Hospizarbeit Fidelius

Hospizarbeit Fidelius Die ambulante Hospizarbeit Fidelius begleitet Menschen am Lebensende und in der Zeit der Trauer.

Liebe Familie Gummar - wir danken euch von Herzen für dieses Engagement 🫶🏻
20/02/2026

Liebe Familie Gummar - wir danken euch von Herzen für dieses Engagement 🫶🏻

Die Horstedter verzichten auf ihren Sommerurlaub. Stattdessen laufen sie zwölf Tage lang täglich 30 Kilometer für den guten Zweck.

„Soll ich mitgehen?“ – eine Frage, in der viel stecktEin Junge, 12 Jahre alt, kommt in der Kindertrauergruppe auf eine u...
20/02/2026

„Soll ich mitgehen?“ – eine Frage, in der viel steckt

Ein Junge, 12 Jahre alt, kommt in der Kindertrauergruppe auf eine unserer Mitarbeiterinnen zu.
Er fragt, ob er zur Beerdigung der Freundin seiner Mutter gehen soll, die auch er gut kennt.

Keine schnelle Antwort.
Stattdessen gemeinsames Sortieren.

Was spricht dafür?
Was spricht dagegen?
Was fühlt sich für dich stimmig an – und was eher nicht?

Der Junge findet keine klaren Argumente.
Er weiß es einfach nicht.

Dann eine andere Frage:
Wie war es für dich, dass deine Freunde bei der Beerdigung deines Vaters da waren?

Die Antwort kommt ohne Zögern:
Das hat sich gut angefühlt.

Darin liegt bereits viel.
Verbundenheit.
Nicht allein sein.
Anteilnahme.

Dieser Junge hat schon viel erlebt:
den Tod seiner Großeltern, den Verlust seines Vaters.
Er kennt Abschiede.
Und genau dadurch hat sich etwas in ihm entwickelt –
✨ die Fähigkeit, Anteil zu nehmen.

Anteilnahme ist keine Selbstverständlichkeit.
Sie wächst aus Erfahrung, aus Beziehung, aus dem Erleben, selbst getragen worden zu sein.

Wenn Kinder solche Überlegungen anstellen, zeigt sich darin eine große Reife.
Nicht, weil sie „müssen“.
Sondern weil sie spüren:

Ich darf dabei sein!
Als Zeichen von Verbundenheit.









„Wie kann es sein, dass diese wertvolle Arbeit nicht von öffentlichen Trägern refinanziert wird?“Diese Frage stellte sic...
18/02/2026

„Wie kann es sein, dass diese wertvolle Arbeit nicht von öffentlichen Trägern refinanziert wird?“

Diese Frage stellte sich eine unserer neuen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen –
und vermutlich haben sich viele von uns diese Frage schon einmal selbst gestellt.

Warum werden einige Jobs mit so viel Geld vergütet, während menschliche, zugewandte Arbeit oft ehrenamtlich oder vergleichsweise gering bezahlt wird?
Warum sind es häufig Spenden, die Angebote ermöglichen, die Menschen in ihren schwersten Lebensphasen tragen?

Menschlich zugewandte Arbeit – wie zum Beispiel Trauerbegleitung – ist keine Nebensache.
Sie kann Halt geben, Orientierung schenken und Familien dabei unterstützen, ihren eigenen Weg durch Verlust, Krankheit und Abschied zu finden.
Trauer und Krankheit kann jeden Menschen treffen – unabhängig von Alter, Einkommen oder Lebensstil.
Und genau deshalb ist diese Arbeit so wichtig.

Ohne Spenden wäre vieles nicht möglich.
Und genau diese Schieflage im System hat unsere Ehrenamtliche bewegt, nicht nur zu fragen – sondern zu handeln.

Gemeinsam mit ihrer Familie hat sie sich etwas Besonderes überlegt:
In diesem Jahr schenken sie ihren Urlaub.
Statt Strand oder Städtetrip gehen sie jeden Tag rund 30 Kilometer zu Fuß – von Firma zu Firma, um Spenden zu sammeln und auf wichtige Unterstützungsangebote aufmerksam zu machen.

Die gesammelten Spenden gehen an:
• die Deutsche Herzstiftung
• die Bremer Krebsgesellschaft
• und die Hospizarbeit Fidelius in Rotenburg

Wir sind tief berührt von diesem Engagement und sagen von Herzen:
Danke, Familie Gummar, für euren Mut, eure Zeit und eure Schritte.
Jeder einzelne Kilometer macht sichtbar, was sonst oft im Stillen geschieht.

Wer diese besondere Aktion begleiten und unterstützen möchte, findet sie auf Instagram unter:
StepbySteptoSupport – folgen, liken, teilen 💜





Kommt vorbei - wir freuen uns auf Austausch.
10/02/2026

Kommt vorbei - wir freuen uns auf Austausch.





💫 Trauer verändert sich – aber sie bleibt In einer Trauergruppe ging es kürzlich um den Schmerz, der oft die ersten Mona...
06/02/2026

💫 Trauer verändert sich – aber sie bleibt

In einer Trauergruppe ging es kürzlich um den Schmerz, der oft die ersten Monate nach einem Verlust prägt – dieses tiefe, schwarze Loch, das manchmal endlos erscheint. Eine Teilnehmerin erzählte, dass sie diesen Schmerz in den ersten Monaten gar nicht loslassen wollte. Für sie war er die lebendige Verbindung zu dem geliebten Menschen, der gegangen war. Der tiefe Schmerz und die Trauer fühlten sich irgendwie richtig an - angemessen der Situation.

Ein anderer Mensch in der Runde teilte seine Erfahrung, dass auch nach 20 Jahren die Trauer nicht verschwindet – sie bleibt, verändert sich aber. Sie wird zu einem leisen, manchmal fast tröstlichen Begleiter für ihn.

Trauer ist eine Reaktion auf einen bedeutsamen Verlust. 💛

So individuell Trauer auch ist, diese Gespräche zeigen, wie wertvoll der Austausch mit anderen Betroffenen sein kann.

🕯️ Für alle, die gerade durch diese schwere Zeit gehen – ihr seid nicht allein.

Bericht aus der SterbebegleitungEin vertrautes BuchIch wurde gefragt, ob ich einen Menschen in einer stationären Einrich...
23/01/2026

Bericht aus der Sterbebegleitung

Ein vertrautes Buch

Ich wurde gefragt, ob ich einen Menschen in einer stationären Einrichtung begleiten könne.
Er befand sich bereits im Sterbeprozess. Ich sagte zu.

Oft werde ich gefragt:
„Wie kannst du das machen? Ist das nicht merkwürdig, zu Menschen zu gehen, die man vorher nicht kennt?“

Meine Antwort ist meist:
✨ „Es ist etwas Besonderes. Es ist traurig – und schön zugleich. Und es ist jedes Mal anders.“

Vor Ort stellte ich mich ruhig vor und sagte, dass ich da bin.
An diesem Tag durfte ich einer Person begegnen, die in ihrem Bett lag, schwer atmend, unruhig, die Augen geschlossen.

Ich setzte mich leise an ihre Seite und ließ den Moment wirken.
Der Raum erzählte von einem gelebten Leben: Bilder, kleine Erinnerungsstücke, Bücher.
Man konnte spüren, dass hier viele Geschichten zu Hause waren.

Von einem nahestehenden Menschen wusste ich, was guttat.
Auf dem Nachttisch lag ein altes Kinderbuch – ein Buch aus früheren Zeiten, das heute oft vorgelesen wurde.

Als ich merkte, dass Unruhe da war, fragte ich vorsichtig, ob ich vorlesen dürfe.
Ein kaum wahrnehmbares Nicken.

Ich begann zu lesen.
Es ging um ein Tier, das sich auf eine Reise begibt … 🧸

Nach und nach veränderte sich etwas.
Der Atem wurde ruhiger.
Die Anspannung ließ nach.

Traurig und schön zugleich.
Traurig, weil ein Abschied nah war.
Schön, weil so viel Leben da gewesen ist – und Liebe spürbar blieb.

Später sagte die Angehörige:
„Irgendwie schließt sich ein Kreis. Früher wurde mir vorgelesen. Jetzt darf ich etwas zurückgeben.“

💛 Dasein ist mehr als anwesend sein.
Es bedeutet, im Moment zu bleiben, zuzuhören, wahrzunehmen, was gebraucht wird.
Erinnerungen Raum zu geben.
Liebe weiterzutragen.
Einfach Mensch zu sein.

So erlebe ich Sterbebegleitung:
Zeit schenken.
Vorlesen.
Eine Hand halten.
Mit dem Herzen da sein.

🐘 Fidelius – Raum für Trauer, Leben & Miteinander
🌾 Weil Nähe bleibt.

Große Freude im Team unserer Kindertrauergruppe 💜Dank der Wunschbaumaktion des Frisörsalons Rob & Luis durften wir wertv...
10/01/2026

Große Freude im Team unserer Kindertrauergruppe 💜
Dank der Wunschbaumaktion des Frisörsalons Rob & Luis durften wir wertvolle Materialien entgegennehmen. Mit ihnen können wir im Jahr 2026 mit neuen, kreativen Impulsen in die Trauergruppen für Kinder und Jugendliche starten.

Gleichzeitig spüren wir: Der Bedarf wächst. Schulen, Kindergärten und andere Institutionen fragen gezielt nach Schulungen, um trauernde Kinder achtsam begleiten zu können. Auch Unternehmen wenden sich an uns, um Mitarbeitende in belastenden Lebenssituationen zu unterstützen. Trauernde selbst finden bei Fidelius Beratung, Halt und Trauerangebote.

Trauerarbeit etabliert sich zunehmend als wichtiger Bestandteil einer gesunden Verarbeitung von Verlust. Sie hilft, Trauer bewusst zu durchleben, damit sie nicht verdrängt wird oder entgleist. Diese wertvolle Arbeit wird nicht von öffentlichen Trägern finanziert. Umso dankbarer sind wir für Spenden wie diese.

Von Herzen danken wir allen, die unsere Arbeit unterstützen und damit trauernden Menschen – insbesondere Kindern und Jugendlichen – einen geschützten Raum schenken. 💜

Das ganz normale Chaos der TrauerWarum?Wo soll der Verstorbene bestattet werden?Was hätte er oder sie gewollt?Ich möchte...
07/01/2026

Das ganz normale Chaos der Trauer

Warum?
Wo soll der Verstorbene bestattet werden?
Was hätte er oder sie gewollt?
Ich möchte Besuch!
Ich will schreien!
Ich fühle nichts …
Ich bin fassungslos.
Ich will niemanden sehen.
Wen laden wir zur Beerdigung ein?

In der Akuttrauer kreisen viele Fragen, Gedanken und Gefühle gleichzeitig. Alles scheint durcheinander – und oft fühlt man sich selbst „nicht mehr normal“.

Mechthild Schröter-Rupieper bringt es so auf den Punkt:
„Wenn dein Leben in Schieflage geraten ist, ist schräg drauf sein zeitweise die Norm.“

Trauer darf chaotisch sein. Laut und leise. Voller Fragen und Widersprüche.

Wir wünschen allen Trauernden ein Umfeld voller Verständnis – ein Netz aus Menschen, die dieses Chaos aushalten, mittragen und einfach da sind. Menschen, bei denen ihr euch sicher fühlt, bis sich mit der Zeit manches sortiert und wieder mehr Ruhe einkehren darf.

Ihr müsst da nicht allein durch. 🐘

🌟 Ein besonderes EhrenamtAb März 2026 startet bei Fidelius unsere Qualifizierung zur Trauerbegleitung in Rotenburg und U...
23/12/2025

🌟 Ein besonderes Ehrenamt

Ab März 2026 startet bei Fidelius unsere Qualifizierung zur Trauerbegleitung in Rotenburg und Umgebung.

Trauer braucht Menschen, die zuhören, aushalten und begleiten können.
Menschen mit Herz, Offenheit und dem Wunsch, sich persönlich weiterzuentwickeln – vielleicht genau Sie?

✨ Was Sie bei uns erwartet:
• Eine fundierte, praxisnahe Qualifizierung
• Ein wertschätzendes Team auf Augenhöhe
• Supervision, Austausch & Begleitung
• Raum für persönliches Wachstum
• Ein Ehrenamt mit echter Tiefe und Sinn

Wenn Sie Lust haben, Trauernde achtsam zu begleiten und Teil des Fidelius-Netzwerks zu werden, freuen wir uns sehr auf Sie.

👉 Alle Infos zu Inhalten, Ablauf und Voraussetzungen finden Sie auf unserer Homepage.

📅 Infoabend: 20.01.2026 um 18 Uhr
📍 Ev. Lebensberatungsstelle, Am Kirchhof 9

📧 Kontakt & Anmeldung: info@hospizarbeit-fidelius.de

🐘 Fidelius – ein Stück gemeinsam gehen
















🎓Abschluss des Kurses zur Sterbebegleitung, ein neuer Anfang für die Hospizarbeit!🐘Im Dezember 2025 konnten wir insgesam...
12/12/2025

🎓Abschluss des Kurses zur Sterbebegleitung, ein neuer Anfang für die Hospizarbeit!🐘

Im Dezember 2025 konnten wir insgesamt 10 neue Sterbebegleiterinnen qualifizieren. Wir freuen uns, dass wir neue Fidelius-Menschen gewinnen konnten und das dadurch die Sterbebegleitung im Südkreis Rotenburg weiterhin zu ermöglichen. Die Hospizbewegung entstand aus dem Bürgerschaftlichem Engagement und ist bis heute nur durch die vielen Ehrenamtlichen Menschen möglich.
Mehr als 140.000 Menschen engagieren sich ehrenamtlich, bürgerschaftlich und hauptamtlich und unterstützen die Arbeit für schwerstkranke und sterbende Menschen. Diese sollen während ihrer letzten Lebensphase nicht auf die Geborgenheit und die Wärme einer vertrauensvollen Begleitung verzichten müssen. Wenn es ihr Wunsch ist, sollen sie soweit wie möglich in ihrem gewohnten häuslichen Umfeld betreut und versorgt werden. (Quelle: www.dhpv.de/zahlen_daten_fakten.html)
Im Vorbereitungskurs, der im Mai startete und meist wöchentlich stattfand, kamen viele Aspekte der Hospizarbeit zur Sprache. Es ging um Haltung, Kommunikation, Geschichte der Hospizarbeit, Trauer, Krankheitsbilder, Netzwerkpartner aber auch die eigene Lebensgeschichte, um nur einige Themen zu nennen. In 120 Stunden konnte die Gruppe gemeinsam die Kompetenz entwickeln, sich in der ehrenamtlichen Sterbebegleitung zu engagieren.
Haben Sie auch Interesse an einer Qualifikation? Gerne können Sie uns kontaktieren! Weitere Informationen unter www.hospizarbeit-fidelius.de/fortbildungen








Adresse

NordStr. 3
Rotenburg
27356

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