16/02/2019
❤️
Wir haben unser Leben auf den Kopf gestellt und dadurch ein Problem daraus gemacht.
Wir zäumen das Pferd von hinten auf und wundern uns, warum unsere Selbstverwirklichung auf der Strecke bleibt.
Wir denken immer, wir brauchen noch was.
Irgendein Bedürfnis muss noch befriedigt werden, irgendeine Voraussetzung muss noch erfüllt sein, bevor wir damit beginnen können, uns selbst zu verwirklichen.
Wir denken, erst müssen unsere Grundbedürfnisse abgedeckt sein, damit wir weiter wachsen können und um die Anerkennung und Wertschätzung zu bekommen, die wir uns so sehr wünschen.
Tatsächlich sind es genau diese Ideen und Gedanken, die uns von unserem Wachstum abhalten.
Welches Wachstum kann es jemals geben?
Was ist das größte Wachstum in einem Menschenleben?
Es ist der Weg vom Kopf ins Herz.
Es ist der Weg von der Programmierung ins Nicht-Wissen ... der Weg vom Ego-Trip in die Selbstverwirklichung.
Wenn du vom Kopf auf die Beine fällst, sortiert sich dein Leben wieder von selbst.
Deine Selbstverwirklichung muss deine oberste Priorität sein.
Deine Selbstverwirklichung ist der Trichter, in den alles andere hineinfällt.
Wenn du dich selbst verwirklichst, fällt einfach alles an seinen Platz.
Nicht unbedingt so, wie du es dir vorstellst, aber so, wie es für dich gedacht und richtig ist.
Wenn du erkennen kannst, dass alles für dich geschieht und nicht gegen dich, fällt dein Widerstand dem Leben gegenüber Schritt für Schritt weg und dein Selbstverwirklichungstrichter füllt sich mit lauter für dich relevanten Erfahrungen.
Wir versuchen immer eine Pyramide zu bauen, an deren Spitze als allerletztes die Selbstverwirklichung steht, statt unseren Trichter der Selbstverwirklichung nach oben für alles zu öffnen, was wir empfangen sollen.
Wir denken: "Erst wenn alle unsere Bedürfnisse befriedigt sind und uns andere anerkennen, dann können wir uns den Luxus der Selbstverwirklichung leisten."
Tatsächlich verbaust du dir den Luxus der Selbstverwirklichung durch solche Gedanken.
Ja, Selbstverwirklichung ist ein Luxus.
Und ja, sie ist die Basis von allem.
Du kannst dir nicht aussuchen, was in dieses Gefäß hineinfällt.
Dieses Gefäß der Selbstverwirklichung sind nicht deine Wünsche.
Da wäre das Gefäß schon wieder randvoll, bevor du begonnen hast, weil du so viele Wünsche hast.
Dieses Gefäß ist nicht dein "Warum?" oder deine Idee, einen Beitrag zu leisten.
Dieses Gefäß sind nicht deine Ziele und auch nicht dein fester Entschluss, diese Welt zu retten.
Dieses Gefäß der Selbstverwirklichung entsteht, wenn du erkennst, dass es um deine innere Welt geht, die du retten musst.
Dann erkennst du auch, dass dein Wunsch nach Anerkennung und Bestätigung deinem Schmerz entspringt und kein echtes Bedürfnis ist.
Dann merkst du, dass dir Anerkennung und Bestätigung von anderen gar nichts hinzufügen kann.
Es findet alles in dir statt.
Dort beginnt alles und dort endet alles.
Du bist Anfang und Ende von allem.
Selbstverwirklichung ist nicht der Malkurs in der Toskana.
Selbstverwirklichung ist nicht reisen und fotografieren.
Selbstverwirklichung ist auch nicht selbstständig arbeiten oder viel Geld haben.
Digitale Nomaden, Künstler, Unternehmer oder Wohlhabende sind nicht automatisch selbstverwirklicht.
Die ultimative Selbstverwirklichung ist deine Erleuchtung.
Wenn dir das zu viel, zu spirituell oder zu weit weg ist, macht das überhaupt nichts.
Es gibt praktische und sehr realistische Vorstufen.
Du kannst den Weg der Selbstverwirklichung sehr einfach zu gehen beginnen, indem du tust, wofür du kritisiert wirst, obwohl es dir Spaß macht.
Solange du darüber nachdenken kannst, ob deine Grundbedürfnisse gestillt sind, kannst du mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es bei dir der Fall ist:
✨ Du bist heute Nacht nicht erfroren
✨ Du hast heute schon was gegessen und getrunken.
✨ (Sehr wahrscheinlich war auch schon das Luxuslebensmittel Kaffee dabei.)
✨ Du wirst auch tagsüber nicht erfrieren.
✨ (Und während es dir warm ist, hast du sogar den Luxus von Internetzugang und Smartphone oder Computer.)
✨ Du hast heute Abend einen warmen Platz zum Schlafen.
Du kannst also dankbar sein.
Mehr als das und die Dankbarkeit dafür ist nicht notwendig.