19/02/2026
♥️👏🏼
Seit 10 Jahren jeden Tag da. Einfach, weil er helfen will. ❤️
Die Saarbrücker Zeitung berichtet heute im Lokalteil St. Ingbert auf einer halben Seite über einen Menschen, der an unserer Seite ganz großartiges leistet: Ralf König. Der schüchterne Mann wollte tagelang dem Termin mit der Saarbrücker Zeitung aus dem Weg gehen, die dann doch berichten durfte: „Ich wollte mich eigentlich drücken“, sagt er, doch dann freut er sich doch auf ein Interview und erzählt:
Ralf König kommt jeden Morgen ins AWO Seniorenzentrum Mathildenstift im Elstersteinpark. Er trägt Getränkekisten, lädt Lieferungen aus, bringt Sprudel auf die Stationen oder sammelt Wäsche ein. Arbeiten, die im Hintergrund stattfinden – aber den Alltag für alle leichter machen.
Sieben Tage die Woche. Ehrenamtlich. Seit zehn Jahren.
Sein Engagement begann, als seine Mutter hier lebte. Er war täglich bei ihr. Nach ihrem Tod bot ihm eine Mitarbeiterin an, den Kontakt zum Haus zu halten. Aus gelegentlicher Hilfe wurde eine Aufgabe und diese schließlich ein fester Teil seines Lebens.
Heute kommt der gelernte Werkzeugmacher täglich für mehrere Stunden. Freitags besonders früh, wenn Lieferungen ankommen. Am Wochenende etwas später, „um auch mal Luft zu holen“, sagt er mit einem Lächeln.
Er möchte niemandem eine Stelle wegnehmen und bleibt bewusst im Hintergrund. Keine Reparaturen, keine Pflege, sondern genau die Unterstützung, die das AWO-Team entlastet.
Und manchmal bringt er mehr als nur helfende Hände mit: Wenn er Gitarre spielt und lächelnde Gesichter sieht, weiß er, warum er hier ist. „Ich komme einfach und packe mit an.“
Natürlich war er auch an Heiligabend da, denn Feiertage sind für ihn kein Grund, nicht zu kommen. „Ich geh nur zum Schlafen nach Hause, ich bin jeden Tag da. Trotzdem muss ich auch mal abschalten. Dann schau ich Sportsendungen. Früher kannte ich bei jedem Bundesligisten jeden Spieler auf der Bank. Heute nicht mehr so. Aber ich verfolge die Spiele immer noch“, sagt der sportbegeisterte Rentner. Beruflich arbeitete er als Werkzeugmacher in St. Ingbert, dann in der Schleiferei einer Saarberg-Tochter. Vor der Pensionierung sogar mit Sitz in Otzenhausen und täglich mehr als 50 Kilometern Weg als Pendler. „Jetzt habe ich diese Wege nicht mehr und schenke meine Zeit dem Seniorenheim.“ Seit seine Mutter dort gestorben ist, findet er dort soziale Kontakte und Struktur und gibt dem Haus etwas zurück.
Lieber Herr König, Ihr Engagement schenkt Struktur, Entlastung und Menschlichkeit. Großartig, dass es Menschen wie Sie gibt. Danke für zehn Jahre Herz und Tatkraft. ❤️