Psychologische Beratung und Therapie

Psychologische Beratung und Therapie Psychotherapie in persönlichen oder beruflichen Krisen. Dein Verhaltenstherapeut Ihr persönlicher Verhaltenstherapeut. Außerdem: Mutsprechstunde für Männer.

Psychologische Beratung und Psychotherapie individuell, professionell und empathisch.

In der Stille einer Sitzung erkenne ich oft dieselben Muster: Selbstzweifel, Perfektionismus, der harte innere Kritiker,...
31/01/2026

In der Stille einer Sitzung erkenne ich oft dieselben Muster: Selbstzweifel, Perfektionismus, der harte innere Kritiker, der kaum einen Raum lässt, um einfach Mensch zu sein. Diese Stimmen scheinen uns zu schützen, doch oft schützen sie uns nicht wirklich. Sie schränken uns ein, halten uns in alten Rollen fest und hindern uns daran, uns weiterzuentwickeln. Wenn wir ihnen zu viel Glauben schenken, verpasst unser inneres Selbst den Moment, in dem Wachstum geschieht.
Das was Branden ausspricht, ist einfach und doch tief: Wir dürfen die Lügen erkennen, benennen und hinterfragen. Das geschieht nicht mit Schuldgefühlen, sondern mit Neugier. Wie hat sich diese Überzeugung in meinem Leben eingerichtet? Welche Erfahrungen haben sie genährt? Und was würde passieren, wenn ich dieser Überzeugung einen anderen Ursprung gebe – nicht als Strafe, sondern als Teil meiner menschlichen Lernreise?
Ich erinnere mich an Klienten, die mit der Überzeugung kamen: „Ich bin nicht gut genug.“ Wir gingen Schritt für Schritt die Entstehung dieser Überzeugung durch. Wir entwirrten, wie Erfahrungen aus der Kindheit, Erziehungserwartungen oder negativen Feedback-Ketten diese Meditation über uns selbst geformt hatten. Und dann begann eine neue Praxis: das Führen eines Tagebuchs der Realität statt der Angst. Wir hielten fest, was wahr ist – konkrete Fähigkeiten, kleine Erfolge, freundliche Gesten, die sie sich selbst schenkten. Wir sammelten Beweise für eine andere Geschichte: diejenige, die zeigt, dass Mensch-sein bedeutet, unvollkommen zu sein und trotzdem wertvoll.
Wenn wir die größte Lüge erkennen und ihr die Möglichkeit geben, aus dem Zentrum unseres Lebens zu treten, öffnet sich Platz für echte Selbstakzeptanz. Und mit Selbstakzeptanz kommt Mut: der Mut, neue Wege zu gehen, Fehler als Lernschritte zu sehen und Beziehungen – zu sich selbst und anderen – aufrichtig zu gestalten.
Die größte Lüge, die wir glauben, ist die über uns selbst. Doch sie ist auch die größte Einladung: die Einladung, uns neu kennenzulernen, mit Geduld und Demut, und zu entdecken, dass hinter jeder verkrusteten Überzeugung ein lebendiges, lernendes Wesen steckt – bereit, zu wachsen.

27/01/2026
Manche Beziehungen hängen einem ewig nach. Warum wir uns von mancher Partnerschaft schlecht lösen können und sie noch ew...
26/01/2026

Manche Beziehungen hängen einem ewig nach. Warum wir uns von mancher Partnerschaft schlecht lösen können und sie noch ewig im Herzen tragen.

Egal, ob drei Wochen oder 30 Jahre. Eine tiefe Bindung kann schnell entstehen, sich aber auch schnell lösen. Sie kann die gleiche Bedeutung haben, unabhängig von Zeit und Dauer. Jeder Mensch geht anders mit einem Ende um. Kluge Strategien und Tipps hat Verhaltenstherapeut Frank Bangert. Anja ist m...

Nietzsches Blick auf die Realität erinnert daran, dass es keine endgültige Wirklichkeit gibt; wir wählen Werte und Bedeu...
24/01/2026

Nietzsches Blick auf die Realität erinnert daran, dass es keine endgültige Wirklichkeit gibt; wir wählen Werte und Bedeutungen neu, indem wir unsere Überzeugungen prüfen und gegebenenfalls verändern. Wenn sich unsere Deutungen ändern, verändert sich auch unser Erleben der Welt. Realitäten sind also kein festgelegtes Abbild, sondern Entwürfe, die wir heute gestalten. Schon kleine Sätze, Blicke oder Rituale können Türen öffnen: Schmerz anerkennen, neue Verbindungen schaffen, Verantwortung für das eigene Erleben übernehmen – ohne Schuld.
Praxisnah bedeutet das: Formuliere, was du brauchst, zum Beispiel „Ich brauche Klarheit in dieser Situation.“ Prüfe deine Überzeugungen: Welche Annahmen halten dich fest, welche kannst du loslassen? Schaffe kleine Räume der Heilung durch Rituale der Selbstfürsorge, klare Grenzen und regelmäßige Pausen. Wähle bewusst, wie du kommunizierst: Was willst du sagen, wie willst du wirken? Der Weg ist kein Perfektionsrezept, sondern ein Morgen, an dem wir beginnen: eine kleine Entscheidung, ein neues Nein, ein Nein mit Ja zu dir selbst. Jede bewusste Wahl formt deine Realität – und trägt dich leichter durchs Leben. Welche Wirklichkeit willst du also gestalten?

Ich habe vielen Klientinnen und Klienten zugehört und merke immer wieder etwas Wesentliches: Liebe ist weniger eine Scha...
17/01/2026

Ich habe vielen Klientinnen und Klienten zugehört und merke immer wieder etwas Wesentliches: Liebe ist weniger eine Schatzkammer, aus der man etwas herauszieht, als eine Haltung, die man bereit ist zu schenken. Oft mischen sich Erwartungen hinein, und die Beziehung fühlt sich wie eine Transaktion an – wer gibt wie viel, wer bestätigt mich, wer entlastet mich? Doch in diesem Lärm entdecke ich eine stille Wahrheit: Liebe, die heilsam ist, beginnt dort, wo wir bereit sind zu geben – ohne Garantie auf Gegenleistung und ohne das Echo zu erwarten, das zurückkommen soll.
Geben in der Liebe ist kein Aufopferungstheater. Es bedeutet, unsere Bedürfnisse nicht sofort abzulehnen, aber unsere Reaktionen zu prüfen. Wenn ich mit Paaren arbeite, frage ich: Welche Erwartungen trägst du hinein, die vielleicht gar nichts mit dem Gegenüber zu tun haben? Welche unbewussten Lektionen aus deiner Kindheit ziehen sich durchs Liebesleben? Die Antworten helfen uns, uns selbst besser zu verstehen, damit wir liebenswerter geben – nicht aus Mangel, sondern aus Fülle, aus Selbstvertrauen und Klarheit.
Liebe und Beziehung sind keine Tauschgeschäfte.Die Kunst der Liebe besteht darin, zu unterscheiden zwischen dem, was du erwartest, und dem, was geschieht.
Wenn wir Liebe als Bereitschaft zu geben sehen – ohne Verzweiflung, ohne Entmutigung – öffnen sich Räume für Verantwortung, Vertrauen und Nähe. Wirkliche Liebe ist eine fortwährende Entscheidung, das Gute im anderen zu sehen und das Gute in euch selbst nicht aus den Augen zu verlieren. Sie beginnt dort, wo ihr bereit seid zu geben – und dort, wo ihr loslasst, wenn der Andere sich weigert, mit euch zu gehen.

Ich habe lange gebraucht zu verstehen, was Virginias Satirs Zitat wirklich bedeutet: Andere können mich nicht zu dem mac...
10/01/2026

Ich habe lange gebraucht zu verstehen, was Virginias Satirs Zitat wirklich bedeutet: Andere können mich nicht zu dem machen, was sie in mir sehen, solange ich ihr Urteil nicht innerlich bestätige. Es geht um Selbstbestimmung, Kongruenz und den Mut, eigene Werte über äußeren Zuschreibungen zu stellen.
In Satirs Therapieansatz liegt die Kernaussage: Unsere Identität entsteht durch innere Entscheidung, nicht durch äußere Worte. Botschaften spiegeln oft nur einen Ausschnitt wider und werden erst real, wenn wir ihnen zustimmen. Kongruenz – Gefühle, Denken und Verhalten stimmen überein – stärkt das autonome Selbst. Grenzen schützen Identität, ohne andere abzulehnen. Empathie ist wichtig, doch sie darf die eigene Selbstdefinition nicht gefährden.
Vor dem Reagieren halte ich also inne und prüfe, welche Information hilfreich ist und welche eine Projektion des Gegenübers darstellt. Meine innere Zustimmung wähle ich bewusst, indem ich akzeptiere, was zu mir passt, und lasse los, was nicht stimmt. Ich kommuniziere klare, respektvolle Grenzen und benenne dabei meine eigenen Bedürfnisse. Den inneren Spiegel pflege ich durch Journaling oder kurze Rituale der Selbstreflexion. Ich übe Empathie, bleibe aber dabei, meine Identität zu schützen: Ich verstehe, was die Worte des anderen erklären, ohne mich selbst zu verlieren..

06/01/2026

Chancengleichheit bei Kindern? Mitnichten! Angsterkrankungen bei Heranwachsenden haben viele Gründe, einer davon ist Unsicherheit. Eine Spurensuche.

Das hier etwas "modifizierte" Zitat, das perfekt zum Jahreswechsel passt, stammt von dem Schweizer Psychiater und Mitbeg...
03/01/2026

Das hier etwas "modifizierte" Zitat, das perfekt zum Jahreswechsel passt, stammt von dem Schweizer Psychiater und Mitbegründer der Analytischen Psychologie, Carl Gustav Jung.
Es fängt den Geist des Neuanfangs ein, ohne dabei den Blick auf die eigene Selbstwirksamkeit zu verlieren.
Oft blicken wir zum Jahreswechsel zurück und sehen die Narben, die Herausforderungen oder die Umstände, die uns geprägt haben. Wir tragen den Rucksack der Vergangenheit mit uns herum. Während das alte Jahr oft mit dem Gefühl verbunden ist, „gelebt worden zu sein“ (durch Termine, Stress oder Ereignisse), gibt die Idee in diesen Worten die Kontrolle zurück an das Individuum. Es ist ein Aufruf zur aktiven Gestaltung des Lebenswegs.
Jung erinnert uns an eine kraftvolle Wahrheit: Unsere Geschichte ist zwar der Ausgangspunkt, aber nicht unser Ziel. Die wahre Freiheit beginnt in dem Moment, in dem wir aufhören, uns über das Gestern zu definieren, und anfangen, das Heute bewusst zu gestalten.
Ein neues Jahr ist keine magische Lösung, aber es ist ein symbolischer Raum für eine bewusste Entscheidung. Wer willst du in diesem Jahr sein? Nicht, weil die Welt es fordert, sondern weil es dein innerster Kern ist.
Nimm dir einen Moment Zeit: Was lässt du im alten Jahr zurück? Welche Version deiner selbst möchtest du dieses Jahr nähren?

Von der Ohnmacht zur Gestaltung ist ein Prozess, den ich in der Therapie oft beobachten kann. Denn in der heutigen Welt ...
27/12/2025

Von der Ohnmacht zur Gestaltung ist ein Prozess, den ich in der Therapie oft beobachten kann. Denn in der heutigen Welt fühlen wir uns oft unzulänglich, getrieben von dem Gefühl, nicht „genug“ zu sein. Alfred Adler, einer der Pioniere der Psychotherapie, erkannte schon früh, dass dieses Empfinden kein Makel ist, sondern der eigentliche Motor unserer Entwicklung. Er prägte den Begriff des Minderwertigkeitsgefühls, womit er nicht eine krankhafte Schwäche meinte, sondern die universelle menschliche Erfahrung der Unvollständigkeit. Jeder von uns beginnt das Leben als kleines, abhängiges Wesen, das auf Hilfe angewiesen ist. Aus diesem ursprünglichen Erleben entsteht ein natürlicher Drang nach Kompensation – das Bestreben, Hindernisse zu überwinden und vom „Minus“ ins „Plus“ zu gelangen.
Diese Kompensation ist eine schöpferische Kraft: Sie lässt uns Talente entwickeln, Wissen erwerben und über uns hinauswachsen. Problematisch wird es erst, wenn wir versuchen, ein tiefes Gefühl der Wertlosigkeit durch übermäßige Machtansprüche oder starre Perfektion zu überdecken – was Adler als „Minderwertigkeitskomplex“ bezeichnete. Wahre psychische Gesundheit bedeutet hingegen, die eigene Unvollkommenheit anzunehmen und die Energie der Kompensation für das Gemeinwohl und das eigene Wachstum zu nutzen, statt sich in einem endlosen Kampf gegen das eigene Selbstbild zu erschöpfen.
Um sich dieser Dynamik bewusst zu werden, hilft oft ein Moment des innehaltenen Gewahrwerdens. Frage dich in Situationen, in denen du dich gestresst oder defensiv fühlst: „Welches Ideal versuche ich hier gerade krampfhaft zu erreichen, um eine vermeintliche Schwäche zu verbergen?“
In der Praxis beginnt die Umsetzung damit, den Blick von der reinen Selbstoptimierung hin zum sozialen Interesse zu lenken. Anstatt sich ständig zu fragen, ob man „gut genug“ ist, hilft der Fokus auf den Beitrag, den man für andere leisten kann; denn wer sich verbunden fühlt, muss seine Minderwertigkeit nicht mehr durch Überlegenheit kompensieren. Es geht darum, den Mut zur Unvollkommenheit zu kultivieren und kleine, mutige Schritte im Handeln zu riskieren, anstatt auf den perfekten Moment zu warten. Habt eine mutige Woche!

Als ich diesen Satz vor Kurzem las, fühlte ich mich sehr berührt. Er traf einen wunden Punkt, den wir fast alle teilen: ...
20/12/2025

Als ich diesen Satz vor Kurzem las, fühlte ich mich sehr berührt. Er traf einen wunden Punkt, den wir fast alle teilen: Wir verbringen so viel Lebenszeit damit, unser Selbstbild vor dem Spiegel fremder Erwartungen zu polieren – oft vor Menschen, die gar nicht die Kapazität oder das Interesse haben, unser wahres Wesen zu erkennen. Wer definiert eigentlich deinen Wert?
In der Psychologie nennen wir das oft die „externe Validierung“. Wir machen unser Wohlbefinden davon abhängig, wie eine kritische Bezugsperson, ein narzisstischer Partner, ein desinteressierter Chef oder sogar eine flüchtige Bekannte uns bewertet. Das Paradoxe daran ist: Wir geben diesen Menschen die Macht über unsere Selbstwahrnehmung, obwohl sie oft nur eine verzerrte Projektion von uns sehen. Sie sehen unsere Fehler, unsere Unsicherheiten oder unsere Leistung, aber sie sehen nicht unsere Resilienz, unsere Geschichte oder das tiefe Mitgefühl, das wir in uns tragen.
Ich habe für mich gelernt, dass diese „fremden Augen“ meistens durch ihre eigenen Ängste und Defizite getrübt sind. Wenn mich jemand nicht „sieht“, sagt das viel mehr über seine begrenzte Wahrnehmung aus als über meinen tatsächlichen Wert. Es ist ein Akt der psychologischen Freiheit, sich bewusst dazu zu entscheiden, den Spiegel zurückzugeben. Ich möchte mich stattdessen durch die Augen derer sehen, die meine Nuancen kennen – und vor allem durch meine eigenen Augen, die wissen, wie weit ich schon gekommen bin.
Wir dürfen aufhören, um Anerkennung an Orten zu betteln, an denen es keine gibt. Wahre Selbstliebe beginnt dort, wo wir aufhören, das Urteil derer als Wahrheit zu akzeptieren, die nie hinter unsere Fassade geblickt haben. Du bist so viel mehr als das, was oberflächliche Betrachter in dir sehen können! Vergiss das nie.

Adresse

Goethestraße 16
Roßleben
06571

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Dienstag 09:00 - 19:00
Mittwoch 09:00 - 19:00
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