26/11/2025
Auch Tiere müssen Abschied nehmen. 🖤🐾
Vor kurzem durften wir einen Verstorbenen aus seinem Zuhause abholen. Er war noch einige Zeit dort aufgebahrt – in einer ganz besonderen, ruhigen und warmen Atmosphäre. Die Familie erzählte uns, dass sein treuer Hund, sein jahrelanger Begleiter, bis zuletzt bei ihm im Bett gelegen hatte. Still, wachsam, nah.
Seit wir den Verstorbenen abgeholt haben, geschieht etwas, das tief berührt:
Der Hund geht nicht mehr ins Haus. Er schläft nur noch im Garten. Man spürt, dass er weiß, dass sein Mensch nicht mehr da ist. Und man sieht, wie dieser große, starke Hund trauert.
Immer wieder dürfen wir solche Momente erleben. Studien zeigen längst, was Angehörige und wir in unserer Arbeit häufig beobachten: Tiere fühlen. Tiere trauern.
Katzen legen sich an vertraute Plätze, Hunde werden still oder suchen Nähe – sie versuchen, ihren Verlust in der Gemeinschaft auszuhalten.
Und wir sehen auch die andere Seite:
Wenn Tiere keine Möglichkeit zum Abschied haben, erleben wir besonders bei Hunden oft eine lange, suchende Zeit. Sie wirken orientierungslos, gehen immer wieder an Türen oder Plätze, als wollten sie fragen: „Wo ist mein Mensch geblieben?“
In solchen Fällen versuchen wir manchmal, diesen inneren Knoten zu lösen – etwa indem wir Tiere später noch einmal in Kontakt bringen: bei einer erneuten Aufbahrung oder im geschützten Rahmen einer Trauerfeier. Häufig entsteht dann ein spürbarer Moment des Verstehens und zur Ruhe Kommens.
Wenn wir von ganzheitlichem Abschied sprechen, dann gehören auch die Tiere dazu.
Sie sind Teil der Familie.
Sie spüren den Verlust.
Und auch sie brauchen Raum für ihren eigenen Weg des Loslassens.
🐾 Lasst uns auch an die denken, die stumm an unserer Seite gehen.
Habt ihr schon einmal ähnliche Erfahrungen gemacht?
Wie haben eure Tiere auf einen Verlust reagiert?