18/02/2026
Ich stand heute dort.
Mit diesem kleinen Armband in der Hand.
Bereit, Blut zu spenden. ❤️
Und dann kam der Moment, in dem ich nicht zugelassen wurde.
Nicht, weil ich mich krank fühle.
Nicht, weil ich im Alltag eingeschränkt bin.
Sondern weil ich hinschaue. Weil ich teste. Weil ich wissen will, was in meinem Körper passiert.
Als ganzheitliche Therapeutin beschäftige ich mich täglich mit chronischen, oft verborgenen Belastungen. Und ja – bei mir wurden Antikörper gegen intrazelluläre Erreger nachgewiesen. Unter anderem Babesien und weitere Co-Infektionen.
Dieser Moment hat mich tief berührt.
Nicht, weil ich traurig war, nicht spenden zu dürfen.
Sondern weil mir ein Gedanke nicht mehr aus dem Kopf ging:
Wie viele Menschen tragen solche Belastungen, ohne es zu wissen?
Unser Körper kann unglaublich viel kompensieren. Jahre. Jahrzehnte.
Bis irgendwann Symptome entstehen, die scheinbar aus dem Nichts kommen.
Erschöpfung.
Diffuse Schmerzen.
Immunschwäche.
Ängste.
Entzündungen.
Unerklärliche Beschwerden.
Ich erlebe in meiner Praxis jeden Tag Menschen, die einen langen Weg hinter sich haben. Menschen, die gehört werden wollen. Menschen, die spüren, dass „alles in Ordnung“ oft nicht die ganze Wahrheit ist.
Und genau deshalb liebe ich meine Arbeit.
Weil Ganzheitlichkeit bedeutet, hinzuschauen – auch dorthin, wo Schulmedizin und Laborwerte manchmal noch keine klaren Antworten liefern.
Blutspenden bleibt für mich eine unglaublich wertvolle und lebensrettende Sache. Wirklich.
Aber mein heutiger Moment war ein Reminder dafür, wie individuell Gesundheit ist.
Manchmal beginnt Heilung mit einer einzigen Entscheidung:
Den eigenen Körper ernst zu nehmen.
Nicht nur Symptome zu bekämpfen.
Sondern Ursachen zu verstehen.
Heute durfte ich nicht spenden.
Aber ich durfte wieder spüren, warum ich diesen Beruf gewählt habe.
Und vielleicht liest das hier gerade jemand, der sich schon lange fragt, warum er sich nicht wirklich gesund fühlt …
Du bist damit nicht allein. 🤍
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