22/11/2025
🎶🎀🎄 𝑮𝒓𝒐𝒕𝒕𝒆𝒏𝒂𝒅𝒗𝒆𝒏𝒕 🎄🎀🎶
In wenigen Tagen beginnt sie wieder, die Zeit der Besinnlichkeit und der Vorfreude auf die bevorstehenden Festtage.
Am Sonntag, den 30.11.2025 wollen wir deshalb mit euch die Adventszeit einläuten und laden euch herzlich zu unserem Grottenadvent ein.
Es erwartet euch ein buntes, vorweihnachtliches Treiben für Jung und Alt.
☑️ 14:00 Uhr - Konzert der Sonneberger Vokalisten in unserer Stahlblauen Grotte
(Eintritt frei)
☑️ 15:00 Uhr - Wichtelführung für unsere kleinen Gäste
(kostenpflichtig)
Im Besucherzentrum erwarten euch Sarahlee und Nicole von PL♥️TTERwerk. Hier könnt ihr nach Lust und Laune Stöbern, Staunen und Shoppen.
Natürlich ist auch wieder für euer leibliches Wohl gesorgt. Mit Leckereien vom Rost 🌭, frischen Waffeln 🧇 und allerlei Heißgetränken ☕️ könnt ihr, bei netten Gesprächen die vorweihnachtliche Stimmung genießen.
Bitte nutzt wieder die ausgewiesenen Parkplätze im Ort. Die Feuerwehr Saalfeld-Schmiedefeld wird euch entsprechend einweisen. Es wird auch wieder einen kleinen Shuttleservice 🚐 geben.
Sowohl für das Konzert als auch für die Wichtelführung bitten wir um eure Voranmeldung.
Es grüßt euch mit einem herzlichen "Glück auf!"
Das Team der Morassina - Saalfelds höchstgelegenes Schaubergwerk ⚒
🎄 🍷
Der erste urkundliche Nachweis für den Abbau von Alaunschiefer in Schmiedefeld ist eine Konzessionsurkunde aus dem Jahr 1683. Die neu errichtete Schwefel- und Vitriolhütte hatte durchaus Potential, doch fehlte es den ersten Eigentümern an Durchhaltevermögen. Mehrfach wechselte das Bergwerk seinen Besitzer, bis es im Jahr 1716 der Handelskaufmann Johann Leonhard Morassi übernahm. An ihn erinnert bis heute der Name des Schaubergwerkes Morassina.
Bedeutende wirtschaftliche Erfolge feierte die Familie Frege, welche bereits mit einem Kauf- und Handelshaus in Leipzig zu großem Vermögen gekommen war. Sie kaufte im Jahr 1753 das Vitriolwerk und erweiterte die Produktpalette. Die Hütte Morassiona wurde zum größten Anbieter von Alaun- und Vitriolprodukten in Mitteldeutschland. Um die steigende Nachfrage zu befriedigen, mussten neue Stollen immer tiefer in den Fels getrieben werden. Der Raubbau blieb nicht ohne Folgen. Im Jahr 1791 stürzten Teile des Bergwerkes ein.
Das lokale Ereignis bedrohte ganz Preußen. Die durch den wenige Jahre zuvor verstorbenen Alten Fritz, seines Zeichens König von Preußen, eingeführte Kartoffel hatte sich zu einem wichtigen Grundnahrungsmittel entwickelt. Den Anbau gefährdeten jedoch kleine Fadenwürmer (Nematode), die sich nur mit Vitriol erfolgreich bekämpfen ließen.
Eine faszinierende unterirdische Landschaft aus Tropfsteinen und farbenreichen Sedimenten.
Den Wiederaufbau der Grube sollte kein geringerer als Alexander von Humboldt gestalten. Er besichtigte das Bergwerk am 11. Juli des Jahres 1792. Seine Empfehlungen veränderten nicht nur die Technologie des Abbaus. Humboldts Konzept brachte weitreichende ökologische, soziale, kulturelle und religiöse Veränderungen mit sich. Bis zur Schließung des Bergwerkes im Jahr 1863 ereigneten sich keine tödlichen Unfälle mehr unter Tage.
Das Ende des Bergbaus hatte, wie auch bei den nahegelegenen Saalfelder Feengrotten, die aufkommende chemische Industrie eingeläutet. Und wie in den Feengrotten entstand auch in der Morassina Grotte eine faszinierende unterirdische Landschaft aus Tropfsteinen und farbenreichen Sedimenten. In Saalfeld erkannte man bereits um 1910 das touristische Potential des alten Bergwerkes. Der erste Versuch, ein Schaubergwerk in Schmiedefeld zu errichten scheiterte, da ein Gerichtsurteil den Aufbau von Wettbewerbsunternehmen zu den Saalfelder Feengrotten in Thüringen untersagte.
Fast 200 Jahre blieben die Stollen verschlossen, bis 1951 Bergleute der Wismut auf der Suche nach Uranerzen einen Zugang zu dem weitläufigen Höhlensystem aufbrachen. Sie entdeckten eine Landschaft aus Tropfsteinen in den vielfältigsten Farben und Formen. Doch es dauerte weitere drei Jahrzehnte, bis im Oktober 1989 die Erschließung der historischen Gruben begann. Seit 1993 ist die ehemalige Schwefel- und Vitriolhütte Morassina als Schaubergwerk für die Öffentlichkeit zugänglich. Ein Museum und eine Gedenkstätte erinnern an das Leben und die Arbeit der Bergleute, die hier über Jahrhunderte zuhause waren.
Die Heilgrotte Morassina hat sich als Gesundheitszentrum mit Heilstollentherapie etabliert. Denn in der Grotte befindet sich ein Heilstollen mit einer Luft, die völlig allergen-, keim- und staubfrei ist. Die Reinheit der Luft und eine leichte natürliche Radioaktivität im Heilstollen bilden eine natürliche Oase der Gesundheit. Der Stollen ist heilfördernd für die Atemwege und für Hautkrankheiten. Weltweit kommt diese Heilmethode bei Asthma bronchiale, chronische Bronchitis, Heuschnupfen, Pseudo-Krupp bei Kindern, Nasennebenhöhlenentzündungen, Neurodermitis und physischen und psychischen Erschöpfungszuständen immer häufiger zur Anwendung.