08/01/2026
Deshalb weg mit diesen Stillhütchen...
Die Wissenschaft war jahrhundertelang der Ansicht, dass Milch lediglich eine einseitige Nahrungsquelle darstellt: von der Mutter zum Baby. Doch das war ein großer Irrtum. Die Forscherin Katie Hinde hat gezeigt, dass jedes Mal, wenn das Baby Milch trinkt, es spezifische Signale an den Körper der Mutter sendet.
Dies geschieht durch den sogenannten Rückfluss, bei dem der Speichel des Babys über die Brustwarze der Mutter aufgenommen wird. Im Inneren analysiert der Körper diese Substanz mit einem biologischen Scanner und aktiviert ein internes Labor, das in der Lage ist, Fette, Proteine, Hormone und Antikörper in Echtzeit anzupassen.
So verändert sich die Milch je nach den Bedürfnissen des Babys. Ist es ein Junge, ist die Milch dickflüssig und reich an Fetten und Proteinen; ist es ein Mädchen, ist die Milch reichlicher und enthält viel Kalzium.
Ähnlich verhält es sich, wenn das Baby gestresst oder krank ist. Der Körper der Mutter beginnt innerhalb weniger Stunden, spezifische Antikörper gegen die betreffende Krankheit zu produzieren oder passt die Hormonspiegel, wie etwa Cortisol, an, um das Temperament zu beeinflussen.