, u.a. auch anhand von körperlichen Untersuchungen, feststellen lässt.
1. Warum wünsche ich mir eine Brustvergrößerung?
Wenn man eine medizinische OP in Betracht zieht, um sich äußerlich zu verändern, erhofft man sich natürlich etwas davon. Die meisten Frauen wünschen sich zufriedener mit ihrem Körper zu sein. Attraktivität und Weiblichkeit ist für sie gleichgesetzt mit einer großen Brust. Die meist subjektive Einschätzung der „zu kleinen Brust“ kann dann sogar Schamgefühle und richtiges Seelenleid verursachen. Eine Brust-OP ist für diese Frauen ein Weg in ein neues Lebensglück. Mitunter ist ihr Selbstwertgefühl so im Keller, dass sich dies auch negativ auf das sexuelle Erleben auswirkt. Das Sexualleben zu verbessern könnte demnach ebenso eine Motivation sein. Aber auch Gründe, die das Modebewusstsein betreffen, haben ihre Berechtigung. Manche Frauen wünschen sich eine Brustvergrößerung, um beispielsweise nicht mehr auf Push-up-BHs angewiesen sein zu müssen, um Oberteile ausfüllen zu können. Oder sie möchten gern Kleidung tragen, die die Weiblichkeit mit einem tiefen Ausschnitt betonen. Generell ist der psychologische Aspekt aber meist vorrangig. Eine Brustvergrößerung kann Leid und Komplexe beenden und der Wunsch nach einer Brustvergrößerung ist primär verbunden mit dem Wunsch nach Selbstvertrauen und Wohlbefinden.
2. Ist die Brustvergrößerung mein eigener Wunsch?
Alles was man macht, sollte man für sich selbst tun. Und nicht, weil es ein anderer erwartet oder man meint, nur dann den Schönheitsvorstellungen des Partners zu genügen. So gibt es Frauen, die wissen ihr Mann steht auf große Busen, sind selbst obenrum nicht so üppig ausgestattet und lassen sich deshalb vom Beauty-Doc nachhelfen. Das kann definitiv nicht der richtige Weg sein. Frauen sollten bei der Entscheidung für eine Brustvergrößerung nur an sich selbst denken: Es ist und bleibt eine sehr persönliche Angelegenheit – und jeder entscheidet selbst über seinen Körper.
3. Kann ich mir eine Brustvergrößerung finanziell leisten?
Die Kosten für einen Eingriff sind natürlich ein erheblicher Faktor. Denn für eine Brustvergrößerung liegen keine medizinischen Gründe vor, weswegen die Kosten nicht die Krankenkassen tragen, sondern die Patientin selbst – Ausnahme sind notwendige OPs nach einer Krebserkrankung. In Deutschland kostet eine Brustvergrößerung durchschnittlich 5.000 bis 6.000 Euro. Diese Summe müsste frau stemmen können. Und nicht nur das. Auch für sämtliche Folgeeingriffe und Nachbehandlungen, die aufgrund von einer Kapselfibrose oder einem Implantatwechsel erforderlich sein können, muss man finanziell gewappnet sein. Es besteht allerdings hierfür die Möglichkeit eine Folgekostenversicherung abzuschließen, die das finanzielle Restrisiko bei ästhetisch-plastischen Operationen wie der Brustvergrößerung absichert.
Spielen Frauen mit dem Gedanken an eine Brustvergrößerung, so ist es ratsam, dass sie zunächst für sich ganz allein ihre Wünsche definieren und auch kritisch ihre Motivation für den Eingriff hinterfragen. Erst an zweiter Stelle wird der Arzt in den Entscheidungsprozess mit einbezogen, indem man ihm ausführlich seine Vorstellungen mitteilt und die medizinische Realisierbarkeit, u.a. auch anhand von körperlichen Untersuchungen, feststellen lässt.
Ob man sich die OP-Summe anspart, einen „Schönheits-Kredit“ aufnimmt oder wenn es von der Klinik angeboten wird in Raten zahlt, bleibt jedem selbst überlassen. Für viele Frauen ist der Wunsch nach einer Brustvergrößerung so stark, dass sie bereits ein paar Jahre lang Geld bei Seite gelegt haben oder bereit sind sich im Alltag einzuschränken und auf manche Dinge zu verzichten, um die monatlichen Zahlungen bis zur Tilgung der OP-Summe leisten zu können.