19/01/2026
Wie die Chinesische Medizin bei Rheuma vorgeht
Rheuma ist ein riesiges Indikationsgebiet mit bis zu 400 Einzeldiagnosen. Selbst bei ein und derselben Krankheit gibt es meist völlig unterschiedliche Verläufe. Autoimmunerkrankungen, unter die auch rheumatische Erkrankungen fallen, haben aber auch eine gemeinsame Eigenschaft: Nach chinesischer Auffassung fallen sie alle unter das Konzept der “Entzündung am falschen Ort”. Die Krankheitsgeschichten zeichnen sich zumindest bei Dreiviertel der Patienten durch eine Kälte-Invasion aus. Die Patienten haben in der Regel einige Jahre vor Auftreten der Autoimmunkrankheit Problemphasen mit Erkältungen durchlaufen. Das kann bei Kindern auch die Mittelohrentzündung mit einschließen, bei Frauen eine Blasenentzündungsthematik oder auch Mandelentzündungen.
Nach Vorstellung der Chinesischen Medizin sinkt die Kälte in solchen problematischen Erkältungsphasen ins Innere des Organismus ab. Typisch ist, dass dann die Erkältungszeichen an den Schleimhäuten sich abmildern oder ganz verschwinden. Von den Patienten meist als Phase guter Gesundheit erlebt, sprechen die chinesischen Heilkundigen von einer Infektstarre. Im Inneren häuft sich ein Entzündungspotenzial an, das sich ein Organ oder Organsystem sucht, an dem sich die Entzündungen austoben können. Patienten mit schubförmigen Autoimmunerkrankungen berichten gehäuft darüber, dass Entzündungs-Schübe nach einem anfänglichen Frösteln auftreten, wie es typisch bei normalen Erkältungen ist. Es scheint, als könnten die normalen Verteidigungsbastionen der Schleimhäute den Infekt nicht abwehren und ließen ihn in tiefere Gewebsregion ziehen. Patienten mit Autoimmunerkrankungen sind meist unfähig einen normalen Infekt zu produzieren.
Die Chinesische Therapie besteht darin, dem erkrankten Organismus dabei zu helfen, das aufgeladene Entzündungspotential wieder an die Atemschleimwege zurückzubringen und darüber das entzündliche Potential nach und nach abzuleiten. Dieser Prozess kann meist mehrere Jahre dauern.