15/01/2026
Jeder Mensch hat Angst.
Der Unterschied liegt nicht im Gefühl,
sondern im Punkt, an dem es auftaucht.
Für manche reicht ein Zucken eines erschreckenden Pferdes
Andere bleiben ruhig –
Und erst nach der 5. Runde Rodeo steigt die Spannung wenn der Körper signalisiert: Jetzt geht es um Unversehrtheit.
Angst fühlt sich dabei immer gleich an.
Deshalb kann sie jeder Mensch nachvollziehen. Jeder Mensch kennt sie!
Und genau deshalb ist es so problematisch,
wenn Angst in der Reiterei bewertet wird.
Auch als Berufsreiter weiß ich wie es sich anfühlt Angst zu haben. Es wird in unserer Reitkultur oft noch mit mangelndem Können gleichgesetzt. Ich kann dir mit Sicherheit sagen,
Angst zu haben heißt nicht, schlecht zu reiten.
Es heißt, wahrzunehmen,
wenn Grenzen erreicht sind
oder Erfahrungen sich eingebrannt haben.
Angst ist kein Makel.
Sie ist oft gesunder Selbsterhalt.
Und sie sagt nichts über Können aus.
nervensystem reiterpsychologie