14/04/2026
Anderthalb Jahre lang konnte Sylvia Weiss (61) nichts mehr essen. Das war die ungeahnte Folge mehrerer Operationen, die sie nach einem initialen Zwerchfellbruch mit einer zusätzlichen Refluxerkrankung über sich ergehen lassen musste.
Die Nahrungszufuhr regelte eine Ernährungssonde für sie. Fest stand: Ohne eine weitere Operation würde sich ihr Zustand nicht verbessern. Doch selbst mehrere Uni-Kliniken lehnten den komplizierten Eingriff ab. „Es hieß, dass ich die Operation möglicherweise nicht überleben oder ein Schwerstpflegefall werden würde. Es schien ausweglos zu sein“, so die Patientin.
Dann traf sie auf PD Dr. Torsten Herzog, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie in den Knappschaft Kliniken Recklinghausen, der ihr erstmals wieder Hoffnung gab. Sylvia Weiss: „Ich fühlte mich sofort gut aufgehoben.“
Mithilfe der Gastroenterologen fanden die Ärzte heraus, dass eine Engstelle zwischen Magen und Speiseröhre Auslöser dafür war, dass keine Nahrung mehr im Magen landete. Starke Verklebungen durch mehrere, eingesetzte Netze zwischen Lungenflügel, Aorta, Magen, Wirbelsäule und Dünndarm taten ihr Übriges. Doch davon ließen sich PD Dr. Herzog und Dr. Ahmed Abdelsamad, Leitender Oberarzt und leitender Operateur nicht beirren.
Dr. Abdelsamad: „In einer minimalinvasiven robotischen Operation lösten wir die starken Verklebungen und setzten ein neues Netz ein. Dadurch konnte das Zwerchfellloch verschlossen und der Magen wieder an seine richtige Position gebracht werden.“ Eine Begradigung der Nahrungspassage durch Speiseröhre und Magen stellte die Anatomie wieder her.“ Die Engstelle war Geschichte.
Sylvia Weiss: „Man hat mir ein ganzes Stück Lebensqualität zurückgegeben. Ich kann wieder essen und an Dingen teilnehmen, die bis vor einigen Monaten noch unvorstellbar für mich waren. Dafür bin ich unglaublich dankbar.“