Praxis für Psychologische Beratung & Therapie • Anke Bangert

Praxis für Psychologische Beratung & Therapie • Anke Bangert Manchmal bedarf es der Unterstützung von Außen um Klarheit, Gesundheit, Gelassenheit oder Selbstve

Psychologische Beratung, Psychotherapie, Gruppenpsychotherapie, Entspannungs- und Achtsamkeitstraining individuell und professionell.

Der unsichtbare Preis der ErleichterungEs gibt Momente, in denen sich das Ausweichen wie ein Sieg anfühlt. Wenn wir die ...
02/05/2026

Der unsichtbare Preis der Erleichterung
Es gibt Momente, in denen sich das Ausweichen wie ein Sieg anfühlt. Wenn wir die schwierige Konfrontation meiden, die Entscheidung vertagen oder uns vor einem schmerzhaften Gefühl wegducken, schenkt uns das Gehirn ein sofortiges Aufatmen. Diese plötzliche Ruhe ist jedoch trügerisch, denn sie ist lediglich geliehen. Wir schließen in solchen Augenblicken einen Handel ab, dessen Konsequenzen wir erst viel später spüren.
Jedes Mal, wenn wir den kurzfristigen Ausweg wählen, um dem Unbehagen zu entkommen, bezahlen wir mit einem Teil unserer künftigen Spielräume. Die Erleichterung von heute wird mit der Selbstbestimmung von morgen finanziert. Was sich im ersten Moment wie Schutz anfühlt, baut in Wahrheit eine Mauer um unser Leben, die mit jedem Mal ein Stück höher wird. Unser Lebensradius schrumpft, während die Angst vor dem, was wir vermeiden, stetig wächst.
Wahre psychische Gesundheit bedeutet nicht, angstfrei zu sein, sondern die Bereitschaft zu entwickeln, das Unbehagen als Gast zu akzeptieren, statt es um jeden Preis vertreiben zu wollen. Erst wenn wir aufhören, unsere Energie in die Flucht zu investieren, wird diese Kraft frei für die Gestaltung eines Lebens, das wirklich unseren Werten entspricht. Der Weg in die Freiheit führt meistens nicht um den Schmerz herum, sondern mitten hindurch. Wer aufhört, sich heute mit vermeintlicher Sicherheit freizukaufen, gewinnt morgen die Fähigkeit zurück, sein Leben wieder in der vollen Weite zu führen.

Diese Worte von Marcel Proust beschreiben den Kern der psychotherapeutischen Arbeit oft besser als jede klinische Defini...
25/04/2026

Diese Worte von Marcel Proust beschreiben den Kern der psychotherapeutischen Arbeit oft besser als jede klinische Definition.
Häufig kommen wir an einen Punkt im Leben, an dem wir das Gefühl haben, festzustecken. Der erste Impuls ist dann oft die Suche nach Veränderung im Außen. Wir glauben, dass ein neuer Ort, ein anderer Job oder eine radikale Lebensänderung die innere Unruhe heilen könnte. Doch die Erfahrung zeigt, dass wir uns selbst und unsere gewohnten Sichtweisen an jeden neuen Ort mitnehmen. Die Landschaft mag sich ändern, aber der Filter, durch den wir sie betrachten, bleibt derselbe.
In der Therapie begeben wir uns gemeinsam auf die Suche nach diesen Filtern. Es geht nicht darum, die Realität zu beschönigen oder die eigene Geschichte umzuschreiben. Es geht vielmehr darum, die Fähigkeit zu entwickeln, das eigene Leben aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Wo früher vielleicht nur Selbstkritik und Enge waren, darf Raum für Verständnis und Neugier entstehen.
Dieser Prozess ist die eigentliche Entdeckungsreise. Wenn wir lernen, unsere festgefahrenen Überzeugungen und alten Bewertungsmuster zu hinterfragen, beginnt sich die vertraute Welt um uns herum zu verändern. Nicht, weil die Umstände plötzlich perfekt sind, sondern weil wir ihnen mit einer neuen inneren Haltung begegnen. Therapie bietet den geschützten Rahmen, um diese neuen Augen zu entwickeln und zu erfahren, dass Heilung oft dort beginnt, wo wir aufhören zu flüchten und anfangen, das Vorhandene neu wahrzunehmen.

„Ich bin falsch.“ Diesen Satz höre ich in meiner therapeutischen Arbeit oft. Er ist schmerzhaft, schwer und vor allem: E...
18/04/2026

„Ich bin falsch.“ Diesen Satz höre ich in meiner therapeutischen Arbeit oft. Er ist schmerzhaft, schwer und vor allem: Er ist nicht wahr.
Marsha Linehan, die Begründerin der DBT, schenkt uns mit diesem Zitat eine der wichtigsten Lektionen für die psychische Gesundheit. Es geht um die feine Unterscheidung zwischen unserem Wert als Mensch und der Wirksamkeit unserer Methoden.
Glaube an dich selbst: Das ist das Fundament. Du bist wertvoll und du gibst jeden Tag dein Bestes mit den Ressourcen, die dir gerade zur Verfügung stehen. Das ist die Seite der Akzeptanz. Ohne diesen Glauben an den eigenen Kern fehlt oft die Kraft, um überhaupt eine Veränderung zu wagen.
Aber sei bereit, an deinen Strategien zu zweifeln: Hier beginnt das Wachstum. Wir alle entwickeln im Laufe unseres Lebens Überlebensstrategien. Vielleicht ziehst du dich zurück, wenn es schwierig wird, oder du versuchst, alles perfekt zu kontrollieren. Diese Strategien hatten früher ihren Sinn. Sie haben dich geschützt.
Doch die entscheidende Frage ist: Helfen sie dir heute noch? Wachstum bedeutet zu sagen: Ich bin absolut okay, so wie ich bin. Aber die Art und Weise, wie ich mit meinem Schmerz oder meinen Konflikten umgehe, darf ich hinterfragen. Ich darf neue Wege lernen, die mich näher zu dem Leben führen, das ich eigentlich führen möchte.
Therapie ist für mich der geschützte Raum, in dem ich dich genau dabei unterstütze: Wir stärken den Glauben an dich, während wir gemeinsam schauen, welche alten Strategien du mit Mitgefühl verabschieden darfst.
Was denkst du darüber? Gibt es eine alte Strategie, die dir früher geholfen hat, die du aber heute gerne loslassen würdest? Schreib es mir in die Kommentare oder speichere dir diesen Beitrag als Erinnerung für schwierige Tage.

Wir versuchen oft, das Leben wie ein Projekt zu managen. Wenn es kracht, wollen wir sofort den Plan für den Wiederaufbau...
11/04/2026

Wir versuchen oft, das Leben wie ein Projekt zu managen. Wenn es kracht, wollen wir sofort den Plan für den Wiederaufbau sehen. Wir wollen wissen, wo wir in drei Monaten stehen und ob sich der Schmerz am Ende „lohnt“.
Aber echte Wandlung funktioniert nicht auf Bestellung.
Dieses Zitat erinnert uns daran, dass das Nichtwissen kein Fehler im System ist. Es ist der Zwischenraum, in dem wir eigentlich erst bereit werden für das, was kommt. Zuversicht bedeutet hier nicht, die Antwort schon zu kennen – sondern darauf zu vertrauen, dass die Antwort uns finden wird, wenn wir aufhören, sie zu erzwingen.
Vielleicht ist die Krise gar kein Stoppschild, sondern die Einladung, den alten Ballast abzuwerfen, damit die Hände wieder frei sind für etwas Neues. Was auch immer das sein mag.
Einfach atmen. Bereit sein. Und dem Prozess vertrauen. 🤍

Wir leben in einer Welt, die uns oft suggeriert, wir müssten „repariert“ werden, um wieder wertvoll zu sein. Viele Mensc...
04/04/2026

Wir leben in einer Welt, die uns oft suggeriert, wir müssten „repariert“ werden, um wieder wertvoll zu sein. Viele Menschen kommen mit dem Wunsch in die Therapie, endlich wieder ganz zu sein – so, als gäbe es einen makellosen Zustand, den wir durch Optimierung oder Heilung erreichen könnten. Doch die menschliche Seele ist kein technisches Gerät, das man auf die Werkseinstellungen zurücksetzt.
Die Risse in deiner Biografie, die Brüche und die schmerzhaften Erfahrungen sind keine Fehler im System. Sie sind die Spuren eines gelebten Lebens. Wenn wir versuchen, diese Risse krampfhaft zu verstecken oder sie als Makel zu betrachten, verlieren wir die Kraft, die wir eigentlich zum Atmen und Wachsen bräuchten. Mit den Rissen tanzen zu lernen bedeutet, den Widerstand gegen die eigene Geschichte aufzugeben. Es bedeutet, die eigene Zerbrechlichkeit nicht als Schwäche, sondern als tiefe Form der Menschlichkeit zu begreifen.
In der japanischen Kunst des Kintsugi werden zerbrochene Schalen mit Gold geklebt. Die Brüche werden nicht kaschiert, sondern betont, wodurch das Gefäß schöner und wertvoller wird als je zuvor. Genau das ist der Weg der Heilung: Es geht nicht darum, das Unkraut der Vergangenheit auszureißen, sondern zu lernen, im Garten der Gegenwart trotz allem zu tanzen. Du musst nicht perfekt oder „fertig“ sein, um ein erfülltes Leben zu führen. Deine Risse sind das Licht, durch das deine Stärke scheint. Vielleicht ist die größte Freiheit, die wir finden können, die Erlaubnis, unvollkommen und dennoch vollkommen lebendig zu sein.

Manchmal neigen wir dazu, unser inneres Tempo oder unsere Heilung mit den Fortschritten anderer zu vergleichen. Wir scha...
28/03/2026

Manchmal neigen wir dazu, unser inneres Tempo oder unsere Heilung mit den Fortschritten anderer zu vergleichen. Wir schauen nach links und rechts und fragen uns, warum wir noch nicht „so weit“ sind oder warum sich unser Weg so viel steiniger anfühlt.
Die Wahrheit ist: Es gibt keine Blaupause für das Leben.
Jeder von uns trägt einen unsichtbaren Rucksack voller Erfahrungen, Prägungen und kleiner sowie großer Wunden. Was für den einen wie ein kleiner Schritt wirkt, kann für den anderen die Besteigung des Mount Everest bedeuten. Und das ist okay. Heilung ist kein Wettbewerb und Wachstum kein linearer Prozess.
Warum Begegnungen so wichtig sind
Auch wenn wir letztlich in unseren eigenen Schuhen gehen, bedeutet das nicht, dass wir einsam sein müssen. In den Momenten, in denen sich unsere Pfade mit denen anderer kreuzen, liegt eine enorme Kraft.
Anstatt zu urteilen oder zu vergleichen, können wir uns entscheiden, einander zuzunicken. Ein kurzes „Ich sehe dich“ oder ein ehrliches „Du schaffst das“ kann für jemanden, der gerade an einer steilen Stelle seines Weges steht, den entscheidenden Unterschied machen.
Wir müssen nicht dasselbe erleben, um Mitgefühl füreinander zu empfinden. Lass uns die Einzigartigkeit des anderen würdigen und dort, wo wir ein Stück gemeinsam gehen, die Hand reichen. Denn am Ende sind wir alle Reisende, die versuchen, ihren Frieden zu finden.

Vielleicht ist das die sanfteste und zugleich mutigste Form der Liebe: Jemandem oder etwas dabei zuzusehen, wie es einfa...
21/03/2026

Vielleicht ist das die sanfteste und zugleich mutigste Form der Liebe: Jemandem oder etwas dabei zuzusehen, wie es einfach nur „wird“. Ganz ohne den Drang, einzugreifen, zu korrigieren oder ein bestimmtes Ergebnis zu erzwingen. In therapeutischen Prozessen erleben wir oft, dass wahre Heilung erst dann beginnt, wenn der Erwartungsdruck nachlässt. Wenn wir aufhören, an den Blättern zu ziehen, damit die Blume schneller wächst, und stattdessen einfach nur den Boden bereiten.
Dieser liebevolle Blick verändert alles. Er nimmt die Schwere aus unseren Beziehungen und auch aus der Beziehung zu uns selbst. Wenn wir uns mit diesem bedingungslosen Interesse begegnen, erlauben wir uns, authentisch zu sein – mit allen Ecken, Kanten und Pausen, die das Leben eben braucht. Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern darum, den Raum zu haben, sich sicher und gesehen zu fühlen.
Vielleicht kannst du heute einen Moment innehalten und dich fragen, wo du diesen Raum gerade am meisten brauchst. Wo darfst du heute einfach nur Beobachter deines eigenen Wachstums sein, ohne es bewerten zu müssen? Es ist ein Geschenk, sich selbst und anderen beim Entfalten zuzusehen – mit Geduld, Wärme und einer tiefen Ruhe im Herzen.
Was in deinem Leben darf heute in seinem ganz eigenen Tempo wachsen? 🌱

Dein Wert ist kein Echo. ✨Wir neigen dazu, uns durch die Augen anderer zu betrachten. Wenn uns jemand mit Kälte oder Res...
14/03/2026

Dein Wert ist kein Echo. ✨
Wir neigen dazu, uns durch die Augen anderer zu betrachten. Wenn uns jemand mit Kälte oder Respektlosigkeit begegnet, fangen wir oft sofort an, an uns selbst zu zweifeln. Wir fühlen uns klein oder „falsch“.
Doch psychologisch gesehen ist das Verhalten deines Gegenübers meist nur ein Spiegel seiner eigenen inneren Kämpfe, seiner Grenzen und seiner Geschichte. Es ist sein Filter, nicht deine Wahrheit.
Die wichtigste Erkenntnis für deinen inneren Frieden:
Andere können zwar „Knöpfe“ bei dir drücken, aber die Gefühle, die dann entstehen, gehören zu deiner inneren Welt. Das klingt im ersten Moment schwer, ist aber in Wahrheit deine größte Freiheit: Denn wenn niemand deine Gefühle „macht“, hat auch niemand die endgültige Macht über deinen Selbstwert.
Du bist nicht verantwortlich für das Unvermögen anderer, wertschätzend zu sein. Du bist nur verantwortlich für die Liebe, die du dir selbst schenkst, wenn es im Außen stürmisch wird. Lass die Last, die andere auf dich projizieren, dort, wo sie hingehört: bei ihnen.

Authentizität ist ein Wagnis – und deine größte Freiheit. ✨Wie viel Kraft kostet es dich eigentlich, jeden Tag so zu sei...
07/03/2026

Authentizität ist ein Wagnis – und deine größte Freiheit. ✨
Wie viel Kraft kostet es dich eigentlich, jeden Tag so zu sein, wie andere dich brauchen? Wir alle haben Strategien entwickelt, um geliebt zu werden: Wir schlucken Kritik runter, sagen „Ja“ aus Angst vor Ablehnung oder verbiegen unsere Persönlichkeit, bis sie in das Raster der anderen passt.
Doch wahres Wachstum beginnt genau dort, wo diese Masken fallen. Es ist der Moment, in dem du dich entscheidest, deine Wahrheit zu sprechen, auch wenn deine Stimme zittert.
Das Risiko: Manche Menschen werden mit deinem neuen, echten Ich nicht umgehen können.
Das Geschenk: Diejenigen, die bleiben, lieben dich – und nicht die Rolle, die du spielst.
Du musst dir Zuneigung nicht verdienen. Wenn dein wahres Selbst für jemanden nicht „genug“ ist, dann ist dieser Mensch schlichtweg nicht der richtige Begleiter für deinen Weg. Trau dich, du selbst zu sein. Es ist der einzige Weg zu echter Verbundenheit. 🌿

Ein leises Versprechen an dich selbst...Vielleicht hast du dich heute auch schon dabei ertappt, wie du im Kopf ein Argum...
28/02/2026

Ein leises Versprechen an dich selbst...
Vielleicht hast du dich heute auch schon dabei ertappt, wie du im Kopf ein Argument vorbereitet hast. Eine Erklärung dafür, warum du dich so entschieden hast, warum du diesen Job gekündigt hast, warum du Single bist oder warum du heute einfach mal nichts tust. Wir sind so darauf trainiert, unser Leben wie ein Projekt zu präsentieren, das für die Außenwelt logisch und glänzend wirken muss.
Aber weißt du was? Es gibt keinerlei Verpflichtung, dass deine Art zu leben für andere irgendeinen Sinn ergibt.
Dein Leben ist kein Museum, durch das Fremde wandern und die Exponate bewerten. Es ist dein ganz persönlicher, manchmal chaotischer und oft wunderbar unlogischer Garten. Dein Herzschlag folgt keinem Businessplan und deine Seele braucht keine Zustimmung von Menschen, die deine Kämpfe nie gekämpft haben.
Wenn du dich für die Langsamkeit entscheidest, während die Welt rennt – dann ist das okay. Wenn deine Heilung Wege geht, die niemand versteht – dann ist das dein heiliger Raum. Du musst nicht „funktionieren“, um wertvoll zu sein. Du bist es wert, einfach nur zu sein, auch wenn dein Weg für andere wie ein Labyrinth aussieht.
Atme heute einmal tief durch und lass die Erwartungen der anderen an der Tür stehen. Du schuldest niemandem eine Erklärung für dein Glück. Es reicht völlig aus, wenn dein Leben für dich Sinn ergibt – oder sich zumindest in diesem Moment für dich richtig anfühlt.

Hast du dich schon einmal gefragt: „Was habe ich falsch gemacht? Warum werde ich so behandelt?“ Oft suchen wir die Schul...
21/02/2026

Hast du dich schon einmal gefragt: „Was habe ich falsch gemacht? Warum werde ich so behandelt?“ Oft suchen wir die Schuld bei uns, wenn uns nahestehende Menschen verletzen, sich zurückziehen oder ihre Wut an uns auslassen. Wir versuchen zu verstehen, zu reparieren und zu vermitteln. Doch die schmerzhafte Wahrheit ist oft: Es geht gar nicht um dich.
Warum das passiert
Hinter verletzendem Verhalten steckt oft ein tiefer, innerer Konflikt der anderen Person. Alte Wunden, ungelöste Traumata oder ein Krieg gegen den eigenen Selbstwert. Du stehst in diesem Moment nur im Kreuzfeuer. Du bist das Ventil für einen Druck, der lange vor dir da war.
Was das für dich bedeutet
Das zu erkennen, ist kein Freifahrtschein für das Gegenüber, aber es ist ein Befreiungsschlag für deine Seele:
Es nimmt die Last der Schuld: Du musst nicht die Verantwortung für einen Kampf tragen, den du nicht begonnen hast.
Es schafft Distanz: Wenn du verstehst, dass die Handlungen des anderen eine Reflexion seines Inneren sind (und nicht deines Wertes), kannst du emotional einen Schritt zurücktreten.
Grenzen werden klarer: Verständnis für den Schmerz des anderen zu haben, bedeutet nicht, sich als Zielscheibe zur Verfügung zu stellen.
Heilung beginnt dort, wo du aufhörst, die Pfeile, die nach dir geschossen werden, als Wahrheit über dich selbst zu akzeptieren.
Du darfst Mitgefühl für den Kämpfenden haben – aber dein wichtigster Auftrag ist es, dich selbst aus dem Schussfeld zu nehmen. 🛡️✨

„Man sieht die Sonne langsam untergehen und erschrickt doch, wenn es plötzlich dunkel wird.“Dieses Zitat von Franz Kafka...
16/02/2026

„Man sieht die Sonne langsam untergehen und erschrickt doch, wenn es plötzlich dunkel wird.“
Dieses Zitat von Franz Kafka begleitete mich bei meinem Besuch hier am Museum in Prag und es lässt mich auch in meiner therapeutischen Arbeit oft innehalten. Es beschreibt präzise jenen Moment, in dem eine lange geahnte Krise plötzlich zur unumgänglichen Gewissheit wird.
Oft spüren wir in unserem Leben, dass sich etwas verändert. Wir bemerken, wie die emotionale Kraft nachlässt oder wie alte Bewältigungsstrategien nicht mehr greifen. Wir sehen die Sonne sinken, doch der Verstand klammert sich an das verbleibende Licht. Wenn die Dunkelheit – die Depression, der Burnout oder der Verlust – dann endgültig eintritt, ist das Erschrecken groß.
In der Psychotherapie geht es oft darum, genau dieses Erschrecken zu verstehen. Es ist kein Zeichen von Schwäche, sondern die ehrliche Reaktion unseres Systems auf eine Realität, die wir lange nicht wahrhaben wollten. Kafka lehrt uns hier eine Form der radikalen Akzeptanz: Das Dunkle gehört zum Zyklus dazu.
Mein Ziel in der Therapie ist es, Räume zu schaffen, in denen wir nicht vor der Dunkelheit fliehen, sondern lernen, uns in ihr zu orientieren. Denn erst wenn wir das Erschrecken zulassen, können wir beginnen, neue Wege aus dem Labyrinth zu finden.
Ich bin gespannt auf Ihre Gedanken zu diesem Moment des Erschreckens. Kennen Sie das Gefühl, wenn eine Vorahnung plötzlich zur Gewissheit wird?

Adresse

Goethestraße 16
Roßleben
06571

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