17/11/2025
RÄUCHERN - DER DUFT DES HIMMELS
Die Geschichte des Räucherns reicht bis in die Vor- und Frühgeschichte der Menschheit zurück. Es beginnt mit der Entdeckung des Feuers und der Feststellung, dass Hölzer und Harze im Feuer Duft verströmen. Unsere Vorfahren merkten, dass unterschiedliche Holzarten jeweils anders duften und anders auf das Wohlbefinden einwirken. Es schwingt im Rauch der Harze, Hölzer und Kräuter auch immer die Seele der Pflanze und der jeweilige Pflanzengeist mit und gibt seine Kraft mit dazu.
So wird Räuchern seit Jahrtausenden in vielen Kulturen zu magischen und rituellen Zwecken eingesetzt. Es findet Verwendung in vielen religiösen Zeremonien und wird in Heilritualen und zur Abwehr böser Geister eingesetzt. Dabei hat jede Kultur ihre eigenen Traditionen und Techniken des Räucherns entwickelt.
Mit Räuchern wurden, neben seiner magischen Verwendung, die Behausungen von lästigem Getier befreit und unangenehme Ausdünstungen der Bewohner überdeckt. Es wurden (und werden immer noch) damit Lebensmittel haltbar gemacht und aromatisiert.
In neolithischen Siedlungen Skandinaviens fanden Archäologen Reste von Räucherkuchen, einem Gemenge aus Harzen, Kräutern und Birkenpech.
Bereits in der Antike wusste man um die heilende Wirkung des Räucherns. Die Händler duftender Kräuter und Harze informierten ihre Kunden auch über die gesundheitlichen Aspekte ihrer Ware.
Der römische Historiker Tacitus wies darauf hin, dass bei den Germanen bei Feuerbestattungen bestimmte Hölzer mit verbrannt wurden. Aus Funden lässt sich darauf schließen, dass dabei u.a. Wacholderholz mit ins Feuer gegeben wurde.
Im 18. Jahrhundert ging man mit Räuchern gegen Infektionen und Epidemien vor. Man glaubte, dass Krankheitserreger in miefiger Luft herumwabern und durch den Duft der Räucherstoffe vertrieben werden. Ganz abwegig erscheint dies aus heutiger Sicht nicht, enthalten doch viele Pflanzen und Harze keimtötende Wirkstoffe.
Fester Bestandteil christlicher Liturgie ist der Weihrauch und gilt als Zeichen der Gegenwart Gottes. Im Weihrauch steigen die Gebete der Gläubigen zu Gott auf.
Die Schamanen machen sich den Rauch zunutze, um mit ihm Kontakt zur Geisterwelt herzustellen und in die Anderswelt zu reisen. Der Rauch steigt auf und verbindet Erde und Himmel, Menschen und Geister. Die Pflanzen, die dazu verwendet werden, haben teilweise halluzinogene Wirkung und steigern das Bewusstsein und die Wahrnehmung.
In unserem Kulturkreis sind die wichtigsten Räuchertermine die zu den Rauhnächten: die Thomasnacht (längste Nacht des Jahres), Heiligabend, Silvester und der Abend vor Heiligdreikönig. In den Rauhnächten, in der Zeit zwischen den Jahren, gehen nach altem Glauben Geister und Dämonen um, und die Wilde Jagd stürmt über das Land. Die Bannkraft des geweihten Rauches soll diese von Haus und Stall fernhalten und dafür das Glück einladen. Das gesamte Anwesen wird ausgeräuchert und mittels Rosmarins oder einem Buxzweig mit Weihwasser besprengt. Ein Gebet begleitet dieses Ritual: “Vater unser im Himmel, schütze dieses Haus, Glück herein, Unglück hinaus.”
Zum Räuchern bieten sich weiters diese Termine im Jahreskreis an: Lichtmess, Frühlings- und Herbst- Tag- und Nachtgleiche, Walpurgis, Sommer- und Wintersonnwende und Allerheiligen.
Ansonsten kann immer dann geräuchert werden, wenn einem danach ist: bei Verschmutzungen in der Aura, vor und nach Heil- oder Therapiesitzungen, vor Ritualen oder Zeremonien, um Orte, Räume oder Gegenstände zu reinigen oder einfach für eine angenehme Atmosphäre.
Die Pflanzengeister freuen sich übrigens über ein Dankeschön dafür, dass sie ihre Kraft in das Räuchern hineingeben und ihre Pflanzen dafür zur Verfügung stellen!
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