Hospizarbeit Fidelius

Hospizarbeit Fidelius Die ambulante Hospizarbeit Fidelius begleitet Menschen am Lebensende und in der Zeit der Trauer.

Da ist die alte Campingausrüstung ⛺️Die Ausrüstung, mit der vor Jahren Zweisamkeit genossen wurde. Mit der Erinnerungen ...
24/05/2026

Da ist die alte Campingausrüstung ⛺️
Die Ausrüstung, mit der vor Jahren Zweisamkeit genossen wurde.
Mit der Erinnerungen entstanden sind. Lachen, gemeinsame Abende, Nähe, kleine Abenteuer.

Heute wurden die alten Sachen wieder hervorgeholt. Ebenso die Schlafsäcke, die dem Vater der beiden Kinder gehörten.
Vor zwei Jahren ist er gestorben.
Und er fehlt noch immer.
Tag und Nacht. Als Partner. Als Vater.
In großen Momenten und in ganz kleinen Alltagsaugenblicken. 🖤

An diesem Wochenende darf die Campingausrüstung mit hinaus in die Natur. Zum Draußenschlafen, zu einem neuen Familienerlebnis.

Und mit den Gegenständen kommen auch die Erinnerungen zurück. Erinnerungen, die Gefühle berühren und die Liebe wieder spürbar machen - Und gleichzeitig die Trauer hervorholen.

Die Kinder freuen sich. Ein Abenteuer draußen zu schlafen. Ein bisschen stolz. Eingekuschelt in den Schlafsack ihres Papas – fast wie in einer Umarmung. ❤️

Die Mutter bewegt sich zwischen all diesen Gefühlen. Zwischen Vermissen und Fürsorge. Zwischen eigener Trauer und dem Wunsch, den Kindern schöne Erinnerungen zu schenken.

Und dann entdeckt sie plötzlich dieses Herz auf der Plane. ❤️🖤

Gänsehaut. Berührtheit.

Zufall?
Vielleicht.
Vielleicht auch einfach ein Moment, der berührt.
Ein kleines Zeichen zur richtigen Zeit. 💫

Gerade an Pfingsten erinnert uns das daran:
Liebe verschwindet nicht.
Verbundenheit bleibt – manchmal spürbar in den kleinsten Dingen.

So eine besondere Stunde liegt hinter uns 🥰Mutige Kinder, ehrliche Gespräche und eine wunderbare Atmosphäre: „Bakterien ...
09/05/2026

So eine besondere Stunde liegt hinter uns 🥰
Mutige Kinder, ehrliche Gespräche und eine wunderbare Atmosphäre: „Bakterien von Hunden machen glücklich!“ 🤗

Danke Ulla Heyne für die wertschätzenden Worte und den tollen Bericht über unsere Trauereinheit. 🤍

Von alten Stühlen und offenen HerzenHeute durften wir eine ganz besondere Spendenübergabe in der Grundschule Scheeßel er...
07/05/2026

Von alten Stühlen und offenen Herzen

Heute durften wir eine ganz besondere Spendenübergabe in der Grundschule Scheeßel erleben. 🤍

Eine 4. Klasse hatte alte Stühle kreativ gestaltet und gegen Spende abgegeben. Dabei kamen 250 € für unsere Kinder- und Jugendtrauergruppe von Fidelius zusammen.

Die Idee dahinter:
Nachhaltigkeit nicht nur bei Dingen weiterzudenken – sondern auch bei Gefühlen.

Im gemeinsamen Erzählkreis wurde schnell deutlich, wie offen Kinder über Trauer sprechen können, wenn man ihnen Raum dafür gibt.

Es ging um Menschen, die fehlen.
Um Omas und Opas.
Um traurige Momente.
Aber auch darum, was in schweren Zeiten helfen kann:

🐾 Tiere
⚽ Fußballspielen
🫂 Kuscheln
😭 Weinen
🚶‍♀️ Bewegung
🤝 Freunde
🕯️ Einfach da sein

Ein Kind sagte sinngemäß:
„Manchmal hilft es einfach, bei einem da zu sein, der traurig ist.“

Und genau das berührt uns so:
Kinder tragen oft schon so viel Verständnis für Gefühle in sich – wenn wir ihnen zuhören.

Trauer ist nichts Falsches.
Sie gehört zum Leben.
Und Gefühle brauchen Ausdruck, damit sie sich bewegen dürfen.

Danke an die Kinder, die Lehrkräfte und alle Beteiligten für diese offene, mutige und herzliche Runde. 🌿

05/05/2026

„Wie geht’s dir?“ – Wenn eine einfache Frage schwer wird „Wie geht’s dir?“ – eine Frage, die viele Menschen ganz automat...
30/04/2026

„Wie geht’s dir?“ – Wenn eine einfache Frage schwer wird

„Wie geht’s dir?“ – eine Frage, die viele Menschen ganz automatisch zur Begrüßung stellen.

In einer unserer Trauergruppen sind wir darüber ins Gespräch gekommen, wie sich diese Frage für trauernde Menschen anfühlt.
Eine Teilnehmerin sagte, dass sich die Frage
„Wie fühlst du dich?“
für sie viel wahrhaftiger anfühlt.

Vielleicht, weil sie offener ist.
Und mehr Raum lässt für das, was wirklich da ist.

Denn für trauernde Menschen kann selbst eine scheinbar einfache Frage schwer zu beantworten sein:

Was antworte ich jetzt?
Möchte ich wirklich sagen, wie es mir geht?
Ist hier gerade der richtige Raum dafür?
Will mein Gegenüber die ehrliche Antwort wirklich hören?

Wenn dir diese Frage schwerfällt, ist das verständlich.

Nicht immer möchten oder können trauernde Menschen ausführlich antworten. Und das ist vollkommen in Ordnung. Es kann helfen, sich ein paar Antworten zurechtzulegen:

🤍 Mir geht es nicht gut, aber ich möchte gerade nicht darüber sprechen.
🤍 Gerade recht stabil.
🤍 Es geht auf und ab.
🤍 Heute ist ein schwieriger Tag.
🤍 Ich halte mich gerade über Wasser.
🤍 Mal besser, mal schwerer.
🤍 Danke, ich gehe Schritt für Schritt.
🤍 Im Moment reicht es gerade so.
🤍 Es ist unterschiedlich – heute eher schwer.

Du darfst selbst entscheiden, wie ehrlich, wie offen und wie tief du antworten möchtest.

Grenzen setzen ist erlaubt.
Kurz antworten ist erlaubt.
Ehrlich sein ist erlaubt.
Nicht antworten wollen auch.

Und vielleicht ist es manchmal genau diese kleine Veränderung in der Frage,
die einen großen Unterschied macht.

Welche Antwort gibst du auf die Frage „Wie geht’s dir?“ 🤍

Der Umgang mit Kindern im Trauerfall 💛 GedankenraumText und Foto von Stefanie SchmidtKinder brauchen in schweren Zeiten ...
21/04/2026

Der Umgang mit Kindern im Trauerfall 💛

Gedankenraum
Text und Foto von Stefanie Schmidt

Kinder brauchen in schweren Zeiten vor allem echte, zugewandte Erwachsene. Menschen, die ihre eigenen Gefühle zeigen und die Emotionen der Kinder ernst nehmen.

Kinder trauern anders als Erwachsene: Sie wechseln zwischen Traurigkeit, Wut, Spiel und scheinbarer Leichtigkeit. Das ist kein „falsches“ Verhalten, sondern ein gesunder Schutzmechanismus.

Wichtig ist, die eigenen Erwartungen immer wieder zu hinterfragen:

👉 Was braucht das Kind wirklich – und was wünsche ich mir als Erwachsener?

Kinder wollen oft nicht zusätzlich belasten. Sie passen sich an, sind besonders brav oder ziehen sich zurück. Umso wichtiger ist es, ihnen Raum zu geben – für ihre ganz eigene Art zu trauern.

Was hilft:

✨ Ehrlich und altersgerecht sprechen
✨ Fragen zulassen
✨ Gefühle annehmen
✨ Rituale schaffen
✨ Entscheidungen mit dem Kind gemeinsam treffen

So entsteht Sicherheit – und ein gesunder Weg durch die Trauer.

Kinderstärken Trauerverstehen Achtsamkeit Emotionen TrauerbegleitungMitHerz

„Helfen oder begleiten?“ – Die Kraft der Worte in der TrauerBei einem unserer Trauertreffs erzählte eine Frau voller Sor...
10/04/2026

„Helfen oder begleiten?“ – Die Kraft der Worte in der Trauer

Bei einem unserer Trauertreffs erzählte eine Frau voller Sorge: „Ich möchte meinem Freund helfen, den Tod seines Vaters zu verarbeiten.“ Diese Aussage bewegte die Gruppe. Nach einer Weile fragte eine andere Teilnehmerin vorsichtig: „Vielleicht möchtest du ihn eher begleiten? Helfen klingt so, als wäre er hilflos.“

Dieser Moment war berührend und öffnete neue Perspektiven. Denn oft ist es in der Trauer nicht das „Helfen“, das Betroffenen Kraft gibt, sondern das liebevolle Begleiten. Trauernde – ob Kinder oder Erwachsene – brauchen keinen Retter. Sie brauchen Menschen, die an ihrer Seite stehen, ihnen Raum geben, fühlen dürfen, und sie dabei unterstützen, ihren eigenen Weg durch die Trauer zu finden.

💡 Warum Worte in der Trauer so wichtig sind:

Worte wie „helfen“ oder „retten“ können unbewusst vermitteln, dass der Trauernde schwach ist oder etwas „repariert“ werden muss.

Begriffe wie „begleiten“, „annehmen“ oder „da sein“ zeigen hingegen, dass der Trauerprozess individuell ist und niemand allein gelassen wird.

Trauer ist kein Zustand, der „behoben“ werden muss, sondern ein Prozess, der Begleitung verdient. Mit achtsamen Worten können wir Trauernden zeigen, dass wir nicht lenken, sondern mitfühlend an ihrer Seite gehen wollen.

Angst, im Schmerz zu versinken?„Niemand sollte versuchen, den Schmerz einer trauernden Person zu relativieren. Dann best...
27/03/2026

Angst, im Schmerz zu versinken?

„Niemand sollte versuchen, den Schmerz einer trauernden Person zu relativieren. Dann besteht die Hoffnung, dass die Person hindurchgehen kann – und den Schmerz im weiteren Leben als tragbaren Teil des Daseins mitnehmen kann.“

Dieses Zitat stammt von einer Frau, die ihren Bruder sehr früh und völlig unerwartet verloren hat. Als wenig später auch ihr Mann starb, begann für sie ein besonders herausfordernder Weg – ihr ganz eigener Trauerprozess.

Heute – 15 Jahre später – kann sie zurückblicken. Sie weiß, was ihr gutgetan hat. Wer ihr gutgetan hat. Und was ihr geholfen hat, Schritt für Schritt weiterzugehen.

Es waren die Menschen, die einfach da waren.
Die ihren Schmerz nicht klein geredet haben.
Die ihn ein Stück weit mitgetragen haben.

Diese Erfahrung möchten wir mit euch teilen, weil sie Hoffnung schenken kann.

Denn wer durch seinen Schmerz geht – oder andere darin begleitet – braucht oft gar nicht viel Wissen.

Da sein.
Mittragen.
Verbundenheit spürbar machen.

Manchmal ist es genau das, was uns in schweren Zeiten trägt. 🤍





Selbstfürsorge ist kein Egoismus.Gedankenraum - Text und Bild von Stefanie SchmidtMenschen zu begleiten, die sterben ode...
20/03/2026

Selbstfürsorge ist kein Egoismus.
Gedankenraum - Text und Bild von Stefanie Schmidt

Menschen zu begleiten, die sterben oder trauern, ist eine zutiefst menschliche und wertvolle Aufgabe. Gleichzeitig kann diese Zeit emotional sehr fordernd sein. Viele Angehörige, Freund:innen oder Kolleg:innen möchten stark sein, zuhören, trösten und einfach da sein – und merken irgendwann, dass ihre eigenen Kräfte schwinden.

Trauer und Abschied bringen oft intensive Gefühle mit sich: Traurigkeit, Wut, Angst, Schuld oder Verzweiflung. Wer begleitet, fühlt sich dabei manchmal hilflos, erschöpft oder überfordert. Das ist normal.

Gerade deshalb ist es wichtig zu wissen: Selbstfürsorge ist kein Egoismus.
Wer sich selbst keine Pausen erlaubt, kann auf Dauer keine stabile Stütze sein. Kleine Auszeiten, Zeit mit anderen Menschen, Bewegung, Hobbys oder einfach Momente der Ruhe helfen, die eigenen Kraftreserven zu schützen.

Sterbe- und Trauerbegleitung ist ein Marathon, kein Sprint.
Erholungsinseln auf diesem Weg sind kein Rückzug – sondern gelebte Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber.

Hilfreich kann dabei sein:

• offen über eigene Grenzen zu sprechen
• verlässliche Absprachen zum Kontakt zu treffen
• kleine Zeichen der Verbundenheit zu senden
• Unterstützung im Umfeld zu teilen
• bei Bedarf auch professionelle Hilfe einzubeziehen

Nur wer gut für sich sorgt, kann auch langfristig für andere da sein.
So bleibt Beziehung tragfähig – auch in schweren Zeiten. 💛





Wenn Rufen Teil des Weges istBericht einer SterbebegleiterinEin alter Mann lag in seinem vertrauten Zuhause. Umsorgt von...
10/03/2026

Wenn Rufen Teil des Weges ist

Bericht einer Sterbebegleiterin

Ein alter Mann lag in seinem vertrauten Zuhause. Umsorgt von seiner Familie, getragen von Nähe, Gewohnheit und Liebe.

Der Palliativdienst war eingebunden, der Pflegedienst unterstützte den Alltag.
Ergänzend dazu wünschte sich die Familie Begleitung durch den Hospizdienst.

So kam ich ungefähr einmal pro Woche.
Diese Zeit war nicht nur für den Mann wichtig, sondern auch für seine Angehörigen.
Sie konnten einkaufen, etwas für sich tun, kurz durchatmen – mit dem guten Gefühl, dass ihr Vater in dieser Zeit nicht allein war.

Mit der Zeit veränderte sich sein Zustand. Der Mann begann zu rufen.
Nicht einmal. Nicht leise. Jeden Tag. Medikamentös war er gut eingestellt.
Doch er war nicht mehr ansprechbar und konnte nicht benennen, was ihn bewegte.

Auffällig war:
Sobald jemand ein Gebet sprach, wurde er ruhiger. Sein Körper entspannte sich, er lehnte sich zurück.
Auch ich betete – immer wieder.
Fast automatisch. Bis ein innerer Impuls innehielt:
Was, wenn dieses Rufen wichtig ist?
Was, wenn es ein Ausdruck ist – ein letzter innerer Prozess, der genau diesen Raum braucht?

Ich hörte auf, etwas verändern zu wollen.
Ich hörte auf, das Rufen zu überdecken.
Und blieb einfach da.

Ich hielt die Laute aus.
Ich blieb bei mir.

Am nächsten Tag hatte sich die Situation deutlich verändert. Weitere Zeichen des nahenden Todes traten hinzu. Die Hautfarbe war anders, der Mann lag ruhig und friedlich in seinem Bett.

Eine Kerze brannte.
Der Raum war still und friedlich.
In der folgenden Nacht starb der Mann im Beisein seiner beiden Kinder.

Im Nachgang sprachen wir miteinander über die letzten Tage.
Über Zweifel, Unsicherheit und das immer wieder herausfordernde Vertrauen in den Prozess. Für die Kinder fühlte sich dieser Abschnitt nicht wie ein Kampf an.
Sondern wie ein notwendiger Weg.
Ein Prozess, der ihren Vater frei gemacht hat – für das, was sie als die nächste Ebene des Seins verstehen.

Manchmal besteht Begleitung darin,
nichts zu lösen,
nichts zu beruhigen,
sondern dem Geschehen Raum zu lassen. 💫


Adresse

NordStr. 3
Rotenburg
27356

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